Die Huskies wieder im Kommen

Der deutsche Vizemeister von 1997 Favorit im Duell mit den Blue Devils – Erinnerung an Sikora

Weiden. (gb) Nach dem sensationellen Coup gegen Süd-Meister EC Peiting stehen die Blue Devils vor der nächsten großen Herausforderung. Im bundesweiten Play-off-Viertelfinale treffen die Weidener auf die Kassel Huskies, das beste Team der Oberligen West, Nord und Ost. “Ich habe mich schon erkundigt, Kassel ist der Favorit”, sagt Devils-Trainer Josef Hefner.

Match eins der “Best of 5”-Serie findet am Freitag um 19.30 Uhr in Hessen statt, am Sonntag um 18.30 Uhr stehen sich beide Teams in der “Hans-Schröpf-Arena” gegenüber. Die weiteren Termine sind Dienstag, 19. März, in Kassel und falls nötig am Freitag, 22. März (in Weiden) und am Sonntag, 24. März (in Kassel).

Die Kassel Huskies mussten in der jüngsten Vergangenheit einen ähnlichen Weg beschreiten wie die Blue Devils. Während sich die Weidener 2008 aus finanziellen Gründen von der Oberliga in die Landesliga zurückgezogen hatten, kam für die Huskies 2010 das Aus in der DEL. Nach einem Insolvenzantrag starteten sie in der Hessenliga einen Neuanfang. Zuvor gehörten sie von 1994 bis 2010 insgesamt 14 Jahre der Deutschen Eishockey Liga an, nur unterbrochen von zwei Spielzeiten (2006/07 und 2007/08) in der 2. Bundesliga. Die größten Erfolge waren 1997 die Vizemeisterschaft (drei Niederlagen im Finale gegen die Adler Mannheim) sowie der Einzug ins Halbfinale 2000, 2001 und 2002. Namhafte Trainer standen in dieser Zeit bei den Huskies an der Bande, unter anderem für fünf Jahre der frühere Bundestrainer Hans Zach (in der Saison 1995/96 sowie von 1998 bis 2002).

Die aktuelle Mannschaft wird von Uli Egen trainiert. Der 56-jährige Füssener kann mit dem bisherigen Saisonverlauf mehr als zufrieden sein, denn die Huskies haben sich für die Play-offs das Heimrecht gesichert – und zwar bis zum Finale, falls sie es erreichen. “Kompliment an mein Team. Wir haben unser Ziel erreicht und sind in allen drei Serien Erster geworden”, freut sich Egen.

Insgesamt verlor Kassel in dieser Saison erst drei Spiele. In der Vorrunde der Oberliga West gab es 21 Siege und eine Niederlage gegen Frankfurt. Auch in der West-Endrunde (13 Siege in 14 Partien) war Frankfurt der einzige Stolperstein. Und in der Gruppe A der Endrunde mit den besten Teams der Oberligen Nord und Ost gewannen die Huskies fünf von sechs Spielen. Nur gegen Duisburg gingen sie als Verlierer vom Eis – es war die einzige Heimniederlage in dieser Saison.

Im Team der Huskies stehen eine Reihe ehemaliger DEL- und Zweitliga-Spieler. Der große Rückhalt zwischen den Pfosten ist Benjamin Finkenrath. In der Abwehr sind Akteure wie Sven Valenti (375 DEL-Spiele), Daniel Willaschek (278 Mal in der 2. Bundesliga im Einsatz) oder Alexander Engel zu nennen. Auch im Angriff haben die Hessen herausragende Spieler, wie zum Beispiel Manuel Klinge (221 DEL- und 24 Länderspiele), die Kanadier Brad Snetsinger und Kyle Doyle oder den Deutsch-Tschechen Petr Sikora.

Übrigens: Der 42-jährige Routinier Sikora bestritt schon einmal eine wichtige Play-off-Serie gegen die Blue Devils. In der Saison 2002/03 hatte er mit Dresden im Finale um die deutsche Oberliga-Meisterschaft mit 2:6 und 3:4 nach Verlängerung das Nachsehen gegen die Weidener.

Quelle: Rudi Gebert, Der neue Tag.

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