Jugend verliert zweimal gegen Spitzenreiter Peiting

Jugend-Bayernliga, 04.01.2013
EV Weiden – EC Peiting 0:11 (0:7, 0:1, 0:3)

Sechs Schülerspieler und sechs Jugendspieler ließ der EV Weiden gegen den übermächtigen Tabellenführer aus Peiting antreten, die anderen Jugendspieler waren mit den Junioren im Einsatz. Unter diesen Umständen war das Team von Anfang an auf verlorenem Posten. Am Sieg der Peitinger gab es zu keiner Zeit auch nur den leisesten Zweifel.

Trotzdem zogen sich die Spieler dieses Not-Teams gar nicht so schlecht aus der Affäre, denn ansonsten hätte es auch noch schlimmer kommen können. Vor allem für die Schülerspieler war dies eine gute Lehrstunde in Sachen Defensivspiel.

Nach dem das erste Drittel mit 0:7 mehr als deutlich endete und die Jungs etwas überfahren wurden, stellten sich die Weidener dann zusehends besser auf die kombinationssicheren Gäste ein und so mußten sie im zweiten Drittel lediglich nur noch ein Gegentor hinnehmen. Auch im Schlußdrittel gab mit mit 0:3 einen achtbaren Gegner ab und beendete damit ein Spiel, bei dem man zwar chancenlos war, bei dem die Weidener aber auch anerkennenswert kämpften und das beste aus dieser Situation machten. Erwähnen muß man dabei auch, daß das Spielniveau dieser Peitinger Mannschaft außergewöhnlich hoch ist und schon jetzt gutes Bundesliganiveau darstellt, in welche die Gäste nach dieser Saison erst aufsteigen werden.

Jugend-Bayernliga, 05.01.2013
EV Weiden – EC Peiting 2:3 (0:1, 2:0, 0:2)

Das zweite Spiel zwischen diesen beiden Mannschaften konnten die Weidener mit ihrem kompletten Kader an Jugendspielern durchführen, lediglich verstärkt durch den Schülerspieler Reber Sebastian. Und schon sahen die Kräfteverhältnisse deutlich anders aus, als noch am Vorabend. Die Hausherren waren sich der Schwere der Aufgabe bewußt und entsprechend engagiert und konzentriert gingen Sie zu Werke. Das Team machte sein bestes Saisonspiel und wäre sogar fast als Sieger vom Eis gegangen, wenn Peiting nicht Sekunden vor Spielende einen unglücklichen Penalty zugesprochen bekommen hätte, der dann zum Siegtor für den Spitzenreiter führte.

Im ersten Drittel konzentrierten sich die Weidener primär darauf, einen Gegentreffer zu verhindern, was fast gelungen wäre, lediglich in der 11. Spielminute war Peiting einmal vor dem Tor erfolgreich. Die Defensive der Hausherren stand sehr gut und jeder erfüllte seine Aufgabe, wie man es schon lange nicht mehr gesehen hatte. Auch im zweiten Drittel sah man sich immer wieder gefährlichen Angriffen ausgesetzt, aber die Jungs hielten die Peitinger immer wieder geschickt vom Tor weg, so daß diese zu keinem weiteren Treffer kamen. In der 30. Spielminute war es dann Philipp Siller, der einem Peitinger Verteidiger die Scheibe abringen konnte, alleine auf das Tor zufuhr und dem Torhüter keine Chance ließ, der Ausgleich war geschafft. Aber damit noch nicht genug, in der 34. Minute wurde der selbe Spieler klug von hinten angespielt und erzielte per Break mit einer absoluten Dublette des ersten Tores den umjubelten Führungstreffer zum 2:1. Übrigens, bei beiden Toren waren die Assistgeber jeweils Lena Köhler und Christoph Rogenz (auch in dieser Reihenfolge).

Die Frage war nun, ob die Weidener im Schlußdrittel den greifbaren Sieg gegen den Tabellenführer über die Zeit bringen können. Konnten sie leider nicht, denn Peiting erzielte in der 56. Minute den Ausgleich zum 2:2. Die Schlußphase wurde dann sehr dramatisch, denn beim allerletzten Angriff in der 60. Minute sahen die Schiedsrichter bei einer Eins gegen Eins-Situation ein Foul eines Weideners. Folglich gaben sie Penalty, den die Gäste zum 2:3 Siegtreffer verwandeln konnten.
Dies war ein bitteres Ende für aufopferungsvoll kämpfende und sehr gut spielende Weidener Jungs, die Enttäuschung war auf deren Seite groß. Aber man muß auch anerkennen, daß dies – am gesamten Spielverlauf gemessen – für die Gäste durchaus verdient war, weil sie mehr Feldüberlegenheit hatten und mehr klare Torchancen für sich verbuchen konnten.
Für Weiden ist das Ergebnis letztendlich zweitrangig, denn in der Bayernliga wird die Mannschaft mit dem Aufstieg nichts mehr zu tun haben und das war ja auch nicht die Erwartung an den Landesligaufsteiger der letzten Saison. Die Jugendmannschaft belegt nach 20 Saisonspielen einen erstklassigen dritten Tabellenplatz, damit kann und muß man mehr als zufrieden sein.

Tore u. Assists: Philipp Siller (2/0), Lena Köhler (0/2), Christoph Rogenz (0/2)

Geschrieben von Thomas Siller

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