Von wegen entspannte Feiertage – Weihnachten ist Derbyzeit!

Den Blue Devils stehen stressige Tage bevor: Über Weihnachten bestreiten sie drei Spiele in sechs Tagen. Wir blicken voraus auf die kommenden Spiele.
Waldkraiburg, Selb und Regensburg – die Blue Devils haben über die Weihnachts-Feiertage interessante Gegner. Los geht es am Freitag beim Schlusslicht in Waldkraiburg. Hier ist für die Mannschaft von Ken Latta ein Dreier fest eingeplant. Am 23.12. gastieren dann die strauchelnden Selber Wölfe in der Hans-Schröpf-Arena, ehe man am 2. Weihnachtsfeiertag in der Donau-Arena in Regensburg antritt.

Der Gegner im Blickpunkt:
10:3 – klar und deutlich besiegten die Blue Devils den EHC Waldkraiburg Anfang Dezember in der Hans-Schröpf-Arena. Am Freitagabend wollen die Devils auswärts bei den „Löwen“ nachlegen. Die EHCler holten am vergangenen Wochenende zu Hause gegen Selb einen Punkt, kassierten in Oberfranken jedoch die nächste Schlappe – 0:7. Mit 48 erzielten Toren weisen die Waldkraiburger die schlechteste Offensive der Liga auf. 128 Gegentore sind Liga-Höchstwert. Gut eingefügt hat sich der neue Kontingent-Spieler Bobby Chaumont, der in seinen ersten zehn Partien elf Scorerpunkte verzeichnen konnte. Die Blue Devils gehen jedoch gegen das Team von Ex-Blue-Devil Sebastian Wolsch als klarer Favorit ins Rennen.
Einen Tag vor Heiligabend, Sonntag ab 18:30 Uhr, ist Derby-Zeit im Weidener Eisstadion: Zu Gast in der Hans-Schröpf-Arena sind die Selber Wölfe. Bislang kommen die Wölfe nicht wie geplant ins Rollen. Verletzungssorgen ziehen sich durch die Saison der Oberfranken und einhergehend mit nicht bekannten Negativserien ist die Stimmungslage in Hochfranken auch vor den besinnlichen Tagen des Jahres weiter extrem angespannt. Die beiden McDs, Ian McDonald (43 Scorerpunkte) und Ryan McDonough (30 Scorerpunkte), holen die Kohlen zwar ein ums andere Mal dem Feuer, doch alleine können sie den Erfolg nicht garantieren. Hier gilt es für die Blue Devils mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und einem emotionalen Publikum im Rücken, den Wölfen den Schneid abzukaufen.
Am 2. Weihnachtsfeiertag reisen die Blue Devils dann ohne Druck zum Tabellenführer nach Regensburg. Die junge Regensburger Mannschaft ist nicht nur Liga-Primus, sondern auch eines der Überraschungsteams der Saison. Angeführt von Nikola Gajovsky und Richard Divis trumpfen die „jungen Wilden“ Wochenende für Wochenende groß auf und lassen die Favoriten reihenweise verzweifeln. Dass der Tabellenführer dennoch verwundbar ist, haben zuletzt die Höchstadt Alligators gezeigt, die die Regensburger zu Hause mit 3:2 besiegten.

Ein Blick in die Devils-Kabine:
Gegen Waldkraiburg brauchen die Blue Devils die nötige Konzentration, um die drei Punkte einzufahren. Im Spiel gegen Selb dürfen die Devils auf ihre Heimstärke (zuletzt zwei Siege) und auf die Unterstützung der zahlreichen Fans im Stadion vertrauen. Mit Leidenschaft auf den Rängen und einem Kampf um jeden Zentimeter Eis bleiben die Punkte in der Oberpfalz. Das Gastspiel in Regensburg ist dann der Ausklang der stressigen Feiertagsserie. Hier können die Blue Devils befreit aufspielen und dem Favoriten hoffentlich ein Bein stellen (zu sehen ist die Partie für alle Nicht-Auswärtsfahrer auf sprade.tv).
Leider haben die Blue Devils immer noch einige Verletzte zu beklagen. Nach einem üblen Check gegen den Kopf beim Derby in Selb fällt Verteidiger Daniel Willaschek wegen einer Gehirnerschütterung noch mehrere Wochen aus. Des Weiteren fehlen im Sturm über das kommende Wochenende hinaus Philipp Siller sowie Lukas Zellner. Während Siller wegen einer Schulterverletzung Trainer Ken Latta mindestens bis Jahresende nicht zur Verfügung stehen wird, ist der Zeitpunkt der Rückkehr von Zellner ins Team aufgrund von Rückenproblemen aktuell ungewiss. Hinter dem Einsatz von Marco Habermann, der bereits die letzten 3 Partien wegen einer Beinverletzung pausieren musste, steht noch ein Fragezeichen. Über sein Comeback am Wochenende wird kurzfristig entschieden. Ebenfalls noch fraglich ist, ob Kontingentstürmer Tomáš Rubeš eingesetzt werden kann. Aufgrund einer Augenverletzung musste der Tscheche bei der Begegnung in Landshut vorzeitig vom Eis. Auch sein Einsatz entscheidet sich kurzfristig.

Die Liga im Überblick:
Und abschließend noch der Blick auf die Liga kurz vor Weihnachten:
24 Spiele sind absolviert. Regensburg führt die Tabelle mit 57 Punkte vor Rosenheim (52) und Peiting (49) an. Die Blue Devils sind Neunter mit 28 Punkten.
Punktbester Spieler ist der Selber Ian McDonald, der sich mit sieben Scorerpunkten am vergangenen Wochenende mit nun 43 Punkten am Peitinger Milan Kostourek (21 Tore, 17 Vorlangen) vorbeischob. Es folgen die Regensburger Nikola Gajovsky, Richard Divis und der Peitinger Anton Saal mit je 35 Scorerpunkten. Matt Abercrombie hat 33 Scorerpunkte, Martin Heinisch deren 31.