Niederlage in Erding, Unentschieden gegen Bayreuth zum Finale der Vorbereitung

Lesen Sie hier die aktuellen Spielberichte des vergangenen Wochenendes von Rudi Gebert (Der neue Tag).

Erding Gladiators – Blue Devils 5:2 (2:0, 1:2, 2:0)

Entscheidung im letzten Drittel
Blue Devils ziehen am Freitag bei Ligakonkurrent TSV Erding mit 2:5 den Kürzeren

Erding. (gb) Die Blue Devils hielten am Freitagabend das Vorbereitungsspiel beim TSV Erding bis ins Schlussdrittel hinein offen, über die gesamten 60 Minuten konnten sie den Ausfall von fünf Stammkräften aber nicht kompensieren. Am Ende zogen die Weidener beim Ligakonkurrenten mit 2:5 (0:2, 2:1, 0:2) den Kürzeren.
Trainer Josef Hefner musste im vorletzten Testspiel auf Roman Göldner, Thomas Mittermeier, Marcel Wal-dowsky, Jakub Faschingbauer (alle verletzt) und den beruflich verhinderten Johannes Schmid verzichten. Zudem ging Kapitän Florian Zellner angeschlagen ins Spiel. Hefner hatte den Kader mit den drei Juniorenspielern Kirill Groz, Steffen Markl und Lukas Stolz aufgefüllt, wobei aber nur Groz und Stolz ein paar Eiszeiten bekamen.

“Wir sind schwer ins Spiel reingekommen”, beschrieb Hefner das erste Drittel, in dem die Erdinger leichte Vorteile hatten. Die Gastgeber spielten körperbetonter als die Weidener und waren im Abschluss konsequenter. Die 2:0-Führung für die “Gladiators” durch die Tore von Dominik Ochmann (11. Minute) und den Kanadier Ryan Martens (14.) ging in Ordnung. Die Blue Devils spielten zwar gefällig mit, ließen aber in den meisten Aktionen den richtigen Zug zum Tor vermissen.

Nach der durchwachsenen Leistung in den ersten 20 Minuten durfte sich Hefner nach Wiederbeginn über eine deutliche Steigerung freuen. “Im zweiten Drittel waren wir richtig gut”, sagte der Coach, “lediglich mit der Chancenverwertung war ich nicht zufrieden.” Nach dem Anschlusstreffer von Thomas Schreier (22.) waren die Weidener am Drücker, vergaben aber eine Reihe bester Möglichkeiten zum Ausgleich.

Jubeln durften dann wieder die Gastgeber: Bei einem schnellen Gegenangriff konnte Simon Bogner einen Erdinger Stürmer nur mit einem Foul stoppen. Sebastian Lachner trat zum fälligen Penalty an und ließ dem guten Devils-Goalie Oliver Engmann keine Abwehrchance (34.). Die Oberpfälzer gaben sich aber noch nicht geschlagen und verkürzten durch Anton Pertl auf 2:3 (37.).

Das war’s aber mit Weidener Toren an diesem Abend und spätestens nach dem 4:2 durch Daniel Krzizok (44.) war die Luft raus. “Da hat mir die Einstellung nicht gefallen, da gab es kein richtiges Aufbäumen”, kritisierte Hefner. Die Partie wurde nun hektisch und auch etwas ruppig, es häuften sich die Strafen auf beiden Seiten. Bei Weiden musste Christoph Schönberger eine Woche nach seiner Spieldauerdisziplinarstrafe in Bayreuth erneut vorzeitig unter die Dusche. In doppelter Überzahl sorgte Ryan Martens in der 59. Minute mit dem 5:2 für die endgültige Entscheidung.

Blue Devils – Bayreuth Tigers 2:2 (1:0, 0:2, 1:0)

Generalprobe nur halb geglückt
Blue Devils im letzten Testspiel 2:2 gegen Bayreuth – Musial gleicht kurz vor Schluss aus

Weiden. (gb) Fünf Tage vor dem Saisonstart in der Oberliga Süd mit dem Derby bei den Selber Wölfen ist den Blue Devils die Generalprobe nur halb geglückt. Im letzten Testspiel kamen die Weidener am Sonntag vor heimischer Kulisse gegen Bayernligist Bayreuth Tigers nicht über ein 2:2 (1:0, 0:2, 1:0) hinaus.

Trainer Josef Hefner musste auch am Sonntag auf vier Stammkräfte verzichten. Besonders hart traf es die Weidener Defensive, in der neben den verletzten Thomas Mittermeier und Roman Göldner auch Boris Flamik (private Gründe) fehlte. Ab Mitte des zweiten Drittels fiel dann auch noch Christoph Schönberger aus. Im Angriff stand der verletzte Jakub Faschingbauer nicht zur Verfügung.

Führung durch Köbele

Dennoch lief es im Rückspiel gegen die Tigers, das erste Match hatte Bayreuth mit 3:1 gewonnen, zunächst gut für die Blue Devils. “Das erste Drittel war o. k.”, meinte Hefner nach der Partie. Eine der wenigen Tormöglichkeiten nutzte Felix Köbele in der 9. Minute zum 1:0.

Im zweiten Abschnitt schlichen sich auf Weidener Seite viele Fehler ein, wobei Hefner besonders mit seinen Verteidigern hart ins Gericht ging. “Sie haben ihre Positionen nicht gehalten und wollten oft zu kompliziert spielen”, sagte der Coach, der in dieser Hinsicht in Zukunft mehr Disziplin fordert. Die Bayreuther, die am Freitag nach Deggendorf (4:1), Selb (7:3) und Weiden (3:1) mit dem EV Regensburg (5:4) den vierten Oberligisten bezwungen hatten, kamen immer stärker auf. “Bayreuth könnte locker in der Oberliga mitspielen”, lobte Hefner den Nachbarrivalen aus Oberfranken.

Die 2:1-Führung der Gäste durch die Tore des Ex-Weideners Michael Fendt (24.) und Christopher Kasten (31.) ging zu diesem Zeitpunkt in Ordnung. Dann war das Match für Abwehrspieler Christoph Schönberger beendet, der nach einem Schlagschuss den Puck an den Fuß bekam.

Im Schlussdrittel versuchten die Blue Devils noch einmal alles, um die zweite Niederlage gegen den Bayernligisten zu vermeiden. “Natürlich wollte ich gegen Bayreuth nicht verlieren”, begründete Hefner seine Maßnahme, in der letzten Viertelstunde auf zwei Reihen umzustellen.

Damit entwickelten die Gastgeber mehr Druck und Bayreuth produzierte innerhalb von zwei Minuten vier Strafzeiten. Im Powerplay traf David Musial – aus ungewohnter Position – mit einem Schlagschuss von der blauen Linie zum 2:2 (56.). Mehr verhinderte die schwache Chancenverwertung. “Daran müssen wir arbeiten, und vor allem viel mehr schießen”, sagte Hefner.

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