Dusan Andrasovský macht alles klar

Blue Devils feiern mit 5:3 gegen Freiburg den dritten Sieg in Folge – Doppelpack des Slowaken

Weiden. (gb) Die Blue Devils feierten am Freitagabend den dritten Sieg in Folge, machten sich aber lange Zeit das Leben selbst schwer. Im zweiten Drittel verspielten die Weidener eine Zwei-Tore-Führung und in der Endphase mussten sie bis kurz vor der Schlusssirene um den Erfolg zittern. Erst acht Sekunden vor dem Ende machte der zweifache Torschütze Dusan Andrasovský mit einem “empty net goal” den 5:3 (2:1, 1:2, 2:0)-Sieg gegen den EHC Freiburg perfekt.

“Es war kein schönes Spiel, aber Hauptsache ein Sieg”, atmete Josef Hefner erleichtert auf. “Beide Mannschaften haben abwartend gespielt und meist nur darauf reagiert, was der Gegner macht”, so der Devils-Trainer weiter. Sein Freiburger Kollege Thomas Dolak erkannte den verdienten Weidener Sieg an. “Mit diesem Kader war heute nicht mehr drin, meine Mannschaft war durch Verletzungen und Krankheiten stark dezimiert”, erklärte Dolak.

Führung nach 74 Sekunden

Nach den Siegen gegen Regensburg und in Deggendorf starteten die Devils selbstbewusst in die Partie. Und bereits der erste Angriff brachte nach 74 Sekunden das 1:0, Marcel Waldowsky traf nach Pass von Dusan Andrasovský. “Statt nachzulegen, haben wir den Ausgleich kassiert”, ärgerte sich Hefner, wobei das 1:1 sehr unglücklich zustande kam. Goalie Daniel Huber und Verteidiger Jiri Ryzuk behinderten sich beim Abwehrversuch gegenseitig und Patrick Vozar nahm das Geschenk an (5.). Die Gastgeber legten aber erneut vor. In doppelter Überzahl traf Boris Flamik mit einem Schlagschuss vor der blauen Linie zum 2:1 (14.).

Als Florian Domke kurz nach Wiederbeginn ebenfalls im Powerplay auf 3:1 (22.) erhöhte, schienen die Devils frühzeitig auf der Siegerstraße zu sein. Doch die Breisgauer schlugen zurück – jeweils in Überzahl sorgten Martin Jenacek (29.) und Lutz Kästle (33.) für das 3:3. Die Gastgeber waren in dieser Phase von der Rolle und konnten selbst eine 5:3- Überzahl nicht nutzen. “Im zweiten Drittel war unsere Leistung ganz schlecht, da waren wir viel zu passiv”, schimpfte Hefner.

Zittern bis kurz vor Schluss

Vor dem Schlussdrittel war der Weidener Coach überzeugt, wer das nächste Tor schießt, gewinnt dieses Spiel: “Glücklicherweise waren es wir.” Dusan Andrasovský markierte das 4:3 (45.), für Gästecoach Thomas Dolak der “entscheidende Wendepunkt der Partie”. Die Freiburger versuchten zwar noch einmal alles, um erneut zum Ausgleich zu kommen. Doch die Devils-Defensive stand nun gut und was dennoch durchkam, war eine sichere Beute von Goalie Daniel Huber. In der Schlussphase war aber trotzdem noch richtig Zittern angesagt. 2:07 Minuten vor dem Ende musste Florian Bartels in die Kühlbox, zugleich nahm Dolak seinen Torwart Fabian Hönkhaus vom Eis. Doch vier Weidener wehrten sich erfolgreich gegen sechs Freiburger und acht Sekunden vor Schluss machte der Slowake Dusan Andrasovský mit einem Schuss ins leere Tor alles klar.

Josef Hefner freute sich über drei weitere wichtige Punkte, dämpfte aber wie immer die Euphorie. “Das waren nur drei Punkte gegen den Abstieg. Trotz des guten Laufs werden wir am Boden bleiben.”

Quelle: Rudi Gebert, Der neue Tag.
Bild: Tobias Neubert.

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