Devils verlieren Punkte und Huber – 2:5 gegen Spitzenreiter Freiburg

2Huber gegen Freiburg:5-Niederlage gegen den EHC Freiburg – Weidener Torwart möglicherweise schlimmer verletzt

Weiden. (gb) Die Blue Devils haben auch am Sonntag den erhofften Befreiungsschlag verpasst. Trotz einer ordentlichen Vorstellung kassierten die Weidener gegen Spitzenreiter EHC Freiburg mit 2:5 (0:2, 2:1, 0:2) die sechste Niederlage in Folge. Zu allem Überfluss verloren sie neben den Punkten auch ihren Stammkeeper Daniel Huber mit einer möglicherweise schlimmen Verletzung.

Der 28-jährige Torhüter verletzte sich zehn Minuten vor Schluss ohne gegnerische Einwirkung bei einer Abwehraktion. Die mögliche Diagnose reicht von Leistenzerrung bis Muskelabriss in der Leiste. Genaueres wird heute eine eingehende Untersuchung ergeben.

“Freiburg ist eine Spitzenmannschaft, aber wir waren kämpferisch und läuferisch nicht schlechter. Leider hat es wieder nicht gereicht, doch wir kämpfen weiter”, erklärte Devils-Trainer Victor Proskuryakov. Auch Florian Zellner denkt keineswegs an Aufgabe: “Wir kämpfen immer, doch am Ende fehlt das Glück.” Jetzt müsse aber bald der Knoten platzen. “Am besten gleich am Freitag im Derby gegen Selb.”

Ein strahlender Leos Sulak

Gästetrainer Leos Sulak strahlte bei der Rückkehr an seine frühere Wirkungsstätte natürlich übers ganze Gesicht, denn seine Mannschaft feierte den neunten Sieg in Folge. “Es war ein verdammt schweres Spiel. Wir wussten, dass Weiden mit dem Rücken zur Wand steht und alles geben wird. Ich bin sehr froh, dass wir die drei Punkte geholt haben.”

Die Partie begann schlecht für die Devils, denn mit dem ersten Schuss gingen die Gäste nach 57 Sekunden durch Nikolas Linsenmaier in Führung. Während die Weidener im weiteren Verlauf des ersten Drittels eine Reihe von Möglichkeiten versiebten, war der Spitzenreiter in der Chancenverwertung effektiv. In der 11. Minute erhöhte Jakub Wiecki auf 2:0. Victor Proskuryakov sprach von “zwei Geschenken”, Gästecoach Leos Sulak meinte, “die zwei schnellen Tore sind uns natürlich entgegengekommen”.

Die Devils gaben aber nicht auf und boten dem Favoriten Paroli. In der 31. Minute gelang dann Marcel Waldowsky in Überzahl endlich der erste Treffer. Nur Sekunden später hatte Dusan Andrasovsky nach toller Vorarbeit von Max Grassi das 2:2 auf dem Schläger. Mit etwas Glück hätten die Weidener in dieser Phase das Spiel drehen können, doch Marcel Waldowsky traf vor dem leeren Tor die vom Torwart abprallende Scheibe nicht – und im Gegenzug machte der Freiburger Tobias Kunz in Unterzahl das 3:1 (33.). “Das war bitter. Wir machen vorne das Tor nicht und bekommen im Gegenzug hinten eins rein”, sagte Proskuryakov. Trotzdem hielt sein Team das Match offen, denn Max Grassi verkürzte im Powerplay auf 2:3 (37.).

Zu mehr reichte es aber für die über weite Strecken mit vier Reihen agierenden Weidener nicht. Im Schlussdrittel nutzten die Breisgauer zwei Überzahlspiele zur Entscheidung. Innerhalb von 33 Sekunden erhöhten David Appel und Nikolas Linsenmaier in der 46. Minute auf 5:2.

Quelle Text: Rudi Gebert, Der neue Tag.
Quelle Bild: Tobias Neubert Photography.

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