Erst Buchloe, dann das Derby

Blue Devils wollen mit Heimsieg weiteres Selbstvertrauen für das Match in Bayreuth tanken

Weiden. (gb) Josef Hefner hat vor den beiden Spielen am Wochenende klare Vorstellungen. Am Freitag (Beginn 20 Uhr) will der Coach der Blue Devils im Heimspiel gegen den ESV Buchloe den Einzug in die Zwischenrunde so gut wie perfekt machen. Und zwei Tage später (Sonntag, 18 Uhr) lautet sein Ziel, beim Derby in Bayreuth die bislang blütenweiße Heimweste der Oberfranken zu beschmutzen.Im Vorjahr mussten die Weidener bis zum vorletzten Spieltag um den Einzug in die Zwischenrunde bangen. Deshalb hatte Hefner vor der Saison gesagt, er wolle das erste Etappenziel diesmal “früher und vor allem stressfreier” erreichen. Und er ist mit seinem Team sechs Spiele vor Ende der Vorrunde auf dem besten Weg dorthin. “Wenn wir gegen Buchloe drei Punkte holen, dürfte nichts mehr passieren”, ist der Coach des Tabellenfünften (48 Punkte) überzeugt. Sollte nämlich zur selben Zeit Germering (36) bei Spitzenreiter ERC Sonthofen leer ausgehen, hätten die Devils vor den letzten fünf Partien 15 Zähler Vorsprung. Hefner sieht das Match gegen den Zehnten Buchloe (29) aber nicht als Selbstläufer an: “Sie haben noch eine kleine Chance auf Platz acht und werden mit Sicherheit alles versuchen.”

Mit der nötigen Konzentration sei aber ein Sieg machbar – es wäre der achte in Folge – und der würde das Selbstvertrauen vor dem Derby im Bayreuther “Tiger-Käfig” weiter stärken. Hefner weiß aber um die makellose Heimbilanz (33 Punkte in 11 Spielen) des Tabellenvierten, der sich zudem für die 0:5-Hinspielpleite Anfang November 2011 revanchieren will. Doch der Weidener Trainer gibt sich kämpferisch: “Ich bin zuversichtlich, dass wir die erste Mannschaft sind, die aus Bayreuth Punkte mit nach Hause nimmt.”

Seit Mitte der Woche hat bei den Tigers der 41-jährige Deutsch-Russe Sergej Waßmiller als Spielertrainer das Sagen. Der Routinier, der im Vorjahr noch für Oberligist VER Selb stürmte, stand zuletzt bei Landesligist ESC Haßfurt unter Vertrag. Besonders reizvoll ist das Derby wie immer durch die Tatsache, dass mit Torwart Julian Bädermann, den Verteidigern Michael Meixner und Marco Zimmermann sowie den Angreifern Florian Müller, Andreas Geigenmüller, Michal Bartosch und Patrick Schadt sieben ehemalige Weidener im Bayreuther Team stehen.

Personell hat Hefner alle Mann an Bord, an den zuletzt erfolgreichen Formationen will er nichts ändern. Erstmals im Aufgebot steht der neue Keeper Bastian Niedermeier, der Nachfolger von Christian Hamberger, der Weiden aus beruflichen Gründen verlassen hat. “Niedermeier ist ein erfahrener Goalie, aber er hat noch Trainingsrückstand”, sagt Hefner.

Aufgebot: Engmann, Niedermeier – Flamik, Domke, Schmidhuber, Schönberger, Schmid, Bogner, Schalamon – Zellner, Bartels, Köbele, Waldowsky, Musial, Schreier, Hampl, Kirchberger, Pronath

Quelle: Der Neue Tag, Rudi Gebert

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