Hartes Programm an Fasching – Ortolf vor Comeback?

Jubel Ortolf SynowiecHammer-Wochenende für die Blue Devils: Die Weidener treffen auf das Spitzenduo der Oberliga Süd – EV Regensburg und EHC Bayreuth. Vor dem Derby-Doppelpack steht hinter dem Einsatz von zwei Stürmern ein Fragezeichen. Einer könnte ausfallen, der andere zurückkehren.

Weiden. (gb) „Wir gehen professionell und konzentriert an die beiden Aufgaben heran“, verspricht Markus Berwanger. „Aber natürlich sind wir der Außenseiter“, schätzt der Trainer der Blue Devils die Erfolgsaussichten realistisch ein. Am Freitag um 20 Uhr gastiert der Tabellenzweite Bayreuth Tigers in der Hans-Schröpf-Arena, am Sonntag (Beginn 18 Uhr) treten die Weidener beim bereits als Vorrunden-Meister feststehenden EV Regensburg an. 

Personell gibt es beim Tabellenachten noch Fragezeichen bei der Zusammensetzung der Angriffsreihen. Jakub Wiecki verletzte sich am Sonntag in Sonthofen kurz vor Schluss bei einem Sprint und klagt über Adduktorenprobleme. Während bei Wiecki Bangen angesagt ist, gibt es bei Stefan Ortolf Hoffnung auf ein Comeback. Der immer noch beste Weidener Torschütze (14 Treffer) ist nach seinem Innenbandriss im Knie – erlitten am 20. Dezember 2015 – jetzt die zweite Woche auf dem Eis. „Überraschenderweise trainiert er relativ normal. Er zieht sich auf jeden Fall mit um“, kündigte Berwanger an.

Entschieden hat sich der Coach, was die zweite Ausländerposition betrifft. Der Kanadier Jacob Laliberte spielt neben dem Tschechen Tomas Divisek und Marcel Waldowsky. „Die Reihe hat in Sonthofen gut gespielt“, begründet Berwanger. Der Slowake Lubomir Vaskovic muss erneut auf die Tribüne. Zwischen den Pfosten steht Fabian Hönkhaus, die Abwehrpärchen bleiben unverändert. Ob Florian Zellner mit auf der Bank sitzt, ist offen. Den Kapitän machte während der Woche ein eingeklemmter Nerv zu schaffen.

Gegen die Bayreuth Tigers haben die Blue Devils bisher eine positive Bilanz. Das erste Match in Bayreuth ging mit 1:4 verloren, doch dann feierten die Weidener zwei 4:2-Siege. „Nach Problemen im Dezember, die jede Mannschaft in einer langen Saison irgendwann hat, sind sie jetzt wieder bärenstark“, lobt Berwanger die Oberfranken: „Sie werden die Vorrunde zu 99 Prozent als Zweiter abschließen“, ist der Devils-Coach überzeugt. Nach nur einer Niederlage in den letzten zwölf Partien hat die Truppe von Trainer Sergej Waßmiller ein Polster von acht Punkten auf den Tabellendritten EC Peiting.

„Bei uns muss alles passen“, weiß Berwanger. Eine Aussage, die auf das Match am Sonntag in der Donau-Arena noch mehr zutrifft. Regensburg ist seiner Meinung nach „noch zwei Nummern größer“. Mit dem 25. Sieg in Folge sicherte sich die Mannschaft von Doug Irwin am vergangenen Sonntag in Bad Tölz vorzeitig die Vorrunden-Meisterschaft. Zwar ein Titel ohne Wert, der jedoch die optimale Ausgangsposition für die Playoffs bedeutet. Die Blue Devils mussten bisher drei Mal die Überlegenheit des Oberpfälzer Rivalen anerkennen, wobei sie dem Liga-Primus im ersten Heimspiel einen Punkt abtrotzten (3:4 nach Verlängerung). 1:7 und 4:9 hießen die weiteren Ergebnisse.

Devils-Aufgebot: Hönkhaus, Huber – Herbst,Wolsch, Willaschek, Ketterer, Nägele, Schreier, Salinger, F. Zellner (?) – Siller, Jirik, Wiecki (?), Laliberte, Divisek, Waldowsky, Kirchberger, Holzmann, Schopper, Ortolf (?)

Quelle: Rudi Gebert, Der neue Tag vom 5.2.16.

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