Hampl denkt von Spiel zu Spiel

Peter Hampl leitet das Training der Blue DevilsInterimstrainer der Blue Devils will Selbstvertrauen aufbauen – Viele Einzelgespräche

Weiden. (gb) An Play-offs oder Play-downs verschwendet Peter Hampl 14 Partien vor Ende der Vorrunde in der Oberliga Süd keinen Gedanken. “Wir denken von Spiel zu Spiel und schauen, was dabei herauskommt”, sagt der Interimstrainer der Blue Devils, der am Dienstag die Nachfolge von Victor Proskuryakov angetreten hat.

Hampl will sich in der momentanen Situation – die Blue Devils sind Elfter, 16 Punkte hinter dem letzten Play-off-Rang – nicht auf eine Platzierung nach der Vorrunde versteifen. Vielmehr sei wichtig, den Druck von den Spielern zu nehmen und Selbstvertrauen aufzubauen. “Die Spieler müssen die Köpfe freibekommen.” Dies zu schaffen, bezeichnet der 45-jährige Deutsch-Tscheche als seine erste wichtige Aufgabe. Er werde viele Einzelgespräche führen, kündigte Hampl vor der zweiten Trainingseinheit mit der Mannschaft am Mittwochabend an.

Seit 2010 in Weiden

Hampl, der jetzt die vierte Saison im Nachwuchs des 1. EV Weiden tätig ist, habe nicht mit dieser Entwicklung gerechnet. “Ich war schon überrascht, doch ich habe gesagt, wenn der Verein Hilfe braucht, dann helfe ich.” Die neue Aufgabe sei für ihn eine Herausforderung, weil er noch nie im Erwachsenen-Eishockey gearbeitet habe. Bevor Hampl 2010 in die Oberpfalz kam, war der B-Lizenz-Trainer beim HC Eppan in Südtirol, HC Banik Sokolov, HC Energie Karlsbad sowie in Höchstadt und Deggendorf als Nachwuchstrainer tätig. Beim 1. EV Weiden wird er weiterhin auch die U-16- und U-18-Teams trainieren, für die Betreuung bei den Spielen wird der Verein aber eine Ersatzlösung finden müssen.

Von seiner neuen Mannschaft muss sich Hampl erst noch ein Bild machen. Er habe heuer nur einige Spiele gesehen, weil er oft mit seinen Nachwuchsteams unterwegs war. Deshalb wolle er auch die Arbeit seines Vorgängers nicht bewerten. “Jeder Trainer hat seine eigenen Vorstellungen”, sagt Hampl, der jetzt selbst den richtigen Weg finden muss, um das Ziel Klassenerhalt zu erreichen. Egal, ob direkt über Platz acht oder über den Umweg Abstiegsrunde.

Ob Hampl für den Rest der Saison noch mit neuem Personal rechnen kann, ist derzeit offen. “Wir sind natürlich weiter auf der Suche nach einem Ersatz für David Musial, aber Leistungsträger sind schwer zu finden”, erklärte Vorsitzender Thomas Siller am Mittwoch. Ergänzungsspieler seien genügend auf dem Markt, doch “diese Positionen sollen unsere jungen Spieler einnehmen”.

Bleibt Kosarek?

Zur Torwart-Frage wollte sich Siller nach der neuerlichen Verletzung von Stammkeeper Daniel Huber (siehe Kasten) noch nicht konkret äußern. In den nächsten Tagen sei mit einer Entscheidung zu rechnen, ob der bis Mitte Januar befristete Vertrag mit Rostislav Kosarek verlängert oder ein neuer Torhüter gesucht werde.

Quelle Text und Bild: Rudi Gebert, Der neue Tag.

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