Kirchberger entscheidet Kellerduell

Blue Devils gewinnen bei Schlusslicht ERV Schweinfurt mit 3:2 nach Verlängerung

Schweinfurt. (gb) Die Blue Devils haben auch das vierte Kellerduell gegen den ERV Schweinfurt für sich entschieden. Am Freitag gewann der Tabellenvorletzte aus der Oberpfalz beim Schlusslicht mit 3:2 (0:0, 1:2, 1:0, 1:0) nach Verlängerung. Das Golden Goal für die Weidener erzielte Michael Kirchberger in der 64. Minute.

“Ich glaube, wenn man das ganze Spiel betrachtet, haben wir verdient gewonnen”, sagte Peter Hampl nach dem Match. “Es war nicht einfach, denn Schweinfurt hat zwei sehr gute Sturmreihen. Aber meine Mannschaft hat heute gekämpft und gerackert”, so der Devils-Coach weiter, der beiden Teams trotz des Tabellenstandes teilweise gutes Eishockey attestierte.

Bei den Blue Devils herrschte am Freitagabend Verteidiger-Notstand. Dass Florian Domke, Johannes Schmid und Lukas Salinger fehlen, war bekannt, doch dann musste kurzfristig auch noch Barry Noe wegen Rückenproblemen passen. Somit standen nur noch vier Abwehrspieler zur Verfügung. Peter Hampl beorderte Florian Zellner als fünften Mann in die Defensive. Für den Kapitän war diese Rolle kein Neuland, bereits in der vergangenen Saison hatte er mehrfach in der Abwehr aushelfen müssen. “Auch wenn er lange nicht mehr hinten gespielt hat, hat er seine Sache sehr gut gemacht”, gab es Lob vom Trainer.

Die Position des Kapitäns im dritten Sturm übernahm Juniorenspieler Kirill Groz. Das erste Drittel verlief weitgehend ausgeglichen mit leichten Vorteilen für die Blue Devils. Gefährliche Szenen vor beiden Toren blieben aber Mangelware, die beiden Goalies – Martin Fous (Schweinfurt) und Daniel Huber (Weiden) – hatten zunächst nicht viel zu tun. Die Gäste bekamen drei Überzahl-Möglichkeiten, doch jeweils kurz nach der Hinausstellung eines Schweinfurters musste auch ein Weidener in die Kühlbox und der Vorteil war dahin.

Devils brandgefährlich

Im zweiten Abschnitt war es dann mit der Torflaute vorbei. Zunächst durften die Gastgeber jubeln, als Simon Knaup in der 25. Minute das 1:0 erzielte. Die Blue Devils waren immer dann brandgefährlich, wenn die erste Sturmreihe mit Dusan Andrasovsky, Max Grassi und Jakub Faschingbauer auf dem Eis war. Nach einer Kombination des Paradeblocks markierte Andrasovsky den Ausgleich (31.). Während die Weidener weitere Möglichkeiten versiebten, gelang Schweinfurt durch Dmitrij Litesov im Powerplay die erneute Führung (35.).

Im Schlussdrittel setzten die Gäste alles daran, den Ausgleich zu erzielen. Sie mussten aber ständig vor den gefährlichen Kontern der Mighty Dogs auf der Hut sein. Fünf Minuten vor Schluss war es erneut der erste Weidener Block, der ins Schwarze traf – diesmal war Faschingbauer der Torschütze. Damit ging es in die Verlängerung, in der Michael Kirchberger den Blue Devils mit seinem Treffer in der 64. Minute den Zusatzpunkt sicherte.

Quelle: Rudi Gebert, Der neue Tag.

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar