Wichtiger Sieg für die Blue Devils im Rennen um die Play-off-Teilnahme: Die Weidener bezwingen den Tabellennachbarn EV Lindau und entscheiden damit auch den direkten Vergleich für sich. Einer durfte sich am Sonntag besonders freuen.

“Diese drei Punkte haben wir gebraucht. Ein Riesenlob an das Team, alle haben gekämpft und mit Hirn gespielt”, sagte Milan Mazanec nach dem 4:0 (1:0, 2:0, 1:0)-Erfolg der Blue Devils gegen den EV Lindau. Der Weidener Trainer räumte aber ein, dass das Spiel trotz des 4:0 nicht so klar gewesen sei. Die Zahl an Torschüssen sei etwa gleich gewesen.

Wiedemann bester Spieler

Goalie Johannes Wiedemann durfte sich über seinen ersten “Shut-out” im Weidener Trikot und die Auszeichnung als bester Spieler der Blau-Weißen freuen. “Er hat sich mit seiner Leistung den Shut-out verdient”, gab es vom Coach ein Extra-Lob für den am Sonntag überragenden Keeper.

Gästetrainer Dustin Whitecotton sprach an alter Wirkungsstätte von einem Sechs-Punkte-Spiel. Weiden sei von Anfang an bereit gewesen, sagte der ehemalige Stürmer der Blue Devils. “Die Niederlage geht auf meine Kappe. Ich muss die Spieler für so ein Spiel bereitmachen. So wie heute geht es nicht”, erklärte der Kanadier.

Im ersten Drittel verlief die Partie weitgehend ausgeglichen, wobei die Blue Devils den Gästen in den ersten Minuten noch zu viel Platz ließen. Auch wenn es zu diesem Zeitpunkt durch das Tor von Josef Straka (13. Minute) schon 1:0 stand, hatte ein Check von Tom Pauker (15.) irgendwie Signalwirkung. Von da an spielten die Blue Devils mehr auf den Körper und gewannen dadurch mehr und mehr die Oberhand.

Das schlug sich nach Wiederbeginn auch schnell im Ergebnis nieder. Nach Vorarbeit von Josef Straka gelang Marco Pronath (23.) mit einer tollen Aktion das 2:0 und eine Minute später legte Matt Abercrombie das 3:0 nach. Whitecotton nahm eine Auszeit, doch zurück ins Spiel kam seine Mannschaft nicht. “Weiden war in den ersten 40 Minuten klar besser und lag verdient mit 3:0 vorne”, sagte der Lindauer Trainer. Im Schlussdrittel wurden die Gäste stärker, doch in dieser Phase avancierte Goalie Wiedemann zum großen Rückhalt und hielt seinen Kasten sauber – damit blieben die Blue Devils erstmals in dieser Saison ohne Gegentor. Auf der Gegenseite nahm Whitecotton seinen Keeper schon über drei Minuten vor Schluss vom Eis, doch wenig später kassierte der frühere Weidener Nachwuchsspieler Tim Brunnhuber eine Fünfminuten- plus Spieldauerdisziplinarstrafe. Das Powerplay nutzte der Tscheche Josef Straka (59.) zum 4:0-Endstand.

Freitag in Sonthofen

“Das eigene Ego darf nicht so wichtig sein. Jeder muss seinen Job für die Mannschaft machen. So wollen wir auch in den nächsten Spielen auftreten”, sagte Mazanec nach dem wichtigen Dreier. Mit dem Sieg zogen die Blue Devils (9./30 Punkte) mit Lindau (8./30) gleich und haben nun auch den direkten Vergleich gewonnen. Das nächste Sechs-Punkte-Spiel für Weiden steht am Freitag beim ERC Sonthofen (7./33) auf dem Programm. Am zweiten Weihnachtsfeiertag (18.30 Uhr) empfangen die Devils den ECDC Memmingen (10./21).

Blue Devils Weiden: Wiedemann – Heider, Noe, Schusser, Willaschek, Herbst, Schreyer, Hendrikson, Lehner – Heinisch, Straka, Pronath, Siller, Abercrombie, Waldowsky, Pauker, Kirchberger, Stähle, Zellner, Kroschinski
EV Lindau: Zabolotny – Haug, Koberger, Quaile, Wenter, Fuchs – Smith, Laux, Kirsch, Gejerhos, Lüsch, Paul, Jenka, Klingler, Brunnhuber, Farny, Mlynek

Tore: 1:0 (13.) Straka (Heider, Noe), 2:0 (23.) Pronath (Straka, Heinisch), 3:0 (24.) Abercrombie (Siller, Pronath), 4:0 (59.) Straka (Noe, Heinisch) – Schiedsrichter: Kannengießer – Zuschauer: 860 – Strafminuten: Weiden 10, Lindau 4 + 5 + Spieldauerdisziplinarstrafe für Brunnhuber

Quelle: Rudi Gebert, Der neue Tag vom 18.12.17.