Entscheidung verschoben – 3:1-Sieg in Regensburg

Zellner BartelsBlue Devils gewinnen 3:1 in Regensburg

Weiden.(af/gb) Na also, es geht doch: Die Blue Devils haben den ersten Matchball des EV Regensburg abgewehrt und dürfen weiter auf den Klassenerhalt hoffen. Die Mannschaft von Trainer Petr Hampl gewann am Dienstagabend nach einer starken kämpferischen Leistung mit 3:1 (0:0, 1:0, 2:1) in der Donauarena. Am Freitag kommt es damit zum vierten Spiel der Best-of-five-Abstiegsserie – diesmal wieder im Weidener Eisstadion.

Bei den Weidener Spielern und Verantwortlichen kannte der Jubel nach der Schlusssirene keine Grenzen. „Das war ein wahnsinniger Kampf von der ersten bis zur letzten Minute“, atmete Trainer Peter Hampl erleichtert auf. „Endlich hatten wir das nötige Glück, das man in solchen Spielen braucht.“ Thomas Siller wandte sich nach den vielen Tiefschlägen der letzten Wochen direkt an die Mannschaft. „Mein Dank gilt den Spielern, dass sie sich nicht aufgegeben haben“, erklärte der Vorsitzende und richtete sofort den Blick auf die Freitag-Partie: „Dieser Erfolg muss Selbstvertrauen geben. Vielleicht ist noch mehr drin.“ Auch Hampl wittert Morgenluft: „Jedes Spiel beginnt bei 0:0.“

Die Blue Devils mussten quasi mit einer „Notbesetzung“ zum „Alles-oder-nichts-Spiel“ antreten. Zwar bissen Max Grassi (Schulterverletzung) und Florian Bartels (Knieprobleme) auf die Zähne, jedoch fielen mit Jakub Faschingbauer, Marco Pronath und Barry Noe drei Stürmer und mit Lukas Salinger, Ralf Herbst und Kevin Schmitt die gleiche Anzahl an Defensivkräften aus. Hampl beorderte, aus der Not geboren, Angreifer Florian Zellner zurück in die Abwehr. Im Sturm setzte der Coach auf drei Reihen, wobei Dusan Andrasovsky, Max Grassi und Marcel Waldowsky die Top-Formation bildeten.

Von Beginn an waren die Gastgeber auf eine frühe Entscheidung aus. Sie dominierten in den ersten 15 Minuten klar, ohne allerdings zu durchdachten Kombinationen zu finden. Die Blue Devils hielten kämpferisch dagegen, kamen aber, außer bei einer Aktion von Andrasovsky (6.), so gut wie nicht vor das Regensburger Gehäuse. Ihre abwartende Spielweise gaben die Blau-Weißen erst in der Schlussphase des ersten Drittels auf. Zwei, drei Möglichkeiten ließen die Nordoberpfälzer allerdings liegen.

Auch im zweiten Abschnitt stand die zerfahrene Partie auf mäßigem Niveau. Der EV Regensburg hatte deutlich mehr Scheibenbesitz, aber was auf den Weidener Kasten kam, war eine sichere Beute von Daniel Huber. Der Weidener Torwart avancierte im weiteren Spielverlauf mit tollen Paraden zum überragenden Rückhalt seiner Mannschaft. Zu diesem Zeitpunkt überraschend fiel der Führungstreffer der Gäste: Nach einem groben Schnitzer der Regensburger Abwehr stand Dominik Schopper goldrichtig und erzielte aus kurzer Distanz das 0:1 (34.).

Der Gegentreffer zeigt bei den Domstädtern Wirkung, aber nur bis zu Beginn des letzten Drittels. Die Blue Devils gerieten nun mächtig unter Druck, standen aber in der Verteidigung über weite Strecken kompakt. Als Max Grassi auf der Strafbank saß, kassierte Weiden dann doch den Ausgleich. Tomas Schmidt nutzte die zahlenmäßige Überlegenheit seines Teams aus (57.).

Aber die Nordoberpfälzer zeigten Moral und holten zum Gegenschlag aus. Marcel Waldowsky probierte es auf eigene Faust und lochte zur erneuten Gästeführung ein (58.). Die Niederlage vor Augen nahm Regensburg den Torwart vom Eis. Ohne Erfolg. In der Schlusssekunde traf Max Grassi per Empty-net-Goal sogar noch zum 3:1.

Quelle: Rudi Gebert, Der neue Tag.

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