Selb gewinnt auch das vierte Derby – Blue Devils unterliegen den Wölfen verdient mit 1:4

Blue Devils unterliegen den Wölfen verdient mit 1:4 – Leistenzerrung: David Musial fällt aus

Weiden. (gb) Viertes Derby, vierte Niederlage gegen den Favoriten: Die Blue Devils zogen am Freitagabend gegen den Tabellenzweiten Selber Wölfe verdient mit 1:4 (1:2, 0:1, 0:1) den Kürzeren. Neben den drei Punkten verloren die Weidener zu allem Überfluss Spielmacher David Musial, der im zweiten Drittel mit einer Leistenzerrung ausschied und mindestens eine Woche pausieren muss.

Devils-Coach Josef Hefner, der mit seiner Mannschaft nicht unzufrieden war, erkannte den verdienten Gästesieg vor knapp 2500 Zuschauern in der “Hans-Schröpf-Arena” neidlos an. “Selb war spielerisch überlegen und hat sehr druckvoll gespielt”, sagte Hefner, der aber weiter an die Chance glaubt, den achten Platz und damit die Play-offs zu erreichen. “Wir werden in den restlichen Spielen alles geben”, versprach der Trainer.

Sein Kollege Cory Holden sprach von einem “heißen Derby und einer guten Stimmung”. Wie immer sei es nicht einfach gewesen, in Weiden zu spielen. Doch seine Mannschaft sei die gesamten 60 Minuten sehr diszipliniert aufgetreten. Im Kampf um Platz acht drückt Holden den Blue Devils die Daumen. “Ich würde mir eine Play-off-Serie gegen Weiden wünschen. Das wäre schon etwas Besonderes”, sagte Holden.

Seine Mannschaft startete bärenstark in das Duell der Nachbarrivalen. In der ersten Viertelstunde setzten die Wölfe die Blue Devils permanent unter Druck. Mit aggressivem Forechecking ließ Selb die Weidener überhaupt nicht zur Entfaltung kommen, selbst bei fünf gegen fünf sah es aus wie im Powerplay. Die längst fällige Führung für die Gäste erzielte Jared Mudryk, der nach einer Abwehr des erneut starken Devils-Keepers Daniel Huber energischer nachsetzte als die EV-Verteidiger (9.). 43 Sekunden später spazierte Ronny Schneider ungestört durch das Weidener Abwehrdrittel und vollstreckte zum 2:0 (10.).

“Wir standen defensiv eigentlich gut, aber mit zwei Fehlern haben wir uns wieder einmal selbst in Rückstand gebracht”, ärgerte sich Hefner. Weidener Möglichkeiten waren in den ersten 15 Minuten Fehlanzeige. Erst als die Gäste etwas das Tempo herausnahmen, kamen die Devils besser ins Spiel. In der 19. Minute keimte bei den Weidener Anhängern Hoffnung auf. David Musial umkurvte den Selber Kasten, passte nach innen und Dusan Andrasovský erzielte den Anschlusstreffer.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts verlief die Partie etwas ausgeglichener und die Devils hatten zwei, drei Mal den Ausgleich auf dem Schläger. In dieser Phase zeigte sich die Cleverness des Tabellenzweiten, der nach einem schnellen Konter durch Dennis Schiener auf 3:1 erhöhte (29.). “So ist das eben, wenn der Favorit gegen den Aufsteiger spielt”, meinte Marcel Waldowsky, der selbst eine dicke Chance zum 2:2 versiebt hatte. Nach dem dritten Selber Tor erlahmte der Weidener Angriffsschwung, weil zunächst Dusan Andrasovský eine Zehnminutenstrafe absitzen musste und wenig später David Musial verletzt vom Eis ging. Mit Niklas Stolz und Kirill Groz schnupperten fortan zwei weitere Junioren Oberliga-Luft. Dominik Schopper war schon von Beginn an für den gesperrten Felix Köbele im Spiel.

Die Geschichte des Schlussdrittels ist schnell erzählt. Weiden war zwar bemüht, doch Selb kontrollierte souverän das Geschehen und Nikolaus Meier machte mit einem Überzahltor den 4:1-Endstand perfekt (53.).

Quelle: Rudi Gebert.

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