Personalsorgen vor den Derbys

Noe Andrasovsky Grassi Frank BayreuthBlue Devils können gegen Regensburg und Bayreuth nur mit einem Rumpfteam antreten

Weiden. (gb) Zwei Derbys, noch dazu im heimischen Stadion – da müsste die Vorfreude eigentlich riesengroß sein. Bei den sportlich kriselnden Blue Devils hält sich die Euphorie allerdings in Grenzen, zumal beim Tabellenvorletzten jetzt auch noch das Verletzungspech gnadenlos zugeschlagen hat.

In den Partien am Freitag, 6. Dezember, um 20 Uhr, gegen den EV Regensburg und am Sonntag, 8. Dezember, Beginn 18.30 Uhr, gegen den EHC Bayreuth können die Weidener nur mit einem Rumpfteam antreten. Dennoch spricht Trainer Victor Pros-kuryakov sich und seiner Mannschaft Mut zu. “Wir haben auf jeden Fall in beiden Spielen eine Chance”, erklärte der Russe vor dem Abschlusstraining am Donnerstagabend.

Neben Stammkeeper Daniel Huber (Muskelteilabriss im Adduktorenbereich) fehlen auch die Stürmer Dusan Andrasovsky (Leistenverletzung) und Marcel Waldowsky (Oberschenkelprellung) sowie die Verteidiger Simon Bogner (Rückenprobleme – er hat am Donnerstag mit dem Training begonnen) und Benjamin Frank, der nach seiner Spieldauerdisziplinarstrafe in Freiburg am Freitag gegen Regensburg gesperrt ist.

Pronath im ersten Sturm

Coach Proskuryakov muss seine Reihen zum wiederholten Male in dieser Saison umkrempeln. Im ersten Sturm kommt Marco Pronath neben Max Grassi und Jakub Faschingbauer zum Einsatz. Den zweiten Block bilden Florian Zellner, Florian Bartels und Michael Kirchberger. In der dritten Reihe stürmen David Musial, Felix Köbele und Thomas Schreier. In der Abwehr setzt Proskuryakov auf die Pärchen Ralf Herbst/Barry Noe, Florian Domke/Daniel Willaschek und Kevin Schmitt/Johannes Schmid. Zwischen den Pfosten steht Oliver Engmann.

“Wir müssen defensiv gut stehen, auf Konterchancen lauern und im Powerplay gut spielen”, legt der Weidener Coach die Marschroute für beide Partien fest. Den Tabellenneunten EV Regensburg hatten die Blue Devils im ersten Match am Rande einer Niederlage, doch am Ende gab es ein 3:4 nach Penaltyschießen. “Da haben wir den Gegner zwei Drittel lang beherrscht”, erinnert sich der Russe auch an die spielentscheidende Situation, als das Tor zum 4:2 nicht anerkannt wurde und sieben Sekunden später der Ausgleich fiel. “Das war eine klare Fehlentscheidung”, ist Proskuryakov immer noch verärgert.

Auswärts nicht so stark

Die Hoffnung, vielleicht in beiden Heimspielen erfolgreich zu sein, schöpft der Weidener Trainer aus der Tatsache, dass Regensburg und Bayreuth auswärts deutlich schwächer auftreten als zu Hause. Der EVR holte 15 seiner 22 Punkte in der Donau-Arena, in der Fremde gewann das Team von Trainer Rob Leask außer in Weiden nur noch in Deggendorf (4:1). Aufsteiger EHC Bayreuth verdankt den ausgezeichneten fünften Platz ebenfalls seiner Heimstärke. Zu Hause gewannen die Tigers acht von zehn Spielen, auswärts waren sie nur in Klostersee (5:0) und Füssen (4:3 nach Verlängerung) erfolgreich. Im Hinspiel in Bayreuth boten die Blue Devils bis zur 49. Minute Paroli (3:3), doch dann brachen sie ein und gingen noch mit 3:7 unter.

Aufgebot Blue Devils: Engmann, Pauloweit – Herbst, Noe, Willaschek, Domke, Schmitt, Schmid, Frank (nur am Sonntag) – Pronath, Grassi, Faschingbauer, Zellner, Bartels, Kirchberger, Köbele, Musial, Schreier, Schopper

Quelle: Rudi Gebert, Der neue Tag.

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