Für Miikka Jäske die “German-Mama”

Angelika Schönig. Bild: Gebert.Weiden. (gb) Beim Eishockey ist es genauso wie in jeder Sportart: Die Spieler auf dem Eis stehen im Blickpunkt, die unzähligen fleißigen Helfer werden von der Öffentlichkeit kaum beachtet. Beim 1. EV Weiden zum Beispiel sind etwa 100 Ehrenamtliche – Ordner, Zeitnehmer usw. – nötig, um ein Oberliga-Match der Blue Devils reibungslos über die Bühne zu bringen.

Eine dieser unverzichtbaren Personen ist Angelika Schönig, die seit 2001 ehrenamtlich für den Verein tätig ist. “Wir sind circa 30 Zeitnehmer”, sagt die 58-Jährige, die bei den Spielen der “Ersten” selbst am Regiepult sitzt und im Nachwuchs für die Einteilung verantwortlich ist.

Frau Schönig, was ist Ihr Aufgabengebiet und wie sind Sie eigentlich zum Eishockey gekommen?

Angelika Schönig: Das war 2001 durch meine älteste Tochter, die damals bei der Zeitnahme ausgeholfen hat. Mit Nachwuchsspielen ist es zunächst langsam angelaufen, seit 2004 bin ich bei den Spielen der ersten Mannschaft im Einsatz. 2004 habe ich auch die Leitung der Zeitnahme für den Nachwuchs übernommen. Bei den Spielen der ersten Mannschaft bin ich seit 2010 auch für die Betreuung der Schiedsrichter zuständig – vor dem Spiel, in den Pausen und nach dem Spiel.

Bei wie vielen Spielen waren Sie schon Zeitnehmerin?

Schönig: Das ist schwierig, hier eine genaue Zahl zu nennen. Bei der ersten Mannschaft seit 2004 fast bei jedem Heimspiel. Im Nachwuchs beschränkt sich meine Arbeit nicht nur auf die Einteilung. Wenn Not am Mann ist, springe ich selbst mit ein.

In den vielen Jahren haben Sie sicherlich viele positive und negative Erfahrungen gemacht …

Schönig: Negativ war da eigentlich gar nichts. Positiv ist vor allem das super Verhältnis mit den Trainern und Betreuern im Nachwuchs zu erwähnen. Ein tolles Erlebnis ist es auch immer wieder, wenn die Kleinen freundlich auf mich zugehen. In den vielen Jahren sind zudem etliche Freundschaften entstanden, die ich nicht missen will. Auch zu ehemaligen Spielern wie zum Beispiel Miikka Jäske. Er gratuliert mir immer zum Geburtstag, schreibt zu Weihnachten und bezeichnet mich heute noch als seine “German-Mama”.

Sind Sie nach der langen Zeit immer noch motiviert? Wie lange kann der 1. EV Weiden noch auf Ihre ehrenamtliche Arbeit bauen?

Schönig: Ich bin immer noch voll motiviert. So lange ich es noch machen kann, und so lange die mich wollen, mache ich weiter.

 

Quelle Text und Bild: Rudi Gebert, Der neue Tag.

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