Zwei Punkte gegen die Löwen

Jubel nach dem 1:1 durch Marko Babic (vorne), der einen Distanzschuss von Marius Nägele (nicht im Bild) abgefälscht hatte. Am Ende besiegten die Blue Devils den Tabellenzweiten EC Bad Tölz mit 3:2 nach Verlängerung. Bild: GebertEs war ein Kampfspiel, spielerisch war die Partie zwischen den Blue Devils und den Tölzer Löwen arm an Höhepunkten. Was am Ende für die Weidener zählte, waren die zwei Punkte, die sie gegen den Tabellenzweiten holten. Matt Abercrombie sorgte in der Verlängerung für die Entscheidung.

“Letzte Woche gegen Selb haben wir besser gespielt und nichts geholt, dann ist es mir so herum lieber”, sagte Markus Berwanger nach dem 3:2 (0:0, 2:1, 0:1, 1:0)-Sieg der Blue Devils nach Verlängerung gegen den EC Bad Tölz. Wichtig seien heute nur die zwei Punkte, denn “das Spiel war nicht das Gelbe vom Ei”. Dabei waren sogar drei Zähler möglich, doch 23 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit trafen die Gäste zum 2:2. “Natürlich hätte ich gerne drei Punkte gehabt, aber über 60 Minuten war der Ausgleich nicht unverdient”, erklärte Berwanger.

Bei den Blue Devils waren mit Ausnahme von Verteidiger Daniel Willaschek (Schulterverletzung) alle Mann an Bord. Zwischen den Pfosten stand Förderlizenzgoalie Philip Lehr, den Berwanger nach dem Match besonders lobte. Der Weidener Coach agierte bis ins Schlussdrittel mit vier Sturmreihen. Erst als Marko Babic eine Zehnminutenstrafe kassierte und Ales Jirik verletzt ausschied, stellte er auf drei Reihen um. Jirik bekam in der 45. Minute einen Schläger ins Gesicht. Der Kapitän erlitt einen Cut an der Lippe und klagte zudem über Schwindelgefühl. Berwanger hofft aber, dass der Center der Weidener Top-Reihe am Sonntag in Regensburg auflaufen kann.

Die ersten zehn Minuten verliefen ausgeglichen, dann wurde Tölz besser. Gästetrainer Axel Kammerer meinte sogar, dass sein Team im ersten Drittel “sehr, sehr gut gespielt”, aber eine Unzahl an Möglichkeiten nicht konsequent zu Ende gespielt habe. Bis Mitte des zweiten Drittels blieben die Tölzer tonangebend und die Führung durch Jordan Baker (25.) ging in Ordnung. “Bis zur 30. Minute war Tölz besser”, gab Berwanger zu, “wobei es aber von beiden Seiten kein berauschendes Spiel war.”

Ausgleich durch Babic

Die Großchance von Ales Jirik (29.) war wie eine Initialzündung für die Blue Devils, die fortan besser in die Partie und zu weiteren Möglichkeiten kamen. Die Weidener versuchten es immer wieder mit Distanzschüssen und hatten zwei Mal Erfolg. In der 37. Minute fälschte Marko Babic einen Weitschuss von Marius Nägele zum 1:1 ab. Die Tölzer reklamierten Torwartbehinderung, wobei Kammerer nach dem Match von einem “irregulären Tor” sprach, durch das das Spiel gekippt sei. Kurz vor Drittelende gelang Marius Nägele im Powerplay mit einem weiteren Distanzschuss das 2:1. “Irgendwie sind wir wie aus dem Nichts zu zwei Toren gekommen und haben damit das Spiel gedreht”, meinte Berwanger.

Im Schlussdrittel verwalteten die Blue Devils lange den Vorsprung, versäumten es aber in Überzahl, alles klarzumachen. Nach einem Foul von Jordan Baker an Daniel Sevo gab es eine Spieldauerdisziplinarstrafe für den Tölzer, doch die fünfminütige Überzahl verstrich ungenutzt. Später standen die Weidener eine Minute sogar mit zwei Mann mehr auf den Eis. Die Strafe folgte in der Schlussminute, als die Gäste im Powerplay durch Franz Mangold doch noch zum Ausgleich kamen. Berwanger ärgerte sich dabei über den ungeschickten Zweikampf, der zur Hin-ausstellung von Thomas Schreier geführt hatte.

Damit ging es in die Verlängerung, in der die Gastgeber doch noch jubeln durften. Von der Rechtsaußenposition aus schoss Matt Abercrombie im Powerplay zum 3:2 ein.

Am Sonntag in Regensburg

Am Sonntag heißt es zum fünften Mal in dieser Saison Oberpfalzderby: Um 18 Uhr treten die Blue Devils beim Tabellendritten EV Regensburg an, der am Freitag in Sonthofen mit 3:2 gewann. Die bisherige Derby-Bilanz lautet jeweils zwei Siege.

Quelle: Rudi Gebert, Der neue Tag vom 21.01.2017.

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