Devils verlieren Match und Verteidiger Hajek

Die Blue Devils haben das letzte Heimspiel der Meisterrunde gegen den EV Landshut verloren. Mehr als die Niederlage schmerzt der Ausfall von Verteidiger David Hajek, der in der zweiten Drittelpause mit Verdacht auf eine Kieferverletzung ins Klinikum eingeliefert wurde. Die Abschlussplatzierung und der Play-off-Gegner stehen immer noch nicht fest.

Nichts war’s mit dem vierten Sieg in dieser Saison gegen den bisherigen Lieblingsgegner EV Landshut. Die Blue Devils unterlagen den Niederbayern am Freitagabend mit 3:4 (1:0, 1:3, 1:1) und fielen mit 59 Punkten hinter den ERC Sonthofen (60) auf Rang sieben zurück. Die Weidener müssen am Sonntag im Allgäu gewinnen, um wieder auf Platz sechs zu klettern. Als Sechster würden sie in der ersten Play-off-Runde auf den EV Regensburg treffen, als Siebter wäre der VER Selb oder der EC Bad Tölz der Gegner.

“Das war heute kein Schmankerl-Eishockey”, sagte der Weidener Trainer Markus Berwanger nach dem hartumkämpften Match. Spielerisch blieben allerdings viele Wünsche offen. “Wir müssen wieder die Kleinigkeiten richtig machen. Nur Laufen und Kämpfen reicht nicht.” Kritik übte Berwanger diesmal am meist überragenden ersten Block, der bei allen vier Gegentoren auf dem Eis stand. Bei Landshut habe man gesehen, dass es bei jedem Spieler wieder bei Null losgehe.

Am Dienstag hatten die Niederbayern Alexander Serikow entlassen und mit Helmut Steiger, Thomas Daffner und Thomas Mühlbauer einem Trainer-Trio die Verantwortung übertragen. “Ich freue mich für die Jungs, die nach neun Niederlagen in Folge mit einem sehr großen Rucksack ins Spiel gingen”, sagte Steiger. Der Ex-Nationalspieler sprach von zwei starken Torhüter-Leistungen, Patrick Berger bei seiner Mannschaft und Philip Lehr bei den Blue Devils. Abschließend wünschte Steiger seinem alten Sturmkollegen Berwanger viel Glück für die Play-offs. Beide spielten zusammen in der Nationalmannschaft und eine Saison in Landshut.

Führung nach 90 Sekunden

Das Spiel begann für die Blue Devils nach Maß. Mit dem ersten Angriff markierte Patrick Schmid nach 90 Sekunden das 1:0. Doch wer glaubte, das Match nehme einen Verlauf wie beim 7:1 im November 2016 oder beim 10:1 vor drei Wochen in Landshut, wurde schnell eines Besseren belehrt. Landshut ergriff die Initiative und Philip Lehr musste mehrfach den Ausgleich verhindern. Die Blue Devils hatten fast nur noch Möglichkeiten durch Konter, zum Beispiel als Philipp Siller in Unterzahl alleine vor Berger scheiterte.

David Hajek verletzt

Der zweite Abschnitt begann mit einem Schock für die Gastgeber. In Überzahl zog Daniel Sevo von der blauen Linie ab und sein Schuss traf den vor dem Gehäuse lauernden David Hajek im Gesicht. Hajek musste vom Eis und wurde zum Röntgen ins Klinikum gebracht. Es besteht der Verdacht auf eine Oberkieferverletzung. “Der Ausfall von Hajek ist noch schlimmer als die Niederlage. Langsam gehen uns die Verteidiger aus”, sagte Berwanger, der auf eine schnelle Rückkehr des ebenfalls verletzten Ralf Herbst hofft. Später schied dann auch noch Angreifer Lukas Zellner mit einer Leistenverletzung aus.

Update vom 04.03.17:

Update zur Verletzung von David Hajek: Die #26 der Blue Devils hat das Klinikum heute Nacht wieder verlassen, die Diagnose ist eine starke Jochbeinprellung.

Damit kann man vorsichtig Entwarnung geben, bei einem Jochbein- oder Kieferbruch, wie zunächst befürchtet wurde, wäre die Saison für David sicher beendet gewesen. Wann er wieder zum Einsatz kommen kann, muss man trotzdem abwarten.

Durch den Ausfall von Hajek geriet die Weidener Hintermannschaft in völlige Unordnung. Die Landshuter Peter Baumgartner (29.), Christoph Fischhaber (32.) und Peter Abstreiter (33.) hatten bei ihren Toren alle Zeit und vor allem sehr viel Platz. 20 Sekunden nach dem 1:2 hatte Doppel-Torschütze Patrick Schmid den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielt.

Im Schlussdrittel schaffte Martin Heinisch (53.) in Überzahl das 3:3. Außer bei diesem Tor war das Powerplay am Freitag aber zum Vergessen. Landshut nutzte die nächste Weidener Schwäche, als drei Angreifer gegen einen Verteidiger liefen und Luca Zitterbart markierte das 3:4 (55.).

Quelle: Rudi Gebert, Der neue Tag vom 04.03.2017.

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