Niederlage in Selb, 4:1-Erfolg gegen Schweinfurt

Der Rückblick auf das vergangene Wochenende der Blue Devils mit Spielberichten von Rudi Gebert (Der neue Tag).

VER Selb – Blue Devils Weiden 6:2 (2:1, 2:1, 2:0)

Blue Devils bezahlen Lehrgeld
1. EV Weiden leistet sich bei der 2:6-Auftaktniederlage in Selb zu viele Strafzeiten

Selb. (dö/gb) Die Blue Devils haben im Auftaktmatch der Oberliga Süd Lehrgeld bezahlt. Der Aufsteiger hielt am Freitagabend im Derby bei den Selber Wölfen über weite Strecken ordentlich mit, am Ende gab es aber mit 2:6 (1:2, 1:2, 0:2) doch eine klare Niederlage. “Unsere kämpferische Leistung war o. k., die Selber waren einfach cleverer”, sagte der Weidener Coach Josef Hefner nach dem Match.

Die Weidener erwischten den besseren Start und gingen bereits nach zwei Minuten in Führung. Beim ersten Überzahlspiel der Gäste setzte sich David Musial energisch durch und erzielte das 1:0. Die Weidener Anfangsüberlegenheit dauerte aber nicht lange, denn schon zwei Minuten später fiel mit dem ersten richtigen Selber Angriff der Ausgleich, als Herbert Geisberger zum 1:1 traf. Danach leisteten sich die Devils zu viele Strafzeiten. Bei zwei Phasen in doppelter Unterzahl zwischen der 5. und 7. Minute sowie in der 12. und 13. Minute kämpfte das Team großartig und konnte den Rückstand verhindern. Der war aber kurz darauf fällig, als David Hördler mit einem Distanzschuss zum 2:1 für Selb traf. Dabei hatte Torwart Daniel Huber die Scheibe schon in der Fanghand, ließ sie aber noch ins Netz rutschen.

Auch im zweiten Abschnitt spielten die Oberpfälzer ordentlich mit, leisteten sich aber erneut zu viele Strafzeiten. In einer solchen entstand auch das 3:1 (23.), als Daniel Heilman mit einem unhaltbaren Schuss in den Winkel traf. Dass dieses Geschäft auch die Weidener verstehen, demonstrierten sie kurz darauf. In Überzahl wurde David Musial schön freigespielt und verkürzte auf 2:3. Auch in der Folgezeit war auf der Eisfläche wegen ständiger Strafen viel Platz. So besorgte Selb auch das 4:2 in Überzahl durch David Hördler. Danach wechselte Weidens Coach Josef Hefner die Torleute aus. Obwohl Daniel Huber nicht schlecht gehalten hatte, agierte er doch bei zwei, drei Situationen etwas unglücklich.

Im letzten Abschnitt zeigte sich aber auch Oliver Engmann wenig überzeugend. Vor allem beim 5:2 in der 44. Minute machte er keine gute Figur. Damit war die Entscheidung gefallen und die Luft raus. Der EV bemühte sich zwar um eine Ergebnisverbesserung, doch gelang das Vorhaben nicht mehr. Im Gegenteil: Timo Roos besorgte sogar noch das sechste Selber Tor zum Endstand.

“Auf der Strafbank gewinnt man kein Spiel. Wir haben uns dumme Fouls geleistet, Selb hat die Strafen aber auch clever herausgeholt”, erklärte Josef Hefner, der sich aber auch über eine Tatsache freute: “Bei fünf gegen fünf haben wir gut mitgespielt.” Mit seinen beiden Torhütern, die am Freitag nicht den sichersten Eindruck hinterließen, wollte Hefner nicht zu hart ins Gericht gehen – vielmehr aber mit den Abwehrspielern: “Wir haben dem Gegner vor dem Tor zu viel Platz gelassen. Da müssen die Verteidiger abräumen.”

Blue Devils Weiden – Schweinfurt Mighty Dogs 4:1 (3:0, 1:1, 0:0)

Andrasovský zeigt Klasse
Dreifacher Torschütze beim 4:1-Erfolg der Blue Devils gegen Schweinfurt

Weiden. (gb) Die Blue Devils haben am Sonntag die ersten drei Oberliga-Punkte eingefahren. Im Aufsteigerduell besiegten die Weidener vor knapp 1500 Zuschauern den letztjährigen Bayernliga-Meister ERV Schweinfurt mit 4:1 (3:0, 1:1, 0:0). Der Slowake Dusan Andrasovský zeigte seine Klasse und stellte im ersten Drittel mit drei Toren die Weichen frühzeitig auf Sieg.
“Ich freue mich über den ersten Oberliga-Sieg und ich freue mich für Dusan, der sehr mannschaftsdienlich spielt und immer alles gibt. Seine drei schönen Tore haben uns heute sehr geholfen”, sagte Josef Hefner nach dem Match. Dabei verriet der Weidener Trainer auch, dass der slowakische Neuzugang seit zwei Wochen angeschlagen spielt. Wegen einer Rippenverletzung sei deshalb auch der Einsatz von Andrasovský am Dienstag (19 Uhr) im Heimspiel gegen den EC Peiting offen. “Er selbst will spielen, aber vielleicht ist es besser, die Verletzung auszukurieren”, erklärte Josef Hefner.

Der Weidener Coach durfte aber nicht nur mit Dusan Andrasovský, sondern mit seiner gesamten Mannschaft zufrieden sein. “Wir waren über 60 Minuten gut drauf und nach der Führung sind wir vor allem defensiv gut gestanden”, freute sich Hefner. Sein einziger Kritikpunkt war die geringe Torausbeute: “Wir haben ständig Druck auf den Gegner ausgeübt, aber zu wenig auf das Tor.”

Für den Schweinfurter Trainer Viktor Proskouriakov kam die Niederlage an seiner früheren Wirkungsstätte nicht überraschend. “Wir haben momentan viele Verletzte. Weiden hat besonders im ersten Drittel sehr gut gespielt. Dass es nach dem 0:3 schwer ist, noch einmal zurückzukommen, ist logisch”, sagte der Russe, der betonte, dass es für ihn immer schön sei, in Weiden zu Gast zu sein.

Die Blue Devils waren in der Neuauflage des letztjährigen Bayernliga-Finales zunächst klar überlegen. Sie hatten die Mighty Dogs im ersten Drittel im Griff und übten permanent Druck aus. Die Höhepunkte waren natürlich die drei super Treffer von Dusan Andrasovský. Beim 1:0 in der 9. Minute profitierte der Slowake von der klasse Vorarbeit von Marcel Waldowsky, er musste die Scheibe nur noch ins leere Tor schieben. Das 2:0 (17./Überzahl) und das 3:0 (19.) waren überragende Einzelaktionen des langjährigen Extraliga-Spielers.

Auch im zweiten Abschnitt gingen beide Teams hohes Tempo, wobei die Blue Devils nun etwas defensiver agierten. Schweinfurt kam zur einen oder anderen Chance, doch Daniel Huber im Weidener Kasten präsentierte sich im Gegensatz zum Derby in Selb diesmal in gewohnter Form. Das 4:0 (36.) ging auf das Konto der dritten Sturmreihe, als Torschütze zeichnete sich Michael Kirchberger aus. Das Schweinfurter Tor kurz vor Drittelende durch Alex Funk (39.) war nur ein Schönheitsfehler.

Die Blue Devils ließen sich auch im Schlussabschnitt nicht vom Erfolgsweg abbringen. Sie kontrollierten das Geschehen und hielten die Gäste weitgehend vom eigenen Kasten fern. In der Offensive fehlte allerdings die letzte Konsequenz, sonst wäre der erste Oberliga-Sieg deutlich höher ausgefallen.

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