Mit Kampf zu wichtigen Punkten – Blue Devils besiegen Klostersee 5:4

Andrasovský trifft drei Mal – Goalie Huber überragend

Weiden. (gb) Dank einer hervorragenden kämpferischen Leistung, aber auch mit viel Glück, haben die Blue Devils am Freitagabend drei wichtige Punkte im Kampf um die Play-off-Teilnahme eingefahren. Gegen den EHC Klostersee feierten die Weidener einen 5:4 (2:1, 2:2, 1:1)-Erfolg und verdrängten den spielfreien EV Füssen von Platz acht.

“Diese drei Punkte sind sehr, sehr wichtig”, freute sich Devils-Coach Josef Hefner. “Wir haben heute spielerisch nicht viel gezeigt, aber über 60 Minuten verbissen gekämpft und sind dafür belohnt worden.” Gästetrainer Doug Irwin war aufgrund des Spielverlaufs natürlich enttäuscht: “Es war ein enges Spiel. Wir haben viel Druck gemacht, aber zu wenig Tore geschossen. Der Torwart war heute der Unterschied, Daniel Huber war der Matchwinner für Weiden.” Neben Huber setzte bei den Devils ein weiterer Akteur entscheidende Akzente – der dreifache Torschütze Dusan Andrasovský.

0:1 nach 32 Sekunden

Die Devils waren noch nicht richtig auf dem Eis, da lagen sie schon mit 0:1 zurück. Nach 32 Sekunden sorgte der groß aufspielende Topskorer Michael Dorr für die Gästeführung. Klostersee blieb am Drücker, Daniel Huber verhinderte einen höheren Rückstand. “Er ist für uns sehr wichtig. In dieser frühen Phase hat er uns im Spiel gehalten”, lobte Hefner seinen Goalie. Mit der ersten gelungenen Offensivaktion besorgte Dusan Andrasovský das 1:1 (4.). Nach dem Ausgleich kam Weiden besser ins Spiel, die Fehlerquote in der Defensive blieb aber unverändert hoch. Immer wieder musste Daniel Huber in höchster Not retten. Auf der Gegenseite ließen die Devils eine 5:3-Überzahl – 81 Sekunden lang – ungenutzt. Die 2:1-Führung nach 20 Minuten hatten die Gastgeber einem schlimmen Patzer von Martin Morczinietz zu verdanken. Der EHC-Keeper spielte Dusan Andrasovský die Scheibe genau auf den Schläger und der Slowake nahm das Geschenk gerne an.

Andrasovský zeigt Klasse

In der Drittelpause wurde Jiri Ryzuk zum Röntgen ins Klinikum gebracht, der Verteidiger hatte einen Schlagschuss abbekommen. Der zunächst befürchtete Unterarmbruch stellte sich aber zum Glück nur als Prellung heraus. Auch zu Beginn des zweiten Abschnitts dominierten die Grafinger, doch Daniel Huber hielt die Führung bis zur 27. Minute fest, dann schlug erneut Michael Dorr zu. Aber die Blue Devils machten am Freitag zum richtigen Zeitpunkt ihre Tore. 31 Sekunden nach dem Ausgleich besorgte Marcel Waldowsky die erneute Führung, die Dusan Andrasovský in Unterzahl sogar auf 4:2 ausbaute (31.). Bei diesem Treffer zeigte der Slowake seine ganze Klasse. Doch Klostersee spielte weiter schnell nach vorne und Dominik Quinlan stellte nach einem schönen Solo den Anschluss her (38.).

Im Schlussdrittel stellte Josef Hefner seine erste und dritte Sturmreihe um. Als Markus Eberhardt das 4:4 (45.) markierte, schienen den Blue Devils die Felle davonzuschwimmen. Doch der Paradeblock schlug noch einmal zu: Im Powerplay erzielte David Musial das 5:4 (50.).

Abwehrschlacht

Die restlichen zehn Minuten wurden zu einer Abwehrschlacht, doch Daniel Huber und seine Vorderleute retteten mit Glück und Geschick den wichtigen Sieg über die Zeit.

Quelle: Rudi Gebert, Der neue Tag.

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