Interview mit Neuzugang Bastian Niedermeier

Weiden. Am 5. Dezember wurde sein Vertrag in Pfaffenhofen aufgelöst und nur eine Woche später hatte er schon einen neuen Verein. Bastian Niedermeier tritt ab 1. Januar die Nachfolge von Christian Hamberger an, der die Blue Devils aus beruflichen Gründen verlassen wird. Pressesprecher Thomas Gajewski sprach mit dem neuen Goalie über die Gründe für seinen Abschied aus Pfaffenhofen, seine Ziele für die neue Saison und das Wechselspiel mit Oliver Engmann.

Bastian, schildere uns doch bitte aus Deiner Sicht, wie Dein Wechsel nach Weiden zustande gekommen ist.
Niedermeier: Der Christian Meiler und ich, wir kennen uns schon ungefähr seit 1986, als wir noch im Nachwuchs gegeneinander gespielt haben, auch im Seniorenbereich haben wir gegeneinander gespielt und wir waren auch zusammen beim Lehrgang für den Trainerschein. Und wenn man sich so lange kennt, dann weiß man schon, wie der andere tickt. Pfaffenhofen war für mich im Sommer mehr eine „Notlösung“, weil ich weiter Eishockey spielen wollte, aber schon am zweiten Spieltag, als wir hier in Weiden gespielt haben, habe ich zu Smiley gesagt, dass das eine Saison wird, in der ich unter Dauerbeschuss stehen werde und letztendlich war die Situation dort ziemlich schwer. Smiley hat mir damals schon gesagt, dass es sein kann, dass Christian Hamberger im Januar geht und seitdem habe ich das im Hinterkopf gehabt und nach Beginn der Wechselfrist habe ich mich bei Smiley gemeldet und er hat mir gesagt, dass der „Hambe“ wirklich gehen muss und dann waren wir uns schnell einig. Ich glaube, das macht für beide Seiten Sinn.

Wie würdest Du Deine bisherige Saison beim EC Pfaffenhofen kommentieren? Die war ja nicht so erfolgreich…
Niedermeier: Wie gesagt, ich war Regensburg gewohnt und bin dann nach Pfaffenhofen gegangen, um Spaß zu haben, auch um jedes Spiel im Tor zu stehen, weil im Grunde kein alternativer Torwart vorhanden war. Natürlich war schon das Ziel, dass man die Play-Offs schafft, auch wenn wir gewusst haben, dass es ganz, ganz eng wird. Aber die Bedingungen, die ich dort vorgefunden habe, habe ich am Anfang versucht hinzunehmen, wie sie sind, und trotzdem Spaß zu haben. Wenn man dann aber dauernd eine auf den Deckel kriegt, wird es mit der Zeit immer schwieriger, 100 Prozent zu geben, weil man vom Kopf her einfach nicht frei ist. Und wenn man nach 13 Jahren als Profi gewöhnt ist, ein professionelles Umfeld zu haben und dann zu der vielen Fahrerei auch noch der sportliche Erfolg ausbleibt, dann wird’s halt schwer.

Was hast Du Dir vorgenommen für die restliche Saison?
Niedermeier: Ich möchte einfach Spaß am Eishockey haben, so lange es geht. Und wenn man im Tor steht und Erfolg hat, macht es natürlich umso mehr Spaß. Ich will auch ein Leader in der Mannschaft sein, freue mich auf den Konkurrenzkampf mit Oliver Engmann, natürlich so, dass man sich immer in die Augen schauen kann. Wichtig ist, dass die Mannschaft erfolgreich ist. Ich will positiv sein und eine gute Zeit haben.

Du siehst also das Wechselspiel mit Olli Engmann unproblematisch?
Niedermeier: Ich habe das in Regensburg drei Jahre lang mit Jonas Leserer gehabt, von der Landesliga, über Bayernliga, bis zur Oberliga. Natürlich stehe ich bei jedem Spiel gern im Tor, aber wenn du am Freitag gut gespielt hast und weißt, dass am Sonntag der andere Torwart spielt und du am Samstag  den Kopf nicht nur beim Eishockey haben musst, kann das auch seine Vorteile haben. Wobei ich mich natürlich nicht freue, wenn ich mich auf die Bank setzen muss, aber ich hab kein Problem damit. Wenn der andere gut spielt, dann freut mich das.

Was weißt Du denn schon über den 1. EV Weiden und Deine neuen Mitspieler?
Niedermeier: Mit dem David Musial habe ich 1998 in Erding schon zusammengespielt, der ist eigentlich neben dem Smiley derjenige, den ich mit am längsten kenne. Ich bin damals gut mit ihm ausgekommen, er ist ein guter Scorer. Von Marcel Waldowsky weiß ich, dass er viele Tore schießt. In der Statistik habe ich gesehen, dass viele junge Spieler dabei sind, die den Sprung schaffen wollen und ich denke, dass das Sinn macht mit vielen Eigengewächsen zu spielen und die weiter auszubilden. Als ich mit Pfaffenhofen gegen Weiden gespielt habe, hatten die Blue Devils ein gutes Spiel, da hat viel funktioniert, von dem her glaube ich, dass wir eine ordentliche Mannschaft haben.

Danke, Basti, für das Interview und viel Erfolg bei den Blue Devils!

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