Schwung reicht nur für 20 Minuten – 2:7-Niederlage in Regensburg

Andrasovsky gegen RegensburgBlue Devils verlieren Oberpfalzderby beim EV Regensburg mit 2:7 – Dusan Andrasovsky verletzt

Regensburg. (gb) “Dieser Sieg wird die Mannschaft für das Spiel in Regensburg hundertprozentig beflügeln”, hatte Peter Hampl am Freitag nach dem 5:4 gegen die Bayreuth Tigers gesagt. Doch beim Match am Sonntag in der Donau-Arena musste der Trainer der Blue Devils enttäuscht feststellen, dass der Schwung nur für 20 Minuten reichte. Danach ging sein Team im Oberpfalzderby mit 2:7 (2:1, 0:3, 0:3) unter.

“Ich weiß selber nicht, woran es lag”, fand Hampl keine Erklärung für die schwache Leistung ab der 21. Minute. “Nach einem guten ersten Drittel haben wir total aufgehört, Eishockey zu spielen. Es fehlte die Laufbereitschaft, wir haben nur noch reagiert. Regensburg war aggressiver, immer einen Schritt schneller und hat verdient gewonnen”, erklärte Hampl. Bitterer als die Niederlage wäre der Ausfall von Dusan Andrasovsky. Der Top-Stürmer wurde in der Schlussminute nach einem Kniecheck von Michael Welter verletzt vom Eis geführt. “Ich hoffe, dass nichts Schlimmeres passiert ist”, sagte Hampl.

Zellner in der Abwehr

Die Weidener begannen in der Donau-Arena mit der Aufstellung, wie sie am Freitag das Match gegen Bayreuth nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Verteidiger Daniel Willaschek beendet hatten. Kapitän Florian Zellner spielte in der Abwehr neben Ralf Herbst und Thomas Schreier stürmte im dritten Block.

Im ersten Abschnitt traten die Blue Devils selbstbewusst auf und lagen nach 20 Minuten verdient in Front. Das erste von nur zwei Überzahlspielen nutzte Michael Kirchberger (7.) zur Führung. Nur eine Minute später griff die Weidener Defensive nicht energisch genug ein und Michael Welter gelang das 1:1. Doch die Gäste ließen sich nicht aus dem Rhythmus bringen. Sie blieben stets gefährlich und Dusan Andrasovsky erzielte in der 16. Minute das 2:1. Die bis dahin mit wenig Körpereinsatz geführte Partie wurde nun intensiver, es schlichen sich erste Nickligkeiten ein.

Nach Wiederbeginn wurde Regensburg stärker, während sich die Blue Devils zurückzogen und nicht mehr selbst agierten. Die logische Folge war das 2:2 durch Andreas Tahedl (27.). Die erste nennenswerte Offensivaktion der Gäste im zweiten Drittel hatte Philipp Siller (30.). Auf der Gegenseite lag mehrfach die Führung in der Luft, doch Goalie Daniel Huber hielt dem Regensburger Ansturm zunächst Stand. In der 35. Minute war er allerdings machtlos, als Petr Fical das 3:2 erzielte. Beim ersten Weidener Unterzahlspiel hatte Dusan Andrasovsky bei einer Breakchance das 3:3 auf dem Schläger, wenige Sekunden später traf Andreas Feuerecker zum 4:2 (37.).

Zwei Spieldauerstrafen

Die Geschichte des letzten Drittels ist schnell erzählt. Regensburg spielte weiter forsch nach vorne, während von Weiden so gut wie nichts mehr kam. Artur Tegkaev (46./Überzahl), Marius Stöger (49.) und Mario Dörfler (59.) schraubten das Resultat auf 7:2. In der Schlussminute leistete sich Michael Welter einen Kniecheck gegen Dusan Andrasovsky, der Slowake revanchierte sich mit einem Stockschlag. Beide Spieler kassierten eine Fünfminuten- plus Spieldauerdisziplinarstrafe. Neben Andrasovsky ist am Freitag in Freiburg auch Marcel Waldowsky gesperrt, der sich die dritte Zehnminuten-Strafe in dieser Saison einhandelte.

Quelle: Rudi Gebert, Der neue Tag.

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