Entscheidende zwölf Sekunden – 3:6-Niederlage in Deggendorf

Domke HuberBlue Devils kassieren beim 3:6 in Deggendorf zwei Gegentore innerhalb kürzester Zeit

Deggendorf. (gb) Die Blue Devils warten auch nach 20 Spielen auf den ersten Auswärtsdreier in dieser Saison. Am Sonntagabend zogen die Weidener beim möglichen Play-down-Gegner Deggendorf Fire mit 3:6 (2:1, 1:3, 0:2) den Kürzeren.

Dabei spielten die Devils über weite Strecken gut mit und waren nach Aussage von Trainer Peter Hampl “mindestens gleichwertig”. Allerdings leisteten sie sich wieder einmal einen entscheidenden Aussetzer, als sie Ende des zweiten Drittels bei eigener 3:2-Führung innerhalb von zwölf Sekunden zwei Gegentore kassierten. “Das war der Knackpunkt. In der Phase davor hatten wir den Gegner hinten reingedrängt, aber vier hundertprozentige Chancen vergeben”, klagte Hampl nicht zum ersten Mal über die Abschlussschwäche.

Insgesamt sei es eine unglückliche Niederlage gewesen, meinte Hampl. “Uns klebt das Pech am Schläger, heute hatten wir drei Pfostenschüsse”, erklärte der Devils-Trainer, der eine Reihe von Ausfällen zu beklagen hatte. Neben den verletzten Thomas Schreier, Barry Noe und Philipp Siller sowie dem gesperrten Kevin Schmitt fehlten kurzfristig auch die erkrankten Ralf Herbst und Dominik Schopper. Nach überstandener Schulterverletzung wieder dabei war Verteidiger Florian Domke, dem Hampl eine “sehr gute Leistung” attestierte. Im Sturm hatte der Coach einen Wechsel vorgenommen. Michael Kirchberger übernahm die Center-Rolle im zweiten Block. “Er hat seine Sache hervorragend gemacht”, lobte Hampl den 24-Jährigen.

Deggendorf erwischte den besseren Start und ging durch Andrew Schembri schon in der 3. Minute in Führung. Die Niederbayern machten weiter Druck, doch die Blue Devils hielten dagegen. Marcel Waldowsky (5.) markierte den Ausgleich und Jakub Faschingbauer (9.) traf im ersten Powerplay zur Weidener Führung. In der 15. Minute wechselte Deggendorf den Torwart, Louis-Vincent Albrecht löste Sandro Agricola ab. Wenig später hatten die Weidener die zweite und zugleich letzte Überzahlchance in der fairen Partie.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts kassierte Benjamin Frank die erste von insgesamt nur drei Strafzeiten der Blue Devils. Drei Sekunden vor Ablauf erzielte Dominik Retzer (26.) den Ausgleich. Nach der erneuten Führung durch den Kanadier Max Grassi (37.) folgten die bereits erwähnten zwölf Sekunden, in denen Deggendorf das Match drehte. Andrew Schembri (39./Überzahl) und Martin Rehthaler (39.) waren die Torschützen für den Tabellenneunten.

Im Schlussdrittel versuchten die Weidener alles, um das Blatt noch zu wenden. Die Partie war bis zur 57. Minute offen, dann sorgte Simon Maier nach einem Konter für die Vorentscheidung. 21 Sekunden vor der Schlusssirene stellte Kamil Vavra mit einem “empty-net-goal” den 6:3- Endstand her.

Quelle: Rudi Gebert, Der neue Tag.

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