EV-Jugend verpasst Bayernliga-Aufstieg knapp – Schüler verlieren – Knaben werden Meister

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Jugend-Landesliga: 1. EV Weiden – ERC Ingolstadt 6:6 (2:2 , 3:1, 1:3)

EV-Jugend verpasst Aufstieg um Haaresbreite

Dieses vorentscheidende Spiel für den Aufstieg in die Bayernliga fand vor der schier unglaublichen Kulisse von ca. 500 Zuschauern statt!


Beide Teams begannen zunächst etwas verkrampft, vermutlich die Folge der enormen Bedeutung dieses Spiels und der großen Zuschauerzahl. So vergingen neun Minuten, bis das erste Tor der Begegnung fiel. Dies erzielte der EV Weiden durch Dominik Schopper, der im Slot stand und eine Hereingabe von Kirill Groz in das obere Toreck beförderte. Die Antwort der Ingolstädter kam aber prompt in der 12. Minute zum Ausgleich. In der Folge wurde nun das Spiel besser und vor allem schneller. Den nächsten Treffer zur 2:1 Führung erzielten wieder die Hausherren, wobei sich bei diesem Tor Verteidiger Lukas Salinger mit einer Energieleistung vom eigenen Tor bis ins gegnerische Drittel spielte und dort mit einem knallharten Schuß aus 10 Metern ins untere Toreck traf, ein klasse Treffer, zu dem die Amerikaner wohl von „Coast to Coast“ sprechen.


Wiederum drei Minuten später gelang der Gastmannschaft abermals der Ausgleich zum 2:2, ebenso durch einen Weitschuß. Mit diesem Spielstand ging es in die erste Drittelpause.

Das zweite Drittel war gerade mal 35 Sekunden alt, da spielte Lukas Salinger einen weiten Diagonalpaß auf Dominik Schopper, dieser nahm die Scheibe an, zog bis vors Tor und überwand den Torhüter aus spitzem Winkel abermals, zur 3:2 Führung. In der 26. Spielminute mußte ein Gästespieler mit einer Spieldauerstrafe vom Eis, was Weiden zu einer 5-minütigen Überzahl verhalf. Während diesem Powerplay gelang den Weidenern leider nur ein Tor, was aber wiederum ein bemerkenswerter Treffer war, denn Philipp Siller zog im vollen Lauf an der blauen Linie ab und die Scheibe schlug im rechten oberen Tordreieck dermaßen hart ein, daß der Torhüter der Gäste hier keinerlei Reaktion zeigte, es stand folglich 4:2. In der 30. Spielminute vollbrachte der Torhüter der Weidener, Sebastian Pauloweit, ein Glanztat, indem er einen unbedrängten Schlagschuß aus ca. 8 Metern entschärfte und die Scheibe sicher in der Fanghand hatte.
In der 31. Minute leistete sich Ingolstadt einen kapitalen Abwehrfehler, den Kirill Groz gar noch zum 5:2 nutzte, eigentlich eine komfortable Führung. Daraufhin stellt der Ingolstädter Trainer auf zwei Reihen um, was in der Folgezeit zu deutlich mehr Druck gegen das Weidener Tor führte. Kurz vor Drittelende fiel dann auch der Anschlußtreffer zum 5:3 für Ingolstadt.

Im Schlußdrittel sahen sich die Weidener weiterhin einem starken Druck vom Gegner ausgesetzt und man spürte, daß sie dieses Spiel noch lange nicht gewonnen haben. In der 41. Spielminute unterlief einem Weidener Stürmer ein Abspielfehler im gegnerischen Drittel, welcher Ingolstadt zu einem Break verhalt, den sie mit dem 5:4 abschlossen. In der Folge fehlte den Weidenern einfach etwas die Ordnung und vermutlich auch etwas die Kraft, so daß kam, was vorhersehbar war, der Gegner glich die Partie mit seinem 5. Treffer zum 5:5 aus. Anschließend fiel 10 Minuten lang kein Treffer, obwohl das Spiel hin und her wogte.
Dann folgten jedoch 3 äußerst dramatische Schlußminuten: zunächst faßte sich der Jungster im Team, Felix Schwarz (Jahrgang 97), ein Herz, spielte sich über rechts durch bis vor das gegnerische Tor und schob aus spitzem Winkel dem Torhüter die Scheibe zwischen die Beine ins Tor, zur abermaligen 6:5 Führung für Weiden. Ca. 100 Sekunden vor dem Spielende nahm nun Ingolstadt den Torhüter zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis. Nach Scheibenverlust fuhren die Weidener ein Break , bei dem Philipp Siller vor dem Tor stehend ein Zuspiel von rechts bekam. Just als er die Scheibe direkt ins Tor befördern wollte, warf sich ein Ingolstädter Spieler in diesen Schuß, die Scheibe traf ihm am Helm und von dort sprang diese zur Seite weg. Dieses Pech, bzw. aus gegnerischer Sicht Glück war nicht zu fassen.


Eine Minute vor Schluß wollte sich ein Ingolstädter Stürmer an der blauen Linie gegen zwei Verteidiger durchsetzen. Diese versperrten ihm eigentlich lediglich den Laufweg, was diesen von der Scheibe trennte, worin aber einer der Schiedsrichter eine strafbare Handlung sah und auf 2-Minutenstrafe wegen Haken entschied, nebenbei bemerkt die einzige Strafe für Weiden an diesem Abend. Sehr schade, diese äußerst fragwürdige Entscheidung, von den ansonsten sehr gut leitenden Schiedsrichtern. Die Gegner nahmen nun abermals den Torhüter vom Eis und konnten so in den letzten 74 Sekunden mit einer 4 gegen 6 Überzahl spielen. Alles oder nichts war die Devise der Gäste und sie hatten abermals Erfolg mit dieser Strategie. 21 Sekunden vor der Schlußsirene schoß ein Verteidiger von der blauen Linie in Richtung Weidener Tor, der Flachschuß wurde unglücklich abgefälscht und fand so den Weg ins Tor zum Ausgleich 6:6, was dann auch den Endstand bedeutete.
Ein unglaublich dramatisches Spiel war zu Ende, der Jubel auf Ingolstädter Seite groß und die Niedergeschlagenheit bei den Weidener Spielern um Trainer Peter Hampl konnte man bis auf die Tribünen spüren.

Wenn man nun unterstellt, daß beide Mannschaften ihre restlichen Spiele gewinnen werden, dann besteht zwischen beiden Punktgleichheit, bei einem deutlich besseren Torverhältnis für Weiden. Gemäß der Spielordnung wird die Entscheidung über Platz 1 und 2 jedoch über den direkten Vergleich beider Mannschaften fallen und da haben die Ingolstädter das bessere Ende für sich.

So endete ein Spiel, das aus Weidener Sicht mit viel Pech nur unentschieden gestaltet werden konnte, vor allem, wenn man die Chance zum Empty-Net-Goal berücksichtigt und wenn man sich vor Augen hält, daß man in dieser Partie zur Spielmitte bereits mit 5:2 in Führung lag. Aber man kann niemanden einen Vorwurf machen, es war eine geschlossene Mannschaftsleistung von allen Spielern.

Wenn man bedenkt, daß die Mannschaft nur mit wenigen Spielern des Jahrgangs 94 ausgestattet ist und während der gesamten Saison meist von vier bis fünf Schülerspielern (Jahrgang 96) verstärkt werden mußte, dann muß man vor den Jungs sowieso den berühmten Hut ziehen. Nun muß das Ziel der Mannschaft sein, die restlichen beiden Heimspiele noch zu gewinnen, um so die Saison dann auch wirklich punktgleich mit Ingolstadt auf dem ersten Platz beenden zu können. Eventuell ergibt sich dann ja im Sommer die Möglichkeit, als Nachrücker doch noch in die Bayernliga zu gelangen. Den Jungs, dem Trainer und den Verantwortlichen des Vereins wäre dies natürlich sehr recht und eine Belohnung, der seit ca. 3 Jahren ständig verbesserten Nachwuchsarbeit beim EV Weiden.

Tore und Assists: Dominik Schopper (2/0), Philipp Siller (1/1), Lukas Salinger (1/1), Kirill Groz (1/1),
Felix Schwarz (1/0)

Strafen: Weiden 2, Ingolstadt 8 + 5+20

Geschrieben von Thomas Siller.

Schüler-Bayernliga: 1. EV Weiden – EC Peiting 1:8

Klare Niederlage für die Schüler gegen Peiting

Die Schülermannschaft bestritt ihr letztes Spiel in dieser Saison gegen die starke Mannschaft aus Peiting, dem Tabellenzweiten. Man merkte den Weidenern an, dass die sprichwörtliche Luft raus war. Konnte man vor wenigen Tagen in Peiting bei einer 3:4 Niederlage noch ordentlich dagegen halten, so war an diesem letzten Spieltag der letzte Einsatz und Kampfgeist nicht mehr vorhanden.
Das erste Drittel konnte man noch relativ gut offen gestalten, was das Drittelergebnis von 0:0 auch wiederspiegelt. Im zweiten Drittel nahmen dann die Dinge ihren Lauf und die spielerisch sehr guten Peitinger stellten die Hausherren ein ums andere Mal vor Probleme. So fielen dann in regelmäßigen Abständen die Tore für die Gäste zu einem ungefährdeten Auswärtssieg. Dies unterstreicht auch die Tatsache, dass es bis sechs Minuten vor Ende dauerte, ehe Daniel Smazal das Ehrentor gelang.
Sicherlich machte sich auch die Tatsache als negativ bemerkbar, dass die Spieler des Jahrgangs 96 am Vorabend das enorm schwere und entscheidende Jugend-Spiel gegen Ingolstadt spielten und körperlich ausgepowert waren.

Wie auch immer, die Schülermannschaft des EV Weiden konnte diese Niederlage durchaus gut verschmerzen, hat man doch eine – letzten Endes – beeindruckende Saison gespielt. Man darf ja nicht vergessen, dass die Weidener als Aufsteiger in die höchste Schülerliga des BEV gestartet sind. Umso erstaunlicher ist es, dass sie die Saison nun unter 12 Mannschaften als stolzer Vierter beendet haben. Die Mannschaften von Platz 5 bis 12 hat man allesamt ziemlich klar beherrscht, lediglich gegen die Teams von Miesbach, Peiting und Memmingen musste man sich je zweimal geschlagen geben. Damit kann man beim EV Weiden durchaus gut leben und zudem stolz sein, auf die kontinuierliche Verbesserung des Niveaus im Nachwuchs.
Ein dickes Kompliment muss man am Ende vor allem auch dem Trainer der Mannschaft, Miro Klapac, machen, der mit der Mannschaft selten komplett trainieren konnte und auch oftmals nicht komplett spielen konnte, weil die Spieler des Jahrgangs 96 auch bei der Jungendmannschaft eingesetzt werden mussten und so oftmals ihrem Team bei Terminüberschneidungen fehlten. Wer weiß, was im anderen Fall noch alles möglich gewesen wäre…! An Miro einen herzlichen Dank für seine Geduld und das ständige Bemühen, die einzelnen Spieler in Training und Spiel weiter zu entwickeln, trotz nicht optimaler Bedingungen, wie vorher beschrieben. Der, in diesem Rahmen erreichte Erfolg, spricht für sein Können und die Qualität seiner Arbeit.

Tore und Assists: Daniel Smazal (1/0), Maxi Zierock (0/1), Robert Götz (0/1)

Geschrieben von Thomas Siller.

Knaben-Meldeklasse B1:

1. EV Weiden – EHF Passau 3:4
1. EV Weiden – EHC Klostersee 5:3

Knaben sichern sich Platz 1

Einen Spieltag vor Ende der Saison sicherten sich die Knaben des 1. EV Weiden den ersten Platz in ihrer Gruppe. Damit haben sie sich selbst für eine tolle Saison belohnt. Dass es am Ende noch einmal richtig spannend wurde lag daran, dass beim Spiel am Samstag, gegen den Tabellenletzten Passau fast auf die halbe Mannschaft verzichtet werden musste, die sich in Landshut bei einem Auswahlturnier des Bayerischen Eissportverbands befand. Die restliche Mannschaft kämpfte zwar wacker, aber letztendlich waren die Ausfälle nicht zu kompensieren und das Spiel wurde mit 3:4 verloren.
Nach der ersten Niederlage der Knaben in dieser Saison wurde das Spiel gegen den Tabellenzweiten aus Klostersee am darauf folgenden Tag entscheidend für den Ausgang der diesjährigen Meisterschaft. Bei einem Sieg der Oberbayern mit zwei Toren Unterschied wären diese auf den ersten Platz vorgerückt. Die Anspannung vor dem Spiel konnte man einigen Kindern deutlich anmerken.
Von Beginn an sahen die Zuschauer ein temporeiches und technisch gutes Knabenspiel. Die Young Blue Devils waren spielerisch leicht überlegen und Klostersee versuchte über Konter zum Erfolg zu kommen. Die Führung gelang aber den Weidnern in der 14. Spielminute, mit einem schön heraus gespielten Tor. Leider mussten sie kurz vor Drittelende, nach einem Gegenstoß der Grafinger, noch den Ausgleich hinnehmen.
Im Mitteldrittel legten dann wieder die Young Blue Devils vor und mit zwei schönen Toren zogen sie auf 3:1 davon. Danach waren wieder die Oberbayern dran und verkürzten in der 39. Spielminute auf 2:3. Doch fast im Gegenzug stellten die Weidner den alten Abstand wieder her und mit einer 4:2 Führung ging es auch in die letzte Drittelpause.
In der 43. Spielminute kamen die Grafinger zwar noch einmal auf 4:3 heran, aber schon drei Minuten später stellten die Young Blue Devils den alten Abstand wieder her. Damit war der Widerstand der Oberbayern gebrochen und die Weidner spielten die restliche Zeit kontrolliert herunter.
Insgesamt haben die Zuschauer wieder ein gutes Knabenspiel gesehen, dass aufgrund der Niederlage der Young Blue Devils am Vortag zu einem echten Duell um Platz eins wurde. Die Weidner Knaben führen nach diesem Sieg die Tabelle nun uneinholbar mit vier Punkten Vorsprung an. Im letzten Spiel dieser Saison treffen sie auf das neue Schlusslicht der Gruppe, die Selber Wölfe. Eine weitere Niederlage gegen einen Tabellenletzten soll es hier aber nicht geben, schließlich will die Mannschaft die Meisterschaft mit einem Sieg beenden um anschließend kräftig zu feiern.
Um den Stellenwert dieses ersten Platzes ein wenig einordnen zu können, muss man vielleicht die Gegner einmal näher betrachten. Mit Miesbach, Waldkraiburg und Dorfen zählten drei Nachwuchsteams von Bayernligamannschaften zu den Gegnern. Mit Klostersee, Selb, Erding und Passau vier von Oberligamannschaften und mit Straubing und Ingolstadt auch der Nachwuchs von zwei DEL-Teams.
Für diesen Erfolg haben die Mädels und Jungs auch hart gearbeitet. Die Eishockeysaison begann bereits letztes Jahr Anfang Mai. Drei Monate lang bereiteten sie sich viermal die Woche eineinhalb Stunden im Sommertraining auf diese Saison vor und seit Mitte August stehen sie bis zu viermal die Woche auf dem Eis um zu trainieren. Viele der Kinder verbringen schon bis zu zwei Wochen der Sommerferien in Trainingscamps und erstmals wurde in dieser Saison auch einmal in der Woche vor der Schule von 06:30 Uhr bis 7:15 Uhr trainiert. In der Saisonvorbereitung waren die Turnierteilnahme in Pribram, wo unter anderem auch Slavia Prag zu den Gegnern zählte, und vor allem der Sieg in Karlsbad die Höhepunkte. In den Weihnachtsferien nahm die Mannschaft am Skoda-Cup in Dresden teil und erreichte dort einen guten fünften Platz. Gegner waren dort neben einigen tschechischen Teams u. a. die Sachsenauswahl und die Mädchen U-15 Nationalmannschaft.
Das große Saisonhighlight steht der Mannschaft aber noch bevor. Vom Ostersamstag bis Ostermontag findet in Weiden wieder das Turnier „Rumble On Ice“ statt. Neben den „Preussen“ aus Berlin, kommen die Gegner aus Italien, Holland, Polen, Finnland und Tschechien.
Danach ist ein wenig Pause und am 7. Mai beginnt die Saison 2012/2013.

Für die Knaben der Young Blue Devils waren diese Saison im Einsatz:
Im Tor: Leon Götz, Lean-Maria Völkl und Julian Krös.
In der Verteidigung: Jonas Voigt, Simon Schwarz „C“, Magnus Enk „A“ und Jana-Kim Zierock
Im Sturm: Lukas Maier, Julian Meier, Paul Lindmeier, Hannah Heyder, Lukas Zellner „A“, Florian Lehner, Luca Kähne, Richard Baca, Andreas Höcht, Jason Horn, Marco Schönig, Tim Brunnhuber, Tim Schiemann und Maximilian Karl
Unsere Kleinschüler: Benedikt Enk, Aron Schwarz und Timo Hartung

Geschrieben von Andreas Voigt.

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