Lockerer Derbysieg für Bayreuth

Devils Bayreuth Bild GebertChancenlose Blue Devils unterliegen den Tigers mit 0:3 – Jetzt auch Barry Noe verletzt

Weiden. (gb) Der Wille war zwar da, doch eine reelle Siegchance hatten die Blue Devils im Derby gegen die Bayreuth Tigers zu keiner Phase. Den Gästen reichte dabei der Schongang, um zu einem lockeren 3:0 (1:0, 1:0, 1:0)-Erfolg zu kommen.

Dass die Niederlage der stark ersatzgeschwächten und spielerisch einmal mehr enttäuschenden Weidener nicht höher ausfiel, lag daran, dass zumindest die Defensive diesmal einigermaßen stand und Goalie Oliver Engmann einen guten Tag erwischt hatte. Zudem taten die Gäste nicht mehr als nötig und ließen dadurch in vielen Situationen den nötigen Zug zum Tor vermissen. Auf Weidener Seite waren gelungene Offensivaktionen und gefährliche Torchancen an den Fingern einer Hand abzuzählen.

“Mehr war heute leider nicht drin”, sagte Devils-Trainer Victor Proskuryakov, der neben Stammkeeper Daniel Huber weiterhin auch auf die Topscorer Dusan Andrasovsky und Marcel Waldowsky verzichten musste. Benjamin Frank war nach seiner Sperre wieder dabei, dafür fehlte Verteidiger-Kollege Johannes Schmid wegen Adduktorenproblemen. Im ersten Drittel reihte sich dann auch noch Barry Noe in die Verletztenliste ein. Der Abwehrspieler schied mit einer Adduktorenverletzung aus.

Zudem seien Oliver Engmann und Max Grassi angeschlagen ins Spiel gegangen, wie Proskuryakov in der Pressekonferenz sagte. “Durch die vielen Ausfälle hatten wir zu wenig Kraft im Spiel nach vorne. Deshalb haben wir in erster Linie versucht zu verteidigen und Bayreuth das Leben schwer zu machen”, suchte der Devils-Coach nach Erklärungen. Sein Bayreuther Kollege Sergej Wassmiller brachte es auf den Punkt: “Wir waren heute in allen Belangen besser und haben große Teile des Spiels kontrolliert. Der einzige Vorwurf an meine Mannschaft ist, dass sie zu wenig Tore gemacht hat.”

Es gab schon bessere Derbys zwischen den Blue Devils und den Tigers als das am Sonntag in der Hans-Schröpf-Arena. Zu überlegen waren die Gäste in einer an Höhepunkten insgesamt sehr armen Partie. In jedem Drittel reichte den Gästen ein Treffer, um einen ungefährdeten Sieg zu landen. Das 1:0 erzielte Ivan Kolozvary in der 17. Minute in Überzahl, den zweiten Treffer markierte der Ex-Weidener Michal Bartosch (30.) nach einem schnellen Konter und den Schlusspunkt setzte mit Sebastian Wolsch ein weiterer Ex-Devil. Er traf 14 Sekunden vor der Schlusssirene mit einem “empty-net-goal” zum 3:0. Auf der Gegenseite verbrachte Tigers-Keeper Julian Bädermann einen geruhsamen Abend, denn richtig gefährlich wurden die Blue Devils nur ganz selten. Dabei entsprangen die wenigen guten Aktionen mehr dem Zufall als gelungenen Kombinationen.

Nach der inzwischen schon wieder fünften Niederlage in Folge hängt jetzt auch wieder die Rote Laterne in Weiden. Es kann also nur besser werden, denn tiefer geht es nicht mehr.

Quelle Text und Bild: Rudi Gebert, Der neue Tag.

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