Devils verschenken Derby-Sieg – 2:4-Niederlage in Regensburg

Regensburg - WeidenDisziplinlosigkeiten beim 2:4 in Regensburg – Hampl: “Durch Dummheiten selbst geschlagen”

Regensburg. (gb) Durch Diszi-plinlosigkeiten in der Schlussphase haben sich die Blue Devils um den ersten Derby-Sieg in dieser Saison gebracht. Bis zur 50. Minute führten die Weidener am Sonntag beim EV Regensburg mit 2:1, dann hagelte es unnötige Strafzeiten, die der Gastgeber zu drei Powerplay-Toren nutzte. Am Ende zogen die Blue Devils in der Donau-Arena mit 2:4 (0:1, 2:0, 0:3) den Kürzeren.

“Wir haben uns durch Dummheiten selbst geschlagen”, sagte Interimstrainer Peter Hampl nach dem Match, in dem sich sein Team gegenüber dem 2:8 am Freitag in Bayreuth deutlich verbessert präsentierte. “Bis zur 50. Minute haben wir eine sehr gute Leistung gezeigt, kämpferisch und läuferisch”, erklärte Hampl.

Unnötige Strafzeiten

Mit einigen Änderungen gingen die Blue Devils ins Oberpfalzderby. Nach dreimonatiger Verletzungspause stand Goalie Daniel Huber erstmals wieder von Beginn an zwischen den Pfosten. Huber gab der Mannschaft Sicherheit, doch am Ende hatte auch er seinen Anteil an der unnötigen Niederlage. Nachdem er sich beim 2:2 über ein nicht geahndetes Torraumabseits heftig beschwert hatte, leistete er sich nur Sekunden später ein Frustfoul, das zu einer doppelten Unterzahl führte. Den spielentscheidenden Blackout hatte sich aber kurz zuvor Jakub Faschingbauer geleistet, als er für eine völlig unnötige Attacke (Check gegen die Bande) hinter dem gegnerischen Kasten 2 + 2 + 10 Strafminuten kassierte. Diese Situation nutzte ausgerechnet der sonst unauffällige Ex-Weidener David Musial zum 3:2 für Regensburg.

Im Sturm pausierte diesmal der Kanadier Mark Soares. Dafür war dessen Landsmann Max Grassi wieder neben Dusan Andrasovsky und Jakub Faschingbauer im Einsatz. Im zweiten Block übernahm Marcel Waldowsky die nach dem Musial-Weggang nicht nachbesetzte Center-Position. “Wir sind in dieser Reihe auf der Suche nach dem richtigen Mittelstürmer. Waldi hat das heute sehr gut gemacht”, gab es Lob von Hampl. In der Abwehr standen nur fünf Verteidiger zur Verfügung. Neben Florian Domke und Johannes Schmid fehlte auch Lukas Salinger.

Regensburg hatte zu Beginn leichte Vorteile, doch mit zunehmender Spieldauer kamen die Blue Devils besser ins Spiel. Das große Manko war aber die Chancenverwertung und das sollte sich nach einer guten Viertelstunde rächen. Als Christopher Capraro nicht energisch genug angegriffen wurde, schoss der US-Amerikaner zum 1:0 für die Gastgeber ein (16.). Die Weidener ließen sich aber nicht von ihrer Linie abbringen und wurden im zweiten Drittel belohnt. Mit zwei Toren wendete Dusan Andrasovsky das Blatt: Zunächst traf der Slowake aus halbrechter Position in den Winkel (29.), dann setzte er die von der Bande zurückprallende Scheibe zum 2:1 (39./ 5:3-Überzahl) in den EVR-Kasten.

Mit der verdienten Weidener Führung ging es in den letzten Abschnitt. Die Gäste taten nach vorne nicht mehr viel, hatten aber defensiv alles im Griff – bis zum “Aussetzer” von Faschingbauer. Zehn Sekunden nach dieser dummen Aktion nutzte Artur Tegkaev das Powerplay und erzielte das irreguläre Ausgleichstor (50.).

Die zweite Zweiminutenstrafe begann zu laufen, dann ließ sich Daniel Huber zu einem Frustfoul hinreißen und brachte sein Team in doppelte Unterzahl. “Das darf natürlich nicht passieren, aber irgendwie liegen die Nerven blank”, sagte Trainer Hampl. Die Strafe war das 3:2 für den EVR durch David Musial (52.). Mit einem weiteren Überzahltor machte Christopher Capraro (59.) den Endstand perfekt.

Quelle: Rudi Gebert, Der neue Tag.

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