Ein Kämpfer für die Weidener Defensive: Herzlich Willkommen, Jiri Ryzuk!

Weiden. Mit ihm ist die Abwehr der Blue Devils in der kommenden Saison komplett: Jiri Ryzuk, deutsch-tschechischer Defensivspezialist, wechselt von den Selber Wölfen nach Weiden. Im Interview mit EV-Pressesprecher Thomas Gajewski spricht der 22-Jährige über seinen ausgeprägten Kampfgeist, seine Zeit in Kanada und seine Kindheitserfahrungen mit dem 1. EV Weiden. 

Hallo Jiri, herzlich Willkommen in Weiden! Wie kam es denn zu Deinem Wechsel von Selb nach Weiden?
Jiri Ryzuk: Ich denke, für meine Zukunft war eine Veränderung mehr als nötig, trotzdem danke ich Selb für die vergangenen zwei Jahre, die mir sehr viele neue Erfahrungen gebracht haben.

Die meisten Weidener Eishockeyfans kennen Dich ja bisher noch nicht. Wie würdest Du Dich selbst als Spieler beschreiben?
Ich bin ein Kämpfer und der Teamerfolg steht für mich immer an erster Stelle, auch wenn es schmerzhaft ist. Ich denke, mein Körperspiel ist für den Gegner oft unangenem. Im Ganzen bin ich ein mehr defensiv orientierter Verteidiger.

Wie sieht Dein Sommertraining aus?
Ich versuche so abwechslungsreich wie möglich zu trainieren. Manchmal allein und manchmal mit ein paar Sparringspartnern. Die Grundausdauer baue ich auf dem Fahrrad auf. Krafttraining und andere Sportarten gehören natürlich auch dazu.

Du hast in der Saison 2007/2008 in Kanada gespielt. Wie kam es dazu und wie war das für Dich?
Ich wurde im „Import Draft“ der CHL gedraftet und habe dadurch diese Chance bekommen. Leichtere Verletzungen haben mich leider schon vom ersten Spiel an ein bisschen eingeschränkt, aber es war eine Lebenserfahrung und ich kann es jedem jungen Eischockeyspieler nur empfehlen. Es ist praktisch eine kleine NHL und absolut professionell.

Weißt Du schon etwas über den 1. EV Weiden und die Stadt?
Da mein Vater ziemlich lange in Weiden trainiert hat (als hauptamtlicher Nachwuchstrainer, Anm. d. Red.), habe ich auch schon einige Zeit im Weidener Eisstadion verbracht. Ich habe auch regelmäßig mittrainiert und sogar für die Knaben gespielt, woran ich mich gut erinnern kann.Von der Stadt weiß ich leider nicht viel, außer vielleicht, dass viele Tschechen zum Einkaufen und zum Baden hierher kommen. :-)

Hat Dir Dein Vater zum Wechsel nach Weiden geraten?
Nein, das war ganz allein meine Entscheidung, und das hat mir auch mein Vater gesagt, dass es meine Entscheidung ist.

Worauf freust Du Dich in der kommenden Saison am meisten?
Auf das Eishockey und die tollen Fans natürlich.

Den Derbies gegen die Selber Wölfe fiebern die Blue Devils-Fans schon ganz besonders entgegen. Kannst Du Trainer Josef Hefner Tipps geben, wie die Selber zu schlagen sind?
In den letzten beiden Jahren hatten wir zwei ganz unterschiedliche Teams und auch jetzt wird sich das Team ändern. Der einzige Rat ist, in jedem Spiel ein Tor mehr als die Wölfe zu schießen. Gegen die erste Reihe brauchen wir dazu aber natürlich eine besonders gute Defensive.

Du hast ja jetzt zwei Saisons in der Oberliga hinter Dir. Wie stark schätzt Du die Liga ein?
Ich denke, in der letzten Saison ist das Niveau gestiegen und die Spiele waren sehr ausgeglichen und so wird es wohl auch diese Saison bleiben. Die Fans werden in jedem Spiel 60 oder mehr Minuten vollen Einsatz bei allen Manschaften sehen.

Was traust Du den Blue Devils zu?
Ich denke, die Erwartungen sind nicht zu hoch, also werden wir unverkrampft spielen können. Außerdem hat man in der letzten Saison gesehen, dass dieses Team Spiele gewinnen kann und das ist die wichtigste Eigenschaft einer Manschaft.

Letzte Frage: Was ist dein persönliches Ziel für die kommende Saison?
Bei wesentlich mehr eigenen Toren als bei Gegentoren auf dem Eis zu sein.

Jiri, vielen Dank und viel Erfolg!

Steckbrief Jiri Ryzuk:
Größe:1,89 m
Gewicht:92 kg
Geburtsdatum: 19.02.1990
Geburtsort: Sokolov, CZ
Familienstand: ledig
Kinder: keine
Schießt: links
Spitzname: Ruck-Zuck :-) (Ich glaube, das haben sich die Selber Fans ausgedacht.)
Dein Beruf: Gymnasium beendet, jetzt-Uni Student in Pilsen.
Hobbies: Angeln, Mountainbiken
Deine schlimmste Verletzung: Zum Glück war keine so schlimm, dass man sie als Schlimmste betrachten könnte.
Der beste Moment deiner Karriere: Für die U16 Nationalmanschaft aufzulaufen und vor 18000 Leuten in der WHL im NHL Stadion in Calgary zu spielen.
Deine Stärken: Körperspiel, Einsatzbereitschaft, Teamspieler, Schlittschuhlaufen

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