Niederlage im Kellerduell – 4:7 in Deggendorf

MusialBlue Devils verlieren in Deggendorf mit 4:7 – Nach 20 Minuten schon 0:4 zurück

Deggendorf. (gb) Der Aufwärtstrend der Blue Devils wurde am Sonntagabend jäh gestoppt. Nach zwei Siegen in Folge zogen die Weidener im Kellerduell bei Deggendorf Fire mit 4:7 (0:4, 2:1, 2:2) den Kürzeren. Entscheidend für die Niederlage war das total verschlafene Anfangsdrittel.

Er wolle nicht nach einer Entschuldigung für den Fehlstart suchen, sagte Devils-Trainer Victor Proskuryakov, doch die lange Eröffnungsfeier – vor der Partie wurde das neue Stadiondach eingeweiht – sei nicht optimal gewesen. “Die Spieler standen auf dem Eis und sind kalt geworden”, sagte der Russe.

Tor nach 59 Sekunden

Als das Match mit 20-minütiger Verspätung endlich begann, wurden die Blue Devils sofort kalt erwischt. Nach 59 Sekunden brachte Manuel Wiederer die Deggendorfer mit 1:0 in Führung. Und die vor dieser Partie punktgleichen Niederbayern legten nach. Jeweils im Powerplay erhöhten Stefan Ortolf (6.) und Dominik Retzer (13.) auf 3:0. Damit nicht genug: Drei Sekunden vor Ende des ersten Drittels traf Andrew Schembri sogar noch zum 4:0. “Da waren unglückliche Gegentore dabei, abgefälschte Schüsse”, berichtete Proskuryakov, für den zu diesem Zeitpunkt klar war, dass dieser Rückstand sehr schwer aufzuholen sei.

Doch seine Mannschaft gab nicht auf und versuchte alles, um das Blatt noch zu wenden. Weiden agierte nun wesentlich aggressiver und setzte die Deggendorfer unter Druck. Der Lohn waren die beiden Tore von Dusan Andrasovsky (26.) und Florian Domke (30./Überzahl). Die Weidener waren wieder dran und hatten weitere Möglichkeiten. “Im Vergleich zum Spiel am Freitag gegen Bad Tölz haben wir aber zu kompliziert gespielt”, erklärte der Coach. Zudem fehlte bei Pfosten- und Lattenschüssen auch das nötige Glück. Und dann leisteten sich die Weidener im Powerplay einen Aufbaufehler, den Deggendorf mit dem 5:2 durch Stefan Ortolf (36.) bestrafte. “Das war bitter und vielleicht auch spielentscheidend”, sagte Proskuryakov.

Als der frühere Weidener Ortolf mit seinem dritten Treffer auf 6:2 (46.) erhöhte, schien die Entscheidung gefallen zu sein. Doch die Blue Devils gaben sich immer noch nicht geschlagen und nur eine Minute später keimte nach dem Tor von Max Grassi wieder Hoffnung auf. Noch mehr, als Jakub Faschingbauer in Überzahl auf 4:6 verkürzte (56.). Damit war aber die Aufholjagd beendet. Victor Pros-kuryakov riskierte zwar noch einmal alles und nahm den gut haltenden Keeper Oliver Engmann vom Eis. Zwölf Sekunden vor Schluss machte Christian Retzer mit seinem “empty-net-goal” den 7:4-Endstand perfekt.

Bei den Blue Devils feierte am Sonntag David Musial nach seiner Knieverletzung sein Comeback. Der Routinier stürmte mit Marcel Wal-dowsky und Felix Köbele im dritten Block. “Er hat noch etwas Trainingsrückstand, aber seine Leistung war o.k. Er hatte auch Pech mit einem Pfostenschuss”, sagte der Devils-Trainer, der ein Sonderlob an den wie am Freitag überragend auftretenden Verteidiger Barry Noe verteilte: “Er hat sehr gut gespielt.”

Quelle: Rudi Gebert, Der neue Tag.

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