Dusan Andrasovský schießt die Blue Devils ins Viertelfinale

4:3 nach Verlängerung der entscheidende vierte Sieg gegen Peiting – Ab Freitag gegen Kassel

Weiden. (gb) Nach exakt 6:06 Minuten der “Overtime” machte Dusan Andrasovský die Sensation perfekt und verwandelte die Weidener “Hans-Schröpf-Arena” in ein Tollhaus. Mit seinem Treffer zum 4:3 (2:1, 1:0, 0:2, 1:0)-Sieg gegen den EC Peiting schoss der Slowake die Blue Devils ins bundesweite Play-off-Viertelfinale gegen die Kassel Huskies.

Nach dem 4:3-Sieg nach Verlängerung gegen den EC Peiting tanzten die Spieler der Blue Devils in der Fankurve. Von links: Marinus Kritzenberger, Thomas Schreier, Jiri Ryzuk, Boris Flamik, Kapitän Florian Zellner, Jakub Faschingbauer, Dusan Andrasovský und Trainer Josef Hefner. Bild: Gebert
Die “Best of 5”-Serie gegen den ehemaligen DEL-Club beginnt am Freitag in Hessen, das zweite Match findet dann am Sonntag um 18.30 Uhr in Weiden statt. Leider müssen die Blue Devils für den Rest der Saison auf David Musial verzichten. Der Spielmacher der Weidener Paradereihe schied Mitte des zweiten Drittels mit einem Rippenbruch aus.

“Ich bin ein bisschen sprachlos, ich spüre heute nur Freude”, sagte Devils-Trainer Josef Hefner nach dem entscheidenden vierten Sieg im sechsten Match der “Best of 7”-Serie gegen den Vorrunden-Meister. Es sei nicht nur Glück gewesen, “wir haben auch gut gespielt”, lobte Hefner sein aufopferungsvoll kämpfendes Team. “Die Mannschaft hat mir diesen Sieg zum Abschied geschenkt”, erklärte der Coach, der bekanntlich nach dieser Saison aufhört. Doch das Ende sei noch völlig offen: “Wir spielen ja noch ein Wochenende oder zwei oder drei”, sagte Hefner.

Der Peitinger Coach Peppi Heiß war natürlich enttäuscht über das Ausscheiden des haushohen Favoriten gegen den krassen Außenseiter. “Weiden hat leidenschaftlich gekämpft. Bei uns haben einzelne Spieler zu viele Fehler gemacht, die während der regulären Saison nicht passiert sind”, übte der frühere Nationaltorwart Kritik. “Als fairer Sportsmann gratuliere ich den Blue Devils. Es freut mich für Josef Hefner, weil er ein netter Kollege ist.”

Von der ersten Sekunde an entwickelte sich ein erbitterter Kampf. Die Peitinger, die gewinnen mussten, um ein siebtes Match am Dienstag zu erzwingen, machten das Spiel. Doch die Blue Devils standen defensiv sehr gut und ließen zunächst nicht viel zu. In der 13. Minute fiel dennoch die Führung für die Gäste durch Martin Guth. Peiting dominierte bis dahin vor allem in der neutralen Zone und hielt die Weidener von ihrem Abwehrdrittel fern. Das änderte sich in der 16. Minute, als der Vorrunden-Primus kurz hintereinander drei Strafzeiten kassierte. Und das nutzen die Blue Devils aus: In doppelter Überzahl gelang Marcel Waldowsky (17.) der Ausgleich und bei fünf gegen vier brachte Thomas Schreier (19.) die Gastgeber in Führung.

David Musial: Rippenbruch

Nach Wiederbeginn war Peiting wieder optisch überlegen, zwingende Aktionen gab es gegen die taktisch klug eingestellten Devils aber nicht. Die Gäste attackierten jetzt immer härter die Weidener Leistungsträger. Der Leidtragende war dann David Musial, der in der 30. Minute vom Eis ging und ins Klinikum eingeliefert wurde. Die Diagnose: Bruch der achten Rippe rechts. “Das war ein klarer Stockstich”, sagte der 37-Jährige, der rechtzeitig zur Siegesfeier wieder zurück im Stadion war. Die Blue Devils steckten den Ausfall aber zunächst gut weg und Marinus Kritzenberger erhöhte sogar auf 3:1 (35.). Nach diesem Treffer wechselte Peiting den Torwart – für Florian Hechenrieder ging Jakob Goll zwischen die Pfosten.

Zu Beginn des Schlussabschnitts hatten die Weidener zwei, drei gute Möglichkeiten zum vierten Treffer. Der gelang jedoch nicht – und dann kamen die Peitinger noch einmal zurück. Lubos Velebny (47.) und Anton Saal (49.) sorgten für den Ausgleich und nun schien sich die Waage doch noch auf die Seite des Favoriten zu neigen. Doch die Weidener bewiesen nicht zum ersten Mal in dieser packenden Serie ihre großartige Moral. Der Lohn und die Krönung war der Treffer von Dusan Andrasovský in der Verlängerung (67.).

Quelle Text und Bild: Rudi Gebert, Der neue Tag.

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar