Ein Punkt fast wie ein Sieg

Weiden verliert in Regensburg 2:3 nach Verlängerung, hat aber Play-off-Einzug in eigener Hand

Regensburg. (gb) Die Blue Devils haben es seit Sonntag selbst in der Hand, den Einzug in die Play-offs zu schaffen. Die Weidener (8. Platz/50 Punkte/39 Spiele) verloren zwar das Oberpfalzderby beim EV Regensburg mit 2:3 (1:1, 1:1, 0:0, 0:1) nach Verlängerung, doch der eine Zähler kann im Zweikampf mit dem EV Füssen (9./46/38) Gold wert sein. Als Wermutstropfen bleibt jedoch die Spieldauerdisziplinarstrafe gegen David Musial, der damit im letzten Vorrundenspiel am Sonntag gegen den EC Bad Tölz gesperrt ist.

Dabei hätten die Weidener die Heimreise sogar mit drei Punkten antreten können. 20 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit bejubelten Spieler und Fans den vermeintlichen Siegtreffer durch Dusan Andrasovský. Hauptschiedsrichter Naust entschied sofort auf Tor, nahm aber nach langer Diskussion mit seinen Linienrichtern die Entscheidung zurück. Für Devils-Coach Josef Hefner völlig unverständlich: “Wenn er unsicher ist, muss er abwarten. Aber er hat sofort das Tor angezeigt.”

Flamik ins Krankenhaus

In der verbleibenden Zeit gab es eine unschöne Szene. Sechs Sekunden vor der Schlusssirene attackierte der Regensburger Marcel Brandt Devils-Verteidiger Boris Flamik in der Ecke. Der Slowake blieb regungslos liegen, musste mit der Trage vom Eis gebracht und ins Krankenhaus eingeliefert werden. Eine Diagnose gab es am Sonntagabend noch nicht. Brandt kassierte für diese Aktion eine Spieldauerdisziplinarstrafe. Als sich die Gemüter wieder beruhigt hatten, ging es in die Verlängerung – und hier sorgte der Regensburger Neuzugang Jiri Suchy für die Entscheidung.

Trotz der unglücklichen Niederlage war Josef Hefner mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden. “Regensburg ist zu Hause sehr stark, aber wir haben heute sehr gut dagegengehalten. Daniel Huber hat wieder großartig gehalten und die Verteidiger haben in der Slot-Zone sehr gut gearbeitet und den finalen Schuss nicht zugelassen.”

Der Devils-Trainer hatte bei der Aufstellung eine Änderung im dritten Block vorgenommen. Der Deutsch-Russe Alexander Andrusovich blieb auf der Bank, dafür stürmte Jakub Faschingbauer neben Michael Kirchberger und Thomas Gabler. Die Weidener hielten von Beginn an engagiert dagegen, standen in der Abwehr gut und sorgten auch in der Offensive immer wieder für Gefahr. In der 15. Minute brachte Marcel Waldows-ky den Außenseiter, der das erste Match in der Donau-Arena mit 3:9 verloren hatte, in Führung. Der Vorsprung hielt bis 45 Sekunden vor Drittelende, dann markierte Martin Piecha in Überzahl den Ausgleich.

Musial: Spieldauerstrafe

Auch das zweite Drittel verlief zunächst ausgeglichen – bis zur 27. Minute. Dann kassierte David Musial wegen hohen Stocks eine Fünfminuten- plus Spieldauerdisziplinarstrafe. “Es war keine Absicht, aber ich bin für meinen Schläger verantwortlich. Und wenn der Spieler blutet, gibt es eben diese Strafe”, sagte der Center des Weidener Paradeblocks. Die Weidener kämpften in Unterzahl bravourös und mussten nur ein Gegentor durch Mario Dörfler (29.) hinnehmen. Und exakt mit Ablauf der Strafzeit schloss Dusan Andrasovský ein Break zum 2:2 ab (32.). Josef Hefner stellte danach um: Thomas Gabler wechselte in den zweiten Block, seinen Part in der dritten Reihe übernahm Marco Pronath.

Im letzten Abschnitt hatten beide Teams einige Male die Möglichkeit zur Entscheidung. Doch es blieb beim 2:2 bis zu den bereits geschilderten Ereignissen in der Schlussphase und dem Regensburger Siegtreffer in der “Overtime” (64.).

Quelle: Rudi Gebert, Der neue Tag.

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