Grausame letzte zehn Minuten – 3:7-Niederlage in Bayreuth

Huber BayreuthBlue Devils spielen beim Derby in Bayreuth gut mit, verlieren aber noch mit 3:7

Bayreuth. (mr/gb) Die Blue Devils Weiden sind auch am Freitagabend beim Derby in Bayreuth am Ende böse ausgerutscht. Sie unterlagen den Gastgebern mit 3:7 und kassierten die sechste Niederlage im achten Spiel in der Oberliga Süd. Dabei hatten die Oberpfälzer mehr als zwei Drittel gut mitgehalten. “Wir haben bis etwa zur 50. Minute gut gespielt”, bilanzierte Trainer Victor Proskuryakov.

Ausgerechnet ein Ex-Weidener brach den Widerstand der Gäste. Als Andreas Geigenmüller nach 49 Minuten das 4:3 für die Gastgeber machte, brach das Devils-Team auseinander. “Dabei hatten wir durch Grassi vor diesem Tor selbst die Chance in Führung zu gehen”, haderte der Trainer mit der Situation. Der Kandier hatte drei Bayreuther ausgespielt, aber das leere Tor nicht getroffen. Die Oberfranken spazierten nach ihrem Führungstor durch die Weidener Reihen und legten noch drei Tore nach. So spiegelte das Endergebnis den Spielverlauf nicht wider.

Es war vor gut 2600 Zuschauern kein spielerisch starkes Derby, der Kampf stand im Vordergrund und da hielten die Weidener durchaus dagegen. Auch die von Trainer Victor Proskuryakov angekündigten Umstellungen erwiesen sich lange Zeit als gutes Rezept und schienen die Wende bringen zu können. So zeigte Verteidiger Barry Noe, dass er auch anders kann. In der Sturmreihe sorgte er zusammen mit Max Grassi und Dusan Andrasovsky für einige gefährliche Aktionen vor dem Bayreuther Gehäuse. Knackpunkt der Partie war erneut das Powerplay-Spiel der Weidener: “Das haben wir nicht gut gemacht”, kritisierte der Trainer nachher. Selbst in doppelter Überzahl gelang kein Treffer.

Der Spielbeginn war für die Weidener wie eine Fortsetzung der Pleite von Peiting vom vergangenen Wochenende. Die Weidener waren nur körperlich auf dem Eis. Die Gastgeber auch geistig. Sie legten schnell zwei Tore vor und hätten noch nachlegen können. Devils Goalie Daniel Huber hatte jede Menge Arbeit. Eher zufällig fiel nach zehn Minuten das Anschlusstor von Max Grassi. Und nach einem Superpass aus der Abwehr lief Dusan Andrasovsky nur 120 Sekunden später alleine auf das Bayreuther Gehäuse zu und versenkte den Puck sicher zum 2:2 im Netz.

Anders als zu Beginn der Partie präsentierten sich die Devils anfangs des zweiten Drittels hellwach. Und da allen voran Andrasovsky. Ein Solo durch das ganze Bayreuther Drittel schloss er mit einem Pass auf Grassi ab, der die Gäste erstmals in Führung brachte. Die Weidener überstanden danach zwei Unterzahlspiele, leisteten sich aber gerade bei einer Überzahl einen eklatanten Fehler, den die Bayreuther durch Dennis Thielsch zum 3:3 (34.) nutzten.

Zu Beginn des letzten Drittels hatten die Oberpfälzer ein spielerisches Übergewicht. Die Bayreuther fanden kaum Rezepte, um gefährlich vors Gästetor zu gelangen. Ein Treffer der Weidener lag in der Luft, doch nach 49 Minuten jubelten die Gastgeber. Andreas Geigenmüller hatte zum 4:3 getroffen. Danach kassierten die Weidener Strafzeit um Strafzeit und auch Treffer um Treffer. Zu allem Überfluss wurde auch noch Benjamin Frank von Dennis Thielsch verletzt. “Er hat irgendetwas an der Leiste, ich hoffe, er ist am Sonntag dabei”, sagte Proskuryakov. Dann gastiert der EV Regensburg um 18.30 Uhr zum nächsten Derby.

Das Spiel am Freitag war für Frank damit vorzeitig beendet. Auch seine Teamkollegen hatten kurz vor Schluss aufgegeben.

Quelle Text: Rudi Gebert, Der neue Tag.
Quelle Bild: Tobias Neubert Photography.

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