Große Schwächen im Abschluss – 1:5 in Füssen

Waldowsky gegen Füssen 2Blue Devils verlieren am Sonntag beim EV Füssen mit 1:5 – Im Powerplay nicht effektiv

Füssen. (gb) Immer wenn bei den Blue Devils in dieser Saison Hoffnung auf die Wende aufkeimt, folgt prompt der Rückschlag. Nach der guten Leistung am Freitag beim Heimsieg gegen Peiting (6:5 nach Penaltyschießen) zogen die Weidener am Sonntag beim EV Füssen mit 1:5 (1:2, 0:1, 0:2) den Kürzeren.

Bei der dritten Niederlage (zuvor 3:5 und 2:6) im dritten Vergleich mit den Allgäuern scheiterten die Blue Devils in erster Linie an ihrer Abschlussschwäche. Zudem fehlte im Powerplay die Effektivität: Während die Weidener zahlreiche Überzahlmöglichkeiten ungenutzt ließen und mit einem Mann mehr sogar einen Gegentreffer kassierten, traf Füssen in Überzahl zwei Mal ins Schwarze.

Trainer Victor Proskuryakov, der neben den verletzten Daniel Huber und Barry Noe kurzfristig auch auf den erkrankten Jakub Faschingbauer verzichten musste, war nach dem Match verärgert und sprach von einer ganz bitteren Niederlage. “Latte, Pfosten, vorbei – ich glaube, wir haben auswärts noch nie so viele Chancen gehabt wie heute. Nach dem zweiten Drittel müssen eigentlich wir führen, doch Füssen war einfach viel konsequenter im Abschluss”, sagte der Russe, der aber nicht nur in der Offensive große Defizite sah.

Bereits 103 Gegentore

Hinten passieren nach wie vor teils anfängerhafte Fehler, inzwischen haben die Blue Devils in 23 Spielen 103 Gegentreffer kassiert. Keine Schuld an der Niederlage gibt Proskuryakov Goalie Oliver Engmann, der erneut den Vorzug vor Rostislav Kosarek erhalten hatte. “Oliver hat eine solide Leistung gezeigt”, sagte der Coach, der als Grund für die Nichtberücksichtigung des Neuzugangs dessen Trainingsrückstand nannte.

Nach dem Ausfall von Faschingbauer stürmte Dominik Schopper an der Seite der beiden Kanadier Max Grassi und Mark Soares. Die anderen beiden Angriffsreihen blieben gegenüber dem Match gegen Peiting unverändert. In der Abwehr standen nur fünf Verteidiger zur Verfügung.

Bei Füssen fehlte der gesperrte Verteidiger John Gordon, doch die Allgäuer steckten diesen Ausfall weg. Als Marco Pronath die erste Strafzeit absaß, gingen die Gastgeber in der 5. Minute durch Dominik Meisinger in Führung. Drei Minuten später legte die Mannschaft von Trainer Marcus Bleicher das 2:0 nach – Torschütze war Eric Nadeau. Die Weidener spielten munter mit und hatten Möglichkeiten, doch jubeln durften sie nur einmal, als Daniel Willaschek den Anschlusstreffer markierte (14.).

5:3-Überzahl nicht genutzt

Zu Beginn des zweiten Abschnitts konnten die Oberpfälzer eine 5:3- Überzahl nicht nutzen. Als dann auf der Gegenseite Kevin Schmitt in der Kühlbox saß, dauerte es nur zwölf Sekunden bis Dominik Meisinger auf 3:1 erhöhte (28.). Trotz weiterer guter Möglichkeiten gelang den Blue Devils in der Offensive nichts und mit zunehmender Spieldauer machte sich Resignation breit. Sascha Golts (43.) und Björn Friedl (58./Unterzahl) erhöhten noch auf 5:1.

Quelle: Rudi Gebert, Der neue Tag.

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