K.-o.-Schlag in der Schlussminute

Blue Devils verlieren 3:4 gegen Klostersee – Paderhuber trifft 47 Sekunden vor dem Ende

Weiden. (gb) Es ist wie verhext bei den Blue Devils: Am Sonntag war im Heimspiel gegen den EHC Klostersee zumindest ein Punkt greifbar nahe, doch 47 Sekunden vor der Schlusssirene versetzte Andreas Paderhuber den Weidenern den K.-o.-Schlag. Die 3:4 (0:1, 2:2, 1:1)-Niederlage gegen die Grafinger war die achte Pleite in Folge.

“Wir brauchen endlich wieder mal ein bisschen Glück”, sagte Devils-Trainer Josef Hefner nach der vierten Heimniederlage hintereinander mit jeweils einem Tor Unterschied. Er sei nicht enttäuscht von der Leistung seiner Mannschaft, die alles gegeben habe. “Sie wollte gewinnen, das hat jeder gesehen”, erklärte Hefner, der trotz der anhaltenden Negativserie überzeugt ist, “dass wir wieder zur alten Form kommen”.

Lob vom Gästetrainer

Lob, für das sich die Weidener aber nichts kaufen können, gab es von Gästetrainer Doug Irwin. “Weiden hat momentan eine schlechte Phase, ist aber keine schlechte Mannschaft. Ich bin froh über die drei Punkte, wir waren heute nach einem harten Kampf die glücklichere Mannschaft.”

Glück oder Pech alleine waren aber nicht die einzigen Faktoren, die das Match entschieden haben. Kämpferisch ist den Devils nichts vorzuwerfen, doch sie leisteten sich wieder einmal individuelle Fehler, die eben in der Oberliga gnadenlos bestraft werden. Zudem gab es erneut gravierende Defizite im Spielaufbau und in der Offensive ging eigentlich nur von der Reihe mit David Musial, Marcel Waldowsky und Dusan Andrasovský richtig Gefahr aus.

Die Partie begann mit Vorteilen für die Gäste, die in der 7. Minute nach einem Fehler von Roman Göldner durch Patrick Cullen in Führung gingen. “Die Weidener waren anfangs etwas nervös, da hätten wir noch ein, zwei Tore machen können”, meinte Doug Irwin in der Pressekonferenz. Josef Hefner reagierte auf Göldners Fauxpas und ließ den Verteidiger fortan auf der Bank. “In der Abwehr haben wir jetzt Alternativen. Kevin Schmitt zum Beispiel hat ein ordentliches Spiel gemacht”, begründete der Devils-Coach diese Maßnahme. Gegen Ende des ersten Abschnitts wurde Weiden stärker, vergab aber einige gute Möglichkeiten. Neben der Chancenverwertung war am Sonntag das Powerplay das große Manko. Selbst in doppelter Überzahl – gut eineinhalb Minuten – gelang der Ausgleich nicht.

Musial trifft zum 2:2

Nach Wiederbeginn kassierten die Weidener zwei Strafzeiten. Die erste wurde unbeschadet überstanden, bei der zweiten markierte Max Kaltenhauser das 2:0 für die Grafinger (24.). Die Devils gaben aber nicht auf und kämpften sich ins Match zurück. Mit einer Einzelleistung verkürzte Dusan Andrasovský auf 1:2 (27.). Danach ließen die Blau-Weißen erneut eine 5:3-Überzahl ungenutzt verstreichen. Erst als Klostersee wieder komplett war, erzielte David Musial den Ausgleich (35.). Weiden wollte jetzt mehr, lief aber nach einem Scheibenverlust in der neutralen Zone in einen Konter, den Andreas Farny zum 3:2 für die Gäste abschloss (39.).

Im Schlussdrittel versuchten die Devils gegen die defensiv eingestellten und auf Konter lauernden Gäste alles, um das Blatt noch zu wenden. Und nach dem Treffer von Marcel Waldowsky zum 3:3 (55.) war zumindest ein Teilerfolg möglich. Doch es sollte nicht sein: 47 Sekunden vor der Schlusssirene machte Andreas Paderhuber den glücklichen Sieg für die Grafinger perfekt.

Quelle: Rudi Gebert, Der neue Tag.
Foto: Tobias Neubert.

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