Sechs-Punkte-Wochenende für die Blue Devils

Blue Devils feiern Pflichtsieg: 8:2 gegen Schlusslicht EA Schongau

Weiden. (gb) Die Blue Devils haben am Freitagabend gegen den Tabellenletzten EA Schongau den erwarteten Pflichtsieg eingefahren. Die Weidener dominierten mit Ausnahme der Anfangsphase des zweiten Drittels eindeutig das Geschehen und gewannen am Ende ungefährdet mit 8:2 (4:0, 1:2, 3:0).

Devils-Trainer Josef Hefner musste auf Florian Domke, Markus Hausner, Marcel Waldowsky (alle verletzt) und Andreas Hampl (gesperrt) verzichten. Doch auch die Gäste, die mit sieben Junioren antraten, haben momentan viele Ausfälle zu beklagen.

Er habe darauf gepocht, im ersten Drittel bereits für die Entscheidung zu sorgen, sagte Hefner in der Pressekonferenz. Seine Mannschaft hielt sich an die Anweisung und gab von Beginn an richtig Gas. Mit einem Doppelschlag innerhalb von 24 Sekunden schossen Felix Köbele (4. Minute) und David Musial (5.) die Weidener früh mit 2:0 in Front. Mit einem „Hammer“ von der blauen Linie legte Christoph Schönberger (8.) im Powerplay das 3:0 nach. Ein weiteres Überzahltor – Schütze war Kapitän Florian Zellner (16.) – bedeutete nach einer guten Viertelstunde schon die Vorentscheidung. „Meine jungen Spieler haben zu viele Fehler gemacht und Lehrgeld bezahlt“, meinte Gästetrainer Robert Kienle nach dem bis dahin einseitigen Match.

Wie man einen unterlegenen Gegner aufbaut, demonstrierten die Blue Devils nach Wiederbeginn. Sie schalteten zwei Gänge zurück, spielten plötzlich sehr behäbig – und wurden dafür bestraft. Marius Klein (28.) und Benjamin Röhling (31.) brachten das Schlusslicht auf 4:2 heran. „Da hätte es noch einmal gefährlich werden können“, sagte Hefner, der allerdings dann schnell aufatmen konnte. In der 34. Minute sorgte Michael Kirchberger mit seinem Treffer zum 5:2 für Beruhigung in den eigenen Reihen.

Das letzte Drittel gingen die Weidener dann wieder engagiert und vor allem konzentriert an. „Da haben wir unsere Erfahrung ausgespielt und die Führung ausgebaut“, freute sich Hefner. Michael Kirchberger (52.) und Felix Köbele (55./Überzahl), mit ihren jeweils zweiten Treffern an diesem Abend, sowie Thomas Schmidhuber (58./Überzahl) sorgten für den 8:2-Endstand.

Mit dem vierten Sieg in Folge haben die Blue Devils die 40-Punkte-Marke erreicht und den fünften Tabellenplatz gefestigt. Der Vorsprung auf Rang neun (Buchloe/29) ist sogar auf elf Zähler angewachsen.

Blue Devils nehmen Revanche: Ungefährdeter 6:0-Sieg beim EHC 80 Nürnberg

Nürnberg. (gb) Die Blue Devils haben sich gegen den EHC 80 Nürnberg in souveräner Manier für die 2:3-Heimniederlage nach Penaltyschießen revanchiert. Am zweiten Weihnachtsfeiertag gewannen die Weidener in der Nürnberger Arena beim Tabellenvorletzten ungefährdet mit 6:0 (1:0, 3:0, 2:0).

Vor knapp 400 Zuschauern, davon etwa 300 aus Weiden, ließ sich die Mannschaft von Trainer Josef Hefner auch von der überharten Gangart der Gastgeber nicht aus der Ruhe bringen. „Wir haben uns nicht anstecken lassen“, lobte der Weidener Coach die Disziplin seiner Cracks. Am meisten einstecken musste Kapitän Florian Zellner, der einen Zahn verlor und an der Ober- und Unterlippe verletzt wurde.

Von Beginn an setzten die harmlosen Gastgeber auf hartes Körperspiel, überschritten aber dabei mit unfairen Attacken mehrfach die Grenze des Erlaubten. Hauptschiedsrichter Schmidt drückte allerdings zunächst bei Vergehen der Nürnberger beide Augen zu und schickte stattdessen Weidener Spieler wegen jeder Kleinigkeit in die Kühlbox. Zwischen der 3. und 7. Minute gab es vier Hinausstellungen für die Devils, die fast drei Minuten in doppelter Unterzahl überstehen mussten.

Als die Oberpfälzer nach langer Zeit endlich komplett waren, gelang ihnen prompt die Führung. David Musial bediente Andreas Hampl und der schoss überlegt ein (10.). Danach wurde der Referee konsequenter in seinen Entscheidungen gegen die ruppigen Nürnberger, doch auch die Blue Devils konnten ihre Powerplay-Möglichkeiten – unter anderem fast eine Minute bei fünf gegen drei – nicht nutzen. „Wir waren auf eine schnelle Entscheidung aus. Leider ist uns im ersten Drittel nur ein Tor gelungen“, meinte Hefner hinterher.

Im zweiten Abschnitt gaben die Gäste von Beginn an richtig Gas und sorgten schnell für klare Verhältnisse. Felix Köbele (22./Unterzahl) und Simon Bogner (24.) erhöhten innerhalb von 80 Sekunden auf 3:0.
Unrühmlicher Höhepunkt war dann die Attacke des Nürnbergers Sascha Petrojannis, der Florian Zellner niederstreckte und dafür völlig zurecht eine Matchstrafe erhielt. Die fünfminütige Überzahl ließen die Devils ungenutzt verstreichen. Erst als die Gastgeber wieder komplett waren, markierte Marco Pronath das 4:0 (34.). Damit war die Entscheidung gefallen und zur Freude von Josef Hefner „hat sich das Spiel beruhigt“.

Aufgrund der klaren Weidener Führung war im Schlussdrittel die Luft raus. Die Blue Devils verwalteten clever den Vorsprung und versuchten nach Möglichkeit, den Zweikämpfen aus dem Weg zu gehen. Mit einem Doppelschlag innerhalb von 51 Sekunden machten Felix Köbele und Boris Flamik in der 50. Minute das halbe Dutzend voll. In den restlichen zehn Minuten ging es nur noch darum, den „shut out“ von Goalie Oliver Engmann ins Ziel zu retten.

Quelle: Der Neue Tag, Rudi Gebert

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