EVW: Aufstieg nicht um jeden Preis

Deutscher Eishockey-Bund (DEB) fordert Stellungnahme der Bayernliga-Halbfinalisten zum Thema Oberliga-Aufstieg

Weiden. Die Vorgabe ist klar: Die Oberliga soll in der kommenden Saison mit mehr Vereinen als in dieser Spielzeit (derzeit neun) an den Start gehen. Darüber sind sich die Oberliga-Vereine und der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) einig. Deshalb wird beiden Teilnehmern des Bayernliga-Finales ein Aufstiegsrecht in die Oberliga eingeräumt, aus dem Südwesten soll der EHC Freiburg den Gang in die Oberliga antreten.

Seitens des DEB werden von den Bayernliga-Halbfinalisten nun Stellungnahmen erwartet, ob sich die Vereine einen Aufstieg in die dritthöchste deutsche Spielklasse vorstellen können – also auch vom 1. EV Weiden. „Wir haben dem DEB unsere grundsätzliche Bereitschaft zum Oberliga-Aufstieg signalisiert“, teilte der EV-Vorstand mit, „aber nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen.“ So stellt der 1. EV Weiden die Bedingung, dass mindestens elf Vereine die Oberliga 2012/2013 bilden. „Außerdem muss das Ganze für uns finanziell darstellbar und vernünftig realisierbar sein“, schränken die Vorsitzenden ein: „Finanzielles Harakiri wird es für uns nicht geben.“ So werden – die sportliche Qualifikation vorausgesetzt – zunächst ausführliche Gespräche mit bestehenden und potenziellen neuen Sponsoren vonnöten sein. „Wir brauchen in der Oberliga pro Saison Mehraufwendungen im höheren fünfstelligen Bereich im Vergleich zur Bayernliga.“ Ein großer Betrag, der keineswegs leicht aufzubringen sei. Allein mit eventuellen erhöhten Zuschauereinnahmen, trotz der Derbys gegen Regensburg und Selb, sei eine Saison in der Oberliga nicht zu finanzieren: „Wir sind auf Unterstützung aus der Wirtschaft angewiesen.“

Zumal selbst in der Bayernliga eine „schwarze Null“ größte Anstrengungen erfordert. „Die Einnahmen aus dem Sponsoring sind in den letzten Jahren leider stark zurückgegangen“, heißt es aus dem Führungsgremium, das sich aber nicht vom eingeschlagenen Weg abbringen lassen will: „Unser Fokus liegt auf einer professionellen Nachwuchsarbeit. Der Erfolg gibt uns Recht, aber die Kosten sind immens.“

Die Vorstandschaft erinnerte außerdem daran, dass der 1. EV Weiden erst vor wenigen Monaten einen außergerichtlichen Vergleich realisieren und damit eine Insolvenz verhindern konnte. „Wir sind mit der Prämisse angetreten, vernünftig zu wirtschaften und daran werden wir uns halten“, so die Vereinschefs.

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