Zittern bis zur letzten Sekunde

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Blue Devils besiegen Schweinfurt glücklich mit 4:2 – Entscheidung durch “empty-net-goal”

Weiden. (gb) “Das war heute kein so tolles Spiel von uns und wir haben sicherlich mit etwas Glück gewonnen”, meinte Trainer Victor Proskurykov nach dem 4:2 (1:0, 0:1, 3:1)-Erfolg der Blue Devils gegen seinen Ex-Club ERV Schweinfurt.

Das Match vor rund 1300 Zuschauern in der Hans-Schröpf-Arena lebte in erster Linie von der Spannung. Erst eine Sekunde vor der Schlusssirene beendete Marcel Waldowsky mit seinem “empty-net-goal” das Zittern. Was am Ende der durchschnittlichen Oberliga-Partie für die Weidener zählte, war der zweite Sieg im zweiten Heimspiel. Wie Coach Victor Proskuryakov sprach auch Felix Köbele, Schütze des ersten Treffers und Vorbereiter des 3:1, von “drei ganz wichtigen Punkten”.

Gästetrainer Jukka Ollila war angesichts der Umstände – es fehlten sechs wichtige Spieler, drei davon wegen Matchstrafen – mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden. “Wir haben Weiden einen großen Kampf geliefert, waren phasenweise die bessere Mannschaft, aber es hat nicht gereicht.”

Führung durch Köbele

Gegen die defensiv eingestellten Mighty Dogs gaben die Blue Devils im ersten Drittel zwar den Ton an, das Ergebnis war allerdings nur ein Treffer durch Felix Köbele in der 19. Minute. “Die Schweinfurter standen defensiv sehr gut. Wir haben es ihnen aber auch leicht gemacht, weil wir zu wenig auf den Körper gespielt und die Zweikämpfe nicht angenommen haben”, kritisierte Proskuryakov.

Im zweiten Abschnitt änderten die Unterfranken ihre Marschroute und agierten plötzlich offensiver. Die Folge war das verdiente 1:1 durch Simon Knaup (27.). Bei den Blue Devils lief in diesem Drittel nach vorne kaum etwas zusammen, gelungene Angriffe waren Mangelware. “Nur ein Tor in 40 Minuten ist natürlich zu wenig”, erklärte der Devils-Trainer.

Ins Schlussdrittel starteten die Weidener mit einem Mann mehr – und diesen Vorteil nutzten sie schnell aus. Verteidiger Florian Domke erzielte mit einem Distanzschuss von der blauen Linie das 2:1. Als dann in der 43. Minute der Kanadier Max Grassi auf 3:1 erhöhte, schien die Vorentscheidung gefallen zu sein.

Mit Glück und Geschick

Doch die mit nur 14 Feldspielern angetretene Schweinfurter Rumpftruppe gab nicht auf und war nur zwei Minuten später durch den zweiten Treffer von Simon Knaup (45.) zurück im Match. Die Mighty Dogs setzten nach und drängten mit Macht auf den Ausgleich, doch mit Glück und Geschick sowie Goalie Daniel Huber als sicherem Rückhalt behaupteten die Blue Devils den knappen Vorsprung.

In der Schlussphase war dann Marcel Waldowsky der entscheidende Mann. Zunächst holte der Kapitän eine Strafzeit heraus, dann machte er mit seinem “empty-net-goal” den Sack zu.

Blue Devils Weiden: Huber – Domke, Frank, Herbst, Noe, Bogner, Schmitt – Waldowsky, Musial, Andrasovsky, Schreier, Grassi, Köbele, Zellner, Bartel, Pronath, Faschingbauer, Kirchberger, Siller, Schopper

ERV Schweinfurt: Dirksen – Koch, Zimmermann, S. Knaup, Kleider, J. Knaup, Schäfer – Am-rhein, Eller, Eibl, Filobok, Fissekis, Dam, Nemirovsky, Litesov

Tore: 1:0 (19.) Köbele (Andrasovs-ky, Herbst), 1:1 (27.) S. Knaup (Filobok, Kleider), 2:1 (41.) Domke (Grassi, Schreier), 3:1 (43.) Grassi (Herbst, Köbele), 3:2 (45.) S. Knaup (Filobok, Litesov), 4:2 (60.) Waldowsky (Andrasovsky, Musial) – Schiedsrichter: Melia – Zuschauer: 1309 – Strafminuten: Weiden 4, Schweinfurt 8 + 10 für Kleider.

Quelle: Der Neue Tag, Rudi Gebert
Bild: Tobias Neubert

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