Sieg und Niederlage gegen Memmingen

Im ersten “Endspiel” 7:5 gegen ECDC Memmingen – Marcel Waldowsky dreifacher Torschütze

Weiden. (gb) Die Blue Devils haben am Freitagabend vorgelegt und das erste “Endspiel” um den Einzug ins Play-off-Halbfinale gewonnen. Nach einer spannenden Partie besiegten die Weidener den ECDC Memmingen mit 7:5 (3:2, 3:1, 1:2). Das Rückspiel steigt am Sonntag im Allgäu. In der zweiten Partie der Zwischenrunden-Gruppe A fertigte Spitzenreiter ERV Schweinfurt den ESV Königsbrunn mit 13:0 ab. In dem hart umkämpften Match jagten die Devils ihre Fans durch ein Wechselbad der Gefühle. Sie lagen ständig in Front, dennoch wurde es am Ende noch ganz eng. Erst 79 Sekunden vor der Schlusssirene machte der dreifache Torschütze Marcel Waldowsky mit seinem “empty net goal” alles klar.

“Trotz des Drei-Tore-Vorsprungs ist es uns im letzten Drittel nicht gelungen, Ruhe ins Spiel zu bringen. Und plötzlich stand das Match auf der Kippe. Doch wir haben uns mit allen Mitteln gewehrt und die drei wichtigen Punkte geholt”, freute sich der Weidener Coach Josef Hefner. Sein Kollege Joachim Koch warf seiner Mannschaft vor, fünf Gastgeschenke verteilt zu haben: “Doch wir haben uns nicht hängen lassen und sind immer wieder zurückgekommen.”

Die Blue Devils erwischten einen Blitzstart. Nach 50 Sekunden führten sie durch Treffer von Florian Zellner und Marco Pronath mit 2:0, wobei das zweite Tor sehr umstritten war. “Außer dem Schiedsrichter hatte niemand den Puck im Tor gesehen, die Weidener Spieler haben ja nicht mal gejubelt”, sagte das Memminger Trainerduo Joachim Koch und Werner Tenschert.

Während in dieser Szene die Gäste mit dem Referee haderten, zog er sich in der Folgezeit mehrfach Ärger von Weidener Seite zu. Es gab eine Reihe von Strafzeiten, während er auf der Gegenseite oft ein Auge zudrückte. Fast drei Minuten spielten die Devils im weiteren Verlauf des ersten Drittels in doppelter Unterzahl, blieben aber ohne Gegentor. Pech hatten die Gastgeber beim 2:1 (12.), als Torjäger Brendan McLaughlin scharf nach innen passte und die Scheibe vom Schlittschuh von Florian Bartels in den Kasten prallte. Wenig später griff die Weidener Abwehr nicht energisch genug ein und Martin Hoffmann bedankte sich mit dem 2:2 (13.). Mit einer feinen Einzelleistung sorgte dann Marcel Waldowsky (18.) für die erneute Führung.

51 Sekunden nach Wiederbeginn kam Memmingen durch Andreas Börner zum 3:3. Die Devils steckten aber den erneuten Ausgleich weg und zogen durch Treffer von Florian Bartels (23./Überzahl), Andreas Hampl (30./Überzahl) und Marcel Waldowsky (36.) auf 6:3 davon. Mitte des zweiten Abschnitts war das Spiel für Verteidiger Christoph Schönberger mit Verdacht auf Gehirnerschütterung beendet.

Die Blue Devils schienen klar auf der Siegerstraße, doch Memmingen gab nicht auf. Und nach den Toren von Stefan Rott (41.) und André Aschenbrenner (52.) stand die Partie auf den Messers Schneide – bis zu Marcel Waldowskys “empty net goal”

Bitteres Ende in Memmingen – Blue Devils verlieren durch ein Tor in der 58. Minute unglücklich mit 1:2 – Direkten Vergleich gewonnen

Memmingen. (gb) Die Blue Devils haben am Sonntag das Match beim ECDC Memmingen verloren, aber zumindest den bei Punktgleichheit wichtigen direkten Vergleich gegen die Allgäuer für sich entschieden. Zwei Tage nach dem 7:5-Heimerfolg zogen die Weidener unglücklich mit 1:2 (0:0, 1:1, 0:1) den Kürzeren. Der entscheidende Treffer fiel knapp drei Minuten vor der Schlusssirene.
Hinter dem bereits für das Halbfinale qualifizierten ERV Schweinfurt (12 Punkte) liegen die Blue Devils (6) in der Gruppe A der Zwischenrunde auf Platz zwei. Dahinter folgen Memmingen (5) und der ESV Königsbrunn (1). “Wir haben es immer noch selbst in der Hand”, erklärte der sportliche Leiter Christian Meiler. Am kommenden Wochenende spielen die Devils zunächst in Schweinfurt, am Sonntag gastiert dann Königsbrunn in Weiden. “Mit der heutigen Leistung ist auch in Schweinfurt was drin”, ist Meiler überzeugt. “Und gegen Königsbrunn ist ein Sieg natürlich Pflicht.”

“Schade, Memmingen war heute die glücklichere Mannschaft. Für uns ist es bitter, kurz vor Schluss durch einen abgefälschten Schuss zu verlieren”, sagte Josef Hefner, der mit der Leistung ebenfalls zufrieden war. Der Weidener Coach verteidigte seine Entscheidung, in der Schlussphase trotz des Rückstandes den Torwart nicht vom Eis zu nehmen: “Ich wollte kein Risiko eingehen und den direkten Vergleich sichern.”

Josef Hefner konnte am Sonntag nur fünf Verteidiger aufbieten. Sven Schalamon fehlte aus beruflichen Gründen und Christoph Schönberger musste wegen seiner am Freitag erlittenen Gehirnerschütterung pausieren. Von Beginn an entwickelte ein hart umkämpften Match, das wie schon am Freitag auch von einigen Nickligkeiten geprägt war. Dazu kam, dass der unsicher wirkende Schiedsrichter oft den Spielfluss unterband, spielentscheidende Fehler machte er allerdings nicht. Das 0:0 nach 20 Minuten war ein gerechtes Resultat und der Verdienst der beiden starken Torhüter Martin Niemz (Memmingen) und Oliver Engmann (Weiden).

Auch nach Wiederbeginn lieferten sich die gleichwertigen Mannschaften ein Duell auf Augenhöhe. Nur nach dem 1:0 durch Stefan Rott (24. Minute) hatten die Memminger für einige Minuten Oberwasser und drängten auf den zweiten Treffer. Jubel gab es dann auf der Gegenseite (33.), als Keeper Niemz bei Florian Domkes Lupfer sein einziger Fehler unterlief – allerdings ein ganz schlimmer. “Das war ein Glückstor”, gab Christian Meiler zu.

Im Schlussdrittel wogte das Match hin und her. Beide Teams lieferten sich einen offenen Schlagabtausch und hätten mehrfach den entscheidenden Treffer markieren können. Am Ende wären die Blue Devils sicher auch mit einem Punkt zufrieden gewesen, doch dann schlug der Memminger Markus Kerber in der 58. Minute zu.

Quelle: Der Neue Tag, Rudi Gebert

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar