Sieg und Niederlage am Wochenende

Auch Blue Devils können Memmingen nicht stoppen

Weiden. (gb) Auch die Blue Devils haben es nicht geschafft, den Siegeszug des ECDC Memmingen zu stoppen. In einer hart umkämpften und bis zur Schlusssirene spannenden Bayernliga-Partie unterlagen die Weidener am Freitagabend mit 2:3 (1:0, 1:2, 0:1). Für die Allgäuer war es der neunte Dreier in Folge.„Kein Vorwurf an die Mannschaft. Der Einsatz hat gestimmt und wir hatten viele hundertprozentige Torchancen. Ich denke, die Zuschauer haben schönes Eishockey gesehen, auch wenn wir verloren haben“, sagte Devils-Coach Josef Hefner. Der sportliche Leiter Christian Meiler sprach von einer „Klasseleistung der Memminger, die nicht unverdient gewonnen haben.“

Marcel Waldowsky war trotz seiner Knieverletzung dabei, doch er tat sich damit selbst keinen Gefallen. Mitte des ersten Drittels ging er zum ersten Mal in die Kabine, kam dann zum zweiten Abschnitt nochmals kurz zurück. Nach 24 Minuten war endgültig Schluss. „Ich habe es probiert, aber es ging nicht“, sagte der Stürmer, der jetzt wahrscheinlich zwei, drei Wochen pausieren wird.

Die Devils waren zu Beginn gut im Spiel und gingen durch Thomas Schreier (8. Minute) verdient in Führung. Sie machten weiter Druck, versäumten es aber, das zweite Tor nachzulegen. Pech hatten die Weidener bei einem Lattenschuss von Marcel Waldowsky. „Im ersten Drittel waren wir nicht so präsent, wie ich mir das vorstelle“, übte Gästecoach Werner Tenschert Kritik. „Da hatten wir Glück, dass wir nur 0:1 zurücklagen.“

Das zweite Drittel begannen die Allgäuer in Überzahl und nach 36 Sekunden schoss Brendan McLaughlin zum 1:1 ein. In der 32. Minute war der Torjäger erneut zur Stelle und brachte die Gäste in Führung – es war der 22. Saisontreffer des Kanadiers. Im Duell der beiden besten Bayernliga-Torschützen wollte David Musial nicht tatenlos zusehen. Nach einer tollen Einzelleistung markierte er das 2:2 (38.) – sein 21. Treffer.

Zu Beginn des letzten Abschnitts bot sich den Devils die große Chance zur Führung. Fast zwei Minuten spielten sie in doppelter Überzahl, doch das Powerplay funktionierte am Freitag nicht wie gewohnt. In der 45. Minute versiebte Thomas Schreier alleine vor dem starken Gästekeeper Alexander Reichelmeir eine dicke Möglichkeit. Nach dem 3:2 der Memminger durch Andreas Börner (51.) rannten die Weidener verzweifelt an. „Wir haben Druck gemacht, aber es hat nicht mehr gereicht“, erklärte Josef Hefner. Und Gästecoach Tenschert freute sich über den Sieg, „den wir mit Glück und Geschick über die Zeit gerettet haben.“

Christian Meiler äußerte sich bei der Pressekonferenz zur Kaderplanung während der laufenden Wechselfrist. „Wir müssen uns nach einem neuen Torwart umsehen, denn Christian Hamberger wird nach Abschluss seiner Ausbildung am 15. Januar nach München versetzt“, sagte der sportliche Leiter. Bei der Suche nach einem Nachfolger sei man schon sehr weit und werde diesen vielleicht schon diese Woche präsentieren. „Was die Feldspieler-Position betrifft, sind wir hinten und vorne sehr gut besetzt. Dennoch werden in dieser Woche einige Spieler aus der Region zum Probetraining kommen“, kündigte Meiler an.

David Musial führt die Blue Devils zum 7:4-Sieg in Pfaffenhofen

Pfaffenhofen. (gb) Mit einem Rumpfteam haben die Blue Devils am Sonntag beim EC Pfaffenhofen drei wichtige Punkte im Kampf um Platz acht eingefahren. In der Schlussphase standen Trainer Josef Hefner nur noch zwölf Feldspieler zur Verfügung, dennoch gewannen die Weidener mit 7:4 (1:2, 3:0, 3:2).

Neben den verletzten Markus Hausner und Marcel Waldowsky hatte Hefner kurzfristig noch den Ausfall von Florian Domke zu beklagen, der nach dem Aufwärmen wegen einer Bauchmuskelzerrung passen musste. Bereits nach wenigen Minuten war dann das Match für Johannes Schmid beendet, der sich am Freitag im Heimspiel gegen Memmingen eine Daumenverletzung zugezogen hatte. Und schließlich schied im Schlussdrittel Andreas Hampl nach einem Foul mit einer starken Prellung im Nackenbereich aus.

In den ersten zehn Minuten bestimmten die Weidener gegen den Tabellen-14. klar das Geschehen. „Wir hatten viele hundertprozentige Chancen, konnten aber nur eine verwerten“, trauerte Hefner den vergebenen Möglichkeiten nach. Es reichte nur zum 1:0 durch den erneut überragend aufspielenden David Musial (5. Minute/Überzahl). „Er ist wieder als Führungsfigur aufgetreten“, lobte Hefner den am Ende dreifachen Torschützen. Mitte des ersten Drittels ließen die Gäste etwas nach und leisteten sich Fehler in der Defensive. Zwei davon nutzte der ECP durch David Vokaty (12./Überzahl) und Christian Birk (20.) zum 2:1.

Die Blue Devils steckten aber den Rückstand locker weg und gaben im zweiten Abschnitt richtig Gas. Das druckvolle Spiel wurde belohnt, mit drei Treffern innerhalb von 198 Sekunden schossen David Musial (28.), Thomas Schmidhuber (30.) und Florian Zellner (31.) die Weidener auf die Siegerstraße. Kurz vor Drittelende war dann Florian Bartels das Ziel der in einigen Situationen überhart einsteigenden Gastgeber. Philipp Spindler checkte den Center der ersten Weidener Sturmreihe in die Bande und kassierte dafür eine Fünfminuten- plus Spieldauerdisziplinarstrafe. Bartels biss auf die Zähne und spielte leicht angeschlagen weiter.

Zu Beginn der letzten 20 Minuten verpassten die Gäste die Vorentscheidung, als sie zwei Minuten lang eine doppelte Überzahl nicht nutzen konnten. Doch die Devils ließen sich nicht mehr vom Kurs abbringen. Sie waren den Gastgebern nicht nur spielerisch, sondern auch konditionell deutlich überlegen, obwohl das schwere Spiel gegen Memmingen viel Kraft gekostet hatte und die Mannschaft dezimiert war. Mit einem Doppelschlag machten Florian Bartels und David Musial in der 48. Minute alles klar, Felix Köbele legte in der 52. Minute noch das 7:2 nach. Die beiden Pfaffenhofener Tore durch Marco Babic (55.) und Sebastian Kröger (58.) waren nicht mehr als Ergebniskosmetik.

Quelle: Der Neue Tag, Rudi Gebert

 

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