Fehler und kein Glück – Blue Devils verlieren Oberpfalzderby

Die Euphorie nach dem Sechs-Punkte-Wochenende ist verflogen – diesmal steht bei den Blue Devils die Null. Nach dem 0:6 am Freitag in Bad Tölz verloren die Weidener am Sonntag auch das Oberpfalzderby gegen den EV Regensburg. Spielentscheidend war ein ganz schwaches zweites Drittel.

“Ich bin mit der Leistung zufrieden. Es war ein enges, hartumkämpftes, tolles Derby”, sagte Trainer Markus Berwanger nach der unglücklichen 3:4 (1:1, 0:2, 2:1)-Niederlage der Blue Devils im Oberpfalzderby gegen den EV Regensburg. 40 Minuten waren die Weidener die bessere Mannschaft, doch am Ende standen sie mit leeren Händen da, weil sie im zweiten Abschnitt völlig von der Rolle waren. “Da war Regensburg klar besser. Wir haben die Geduld und unser System verloren und uns bei den beiden Gegentoren individuelle Fehler geleistet”, erklärte Berwanger.

Sein Regensburger Kollege Doug Irwin war nur mit den zweiten 20 Minuten seiner Mannschaft zufrieden. “Da haben wir sehr gutes Eishockey gespielt, schnell und aggressiv.” Über das erste und dritte Drittel war der Coach des Tabellendritten sehr verärgert: “Im ersten waren wir nicht voll dabei, im dritten undiszipliniert. Mit so viel Strafen ist es eigentlich schwer, zu gewinnen. Am Schluss hatten wir schon sehr viel Glück.”

Bei den Blue Devils fehlten der gesperrte Marko Babic, die verletzten Thomas Schreier und Michael Kirchberger sowie Lukas Zellner, der am Wochenende drei Mal bei der Jugend im Einsatz war. Dafür waren die Förderlizenzspieler Patrik-Oliver Rypar und Lucas Fröhlich von den Bayreuth Tigers dabei. Rypar stürmte im ersten Block neben Ales Jirik und Martin Heinisch, Fröhlich in der dritten Reihe zusammen mit Philipp Siller und Marco Pronath.

Die Blue Devils erwischten einen guten Start und gingen schon nach vier Minuten durch Matt Abercrombie in Führung. Weitere Chancen blieben ungenutzt und statt 2:0 stand es plötzlich 1:1. Goalie Philip Lehr, der nicht an die Top-Leistung vom letzten Heimspiel gegen Selb herankam, konnte im Torraum die Scheibe nicht sichern und Nick Endress stocherte den Puck über die Linie (8.). Die Weidener steckten aber den Ausgleich weg und bestimmten weiter das Spiel. Trotz Möglichkeiten gelang kein Tor, auch nicht bei drei Überzahlspielen. “Das 1:1 nach dem ersten Drittel war schmeichelhaft für Regensburg. Allerdings war unser Powerplay heute nicht gut”, gab Coach Berwanger zu.

Der zweite Abschnitt war aus Weidener Sicht zum Vergessen. Die Gäste zogen das Tempo an und die Blue Devils konnten sich nur noch selten aus der eigenen Zone befreien. Dazu kamen Fehler, die Marco Habermann (25.) und Nikolas Gajovsky (29.) zu zwei Toren nutzten. Erst Ende des Drittels kamen die Devils wieder etwas besser ins Spiel, in dieser Phase hatte Martin Heinisch (35.) Pech mit einem Pfostenschuss.

Im Schlussdrittel zeigten die Devils Moral und drängten die Gäste zurück. Zwei Mal gelang der Anschlusstreffer – zum 2:3 durch David Hajek (42./Überzahl) und zum 3:4 durch Matt Abercrombie (55.). Neben dem fehlenden Glück und den Schwächen in den vielen Überzahlspielen war aber auch die Cleverness ein entscheidender Faktor. Beim Stand von 2:3 musste der Regensburger Marco Habermann wegen eines Stockstichs vorzeitig vom Eis. Während dieser Fünfminutenstrafe leistete sich Marius Nägele ein unnötiges Foul und bei vier gegen vier machte Benedikt Böhm (48.) das 4:2.

Am nächsten Wochenende treffen die weiter auf Rang sechs liegenden Blue Devils auf die beiden Kandidaten im Kampf um Platz vier. Am Freitag treten sie beim Fünften Deggendorfer SC an, am Sonntag gastiert der Vierte EC Peiting in Weiden.

Quelle: Der Neue Tag, Rudi Gebert

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