Rumpfteam wehrt sich tapfer

0:7 in Peiting: Ohne sechs Stammkräfte gehen die Blue Devils erst im Schlussdrittel unter

Peiting. (gb) Für die stark ersatzgeschwächten Blue Devils gab es am Sonntag beim neuen Spitzenreiter EC Peiting nichts zu holen. Ohne sechs Stammkräfte wehrten sich die Weidener zwar bis ins Schlussdrittel hinein tapfer, doch am Ende zogen sie dann klar mit 0:7 (0:1, 0:0, 0:6) den Kürzeren.Die Blue Devils spielten am Sonntag ohne Ausländer und ohne die etatmäßigen Mittelstürmer der beiden ersten Angriffsreihen. Boris Flamik klagt seit dem Match in Füssen am vergangenen Mittwoch über Kopfschmerzen, Dusan Andrasovský musste wegen Leistenproblemen passen. David Musial (grippaler Infekt) und Florian Bartels (Sprunggelenksverletzung) fielen ebenfalls aus, zudem fehlten Christoph Schönberger (Rückenschmerzen) und Jakub Faschingbauer (Schulterverletzung).

Comeback von Mittermeier

Dafür feierte Verteidiger Thomas Mittermeier nach seinem Muskelbündelriss überraschend sein Comeback. “Uns blieb nichts anderes übrig, wir mussten ihn ins kalte Wasser werfen”, sagte Trainer Josef Hefner, der mit seiner dezimierten Mannschaft trotz der klaren Abfuhr nicht unzufrieden war: “Wir haben defensiv gut gespielt und das Spiel bis zur 46. Minute offen gehalten. Die ersten drei Tore sind sehr unglücklich gefallen, nach dem 0:3 sind wir dann eingebrochen.”

Hefner konnte aufgrund der Ausfälle nur fünf Verteidiger aufbieten, zudem musste er seine Sturmreihen total umkrempeln. Der etatmäßige Abwehrspieler Simon Bogner spielte Center im dritten Sturm mit Marco Pronath und Junior Dominik Schopper. Den ersten Block bildeten Florian Zellner, Michael Kirchberger und Felix Köbele, den zweiten Marcel Waldowsky, Anton Pertl und Thomas Schreier.

Die defensiv eingestellten Gäste hielten dem Peitinger Druck in den ersten beiden Dritteln stand. “Wir haben nicht viel zugelassen. Wir standen gut im eigenen Drittel und haben auf Breaks gelauert”, sagte Hefner, den allerdings das erste Gegentor bei eigener Überzahl ärgerte. Nach einem Scheibenverlust der Blue Devils markierte Josh Gillam das 1:0 (14. Minute). Dass dieses Resultat bis Ende des zweiten Drittels Bestand hatte, lag auch an Goalie Daniel Huber, der wieder einen sehr guten Tag erwischt hatte.

Im Schlussabschnitt brach dann das Unheil innerhalb von 58 Sekunden über die Weidener herein. “Das 2:0 war ein Eigentor und vor dem 3:0 hätte der Schiedsrichter nach einem Handpass abpfeifen müssen”, erklärte Hefner. Als Torschützen für Peiting wurden Tobias Biersack (45.) und Florian Stauder (46.) notiert. Dann war für Daniel Huber Schluss, der wieder über Leistenprobleme klagte.

Oliver Engmann musste zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt zwischen die Pfosten. Das Match war gelaufen, zudem schwanden bei den Gästen immer mehr die Kräfte. Das drückte sich schließlich auch auf der Anzeigetafel aus. Tobias Biersack (49.), Christian Mayr (51.), Manfred Eichberger (52.) und Florian Simon (59.) erhöhten zum 7:0-Endstand für den neuen Tabellenführer der Oberliga Süd (27 Punkte). Die Blue Devils (22) gehen als Siebter, punktgleich mit dem Dritten Selber Wölfe, in die Deutschland-Cup-Pause. Der Lokalrivale aus Oberfranken ist am Freitag, 16. November, der nächste Heimgegner der Blue Devils.

Quelle: Der Neue Tag, Rudi Gebert

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