Sieben Tore im zweiten Drittel beim 8:4 gegen Miesbach

Die Niederlagenserie ist gestoppt: Nach Anlaufschwierigkeiten feiern die Blue Devils einen Pflichtsieg gegen das abgeschlagene Schlusslicht Miesbach. Im zweiten Abschnitt schießen sich die Weidener den Frust der vergangenen Wochen von der Seele.

“Ich bin sehr, sehr glücklich über die drei Punkte”, atmete Milan Mazanec nach dem 8:4 (0:2, 7:1, 1:1)-Erfolg gegen den TEV Miesbach erleichtert auf. Dabei musste der Coach der Blue Devils zunächst befürchten, dass die Negativserie anhält. “Die ersten Minuten waren wie ein schlechter Traum. Als wir nach zwei Offensivsituationen des Gegners 0:2 hinten lagen, war ich dem Herzinfarkt nahe”, sagte der Tscheche in der Pressekonferenz.

Als wir nach zwei Offensivsituationen des Gegners 0:2 hinten lagen, war ich dem Herzinfarkt nahe.
Devils-Trainer Milan Mazanec

Ohne den neuen Kapitän Ralf Herbst (Fußverletzung) und mit völlig umgekrempelten Formationen gingen die Blue Devils in die Partie gegen den auswärts noch punktlosen Tabellenletzten. Die Weidener waren zwar von Beginn an im Vorwärtsgang, Zählbares sprang aber nicht heraus, weil oft zu kompliziert und zu umständlich agiert wurde. Lange Gesichter gab es bei den Hausherren, als Miesbach zwei Angriffe durch Stefano Rizzo (3. Minute) und Peter Kathan (5.) erfolgreich abschloss. “Im ersten Drittel hat sich meine Mannschaft an den Plan gehalten. Ich habe gewusst, dass Weiden offensiv sehr stark ist und dass sie nicht ins Rollen kommen dürfen”, sagte Gästetrainer Markus Wieland. Und fast wäre den Oberbayern mit dem dritten Angriff das 3:0 gelungen, doch Goalie Johannes Wiedemann wehrte den Alleingang von Rizzo (9.) ab.

“Trotz des Rückstandes ist die Mannschaft mit positiver Stimmung ins zweite Drittel gegangen. Dann ist auch das Glück zurückgekommen und endlich sind die Tore gefallen”, freute sich Mazanec. Angetrieben von Ersatz-Kapitän Marcel Waldowsky spielte sein Team plötzlich einfaches Eishockey mit mehr Zug zum Tor. Befreiend wirkte der Anschlusstreffer von Matt Abercrombie (22.), begünstigt durch einen Fehler von Torwart Anian Geratsdorfer. Und die Weidener legten im zweiten Drittel noch sechs Treffer durch Martin Heinisch (24.), Matt Abercrombie (24./29.), Michael Kirchberger (27./Überzahl), Mirko Schreyer (37./Überzahl) und Adam Schusser (39./Überzahl) nach. Auch durch das zwischenzeitliche 3:3 durch Michael Grabmaier (26.) ließen sich die Blue Devils nicht mehr aus der Bahn werfen. Die Partie war vor dem Schlussdrittel entschieden. Es gab noch zwei Treffer: Das 8:3 durch Tom Pauker (42.) und das Powerplay-Tor durch den Miesbacher Florian Feuerreiter (57.)

Sonntag in Regensburg

“Die positive Stimmung aus dem zweiten Drittel müssen wir ins nächste Spiel mitnehmen”, sagte Mazanec. Am Sonntag um 18 Uhr gastieren die Devils in Regensburg.

Blue Devils Weiden: Wiedemann – Heider, Noe, Schusser, Willaschek, Hendrikson, Schreyer, Lehner – Pronath, Straka, Heinisch, Siller, Abercrombie, Waldowsky, Pauker, Kirchberger, Stähle, Zellner, Kroschinski
TEV Miesbach: Geratsdorfer – Frank, Kathan, Deichstetter, Lidl, Stiebinger – Kimmel, Felix Feuerreiter, Rizzo, Grabmaier, Deml, Florian Feuerreiter, Reiter, Gaschke, Fissekis

Tore: 0:1 (3.) Rizzo (Gaschke), 0:2 (5.) Kathan (Rizzo), 1:2 (22.) Abercrombie (Waldowsky, Siller), 2:2 (24.) Heinisch (Pronath, Straka), 3:2 (24.) Abercrombie (Waldowsky, Schusser), 3:3 (26.) Grabmaier (Kimmel, Fissekis), 4:3 (27.) Kirchberger (Hendrikson, Stähle), 5:3 (29.) Abercrombie (Siller, Heider), 6:3 (37.) Schreyer (Stähle, Pauker), 7:3 (39.) Schusser (Waldowsky, Siller), 8:3 (42.) Pauker (Waldowsky, Hendrikson), 8:4 (57.) Florian Feuerreiter (Deichstetter, Gaschke) – Schiedsrichter: Fröhlich – Zuschauer: 753 – Strafminuten: Weiden 2 + 10 für Stähle, Miesbach 16

Quelle: Rudi Gebert, Der neue Tag vom 09.12.17.