Devils wollen endlich Derbysieg

Bayreuth WeidenDie nächsten Nachbarduelle warten: Heute gastiert Bayreuth, Sonntag in Regensburg

Weiden. (gb) Die Blue Devils und die Derbys – das ist in dieser Oberliga-Saison eine Konstellation, die noch keinen Jubel ausgelöst hat. Zehn Nachbarduelle gab es bisher, zehn Mal hatten die Weidener das Nachsehen. Gegen die oberfränkischen Rivalen – Spitzenreiter VER Selb und den Tabellendritten EHC Bayreuth – sind sie im Normalfall chancenlos, und auch gegen Tabellennachbar EV Regensburg mussten sie drei knappe Niederlagen einstecken.

“Wir wollen endlich einen Sieg landen”, sagt deshalb Devils-Trainer Peter Hampl vor dem bevorstehenden Derby-Doppelpack. Heute um 20 Uhr gastieren die Bayreuth Tigers in der Hans-Schröpf-Arena und am Sonntag (Beginn 18 Uhr) treten die Weidener beim EV Regensburg an. “Wir haben keine Angst, doch es muss alles passen. Vor allem aber, müssen wir unsere beste Leistung zeigen”, weiß Hampl um die Schwere der Aufgabe gegen die Tigers. Den längst für die Play-offs qualifizierten Aufsteiger Bayreuth (3./71 Punkte) und die Blue Devils (11./35) trennen in dieser Saison beinahe Welten. In Bayreuth (3:7 und 2:8) und zu Hause (0:3) zogen die Weidener jeweils klar den Kürzeren.

Auch heute fahren die Oberfranken als Favorit in die Oberpfalz. Das Prunkstück des Teams von Trainer Sergej Waßmiller ist die erste Sturmreihe mit den Ex-Weidenern Andreas Geigenmüller (64 Scorerpunkte) und Michal Bartosch (61) sowie dem Slowaken Ivan Kolozvary (60). Damit nimmt das Trio in der Scorerwertung die Plätze 5., 6 und 8 ein. Im Liga-Vergleich ist nur die Selber Top-Formation Kyle Piwowarczyk (1./84), Jared Mudryk (2./76) und Herbert Geisberger (3./73) besser. Die Torschützenliste führt aber mit Geigenmüller (34 Treffer) ein Bayreuther an, die zudem mit Jozef Potac einen der besten Verteidiger der Oberliga Süd in ihren Reihen haben.

Hart umkämpfte Spiele

Anders sind die Voraussetzungen am Sonntag in der Partie beim EV Regensburger (10./49). Die drei bisherigen Spiele – zu Hause zwei Mal 3:4 nach Penaltyschießen und in Regensburg 2:4 – waren hart umkämpft und deshalb rechnet sich Peter Hampl eine Chance aus. Mit einem Sieg könnten die Blue Devils ein Zeichen in Richtung Play-downs setzen, denn nach jetzigem Stand würden beide Teams in der ersten Runde aufeinandertreffen.

Die letzten beiden Spiele gegen Peiting und in Deggendorf seien nicht schlecht gewesen, sagt Hampl. “Allerdings müssen wir endlich über die gesamten 60 Minuten 100 Prozent konzentriert auftreten”, fordert der Devils-Coach, der weiter auf Barry Noe (verletzt) und Dominik Schopper (krank) verzichten muss. Thomas Schreier trainiert nach seiner Knieoperation zwar wieder, ob es jedoch schon zum Comeback reicht, ist fraglich. Auch hinter den Einsätzen von Ralf Herbst und Philipp Siller stehen Fragezeichen.

Aufgebot Blue Devils: Huber, Engmann – Domke, Willaschek, Frank, Salinger, Schmitt, Schmid, Herbst (?) – Andrasovsky, Grassi, Faschingbauer, Waldowsky, Kirchberger, Köbele, Zellner, Bartels, Pronath, Schreier (?), Siller (?)

Quelle: Rudi Gebert, Der neue Tag.

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