Devils mit wichtigem Punkt – 1:2 n.V. in Grafing

Weidener geben in Klostersee allerdings 1:0-Führung ab – Fünfminütige Überzahl nicht genutzt

Grafing. (gb) “Natürlich ist man enttäuscht, wenn man verliert. Aber der eine Punkt ist in Ordnung”, sagte Devils-Trainer Josef Hefner am Freitagabend nach der 1:2 (0:0, 1:0, 0:1, 0:1)-Niederlage nach Verlängerung beim EHC Klostersee. Die Weidener behaupteten mit dem Punktgewinn nicht nur den achten Platz, sondern bauten den Vorsprung auf den Neunten TSV Erding (1:9-Klatsche in Bad Tölz) sogar auf vier Zähler aus.

Dabei hätte die Partie auch ganz anders ausgehen können, denn Ende der regulären Spielzeit sowie zu Beginn der Verlängerung hatten die Blue Devils die große Chance, den entscheidenden Treffer zu markieren. 2:15 Minuten vor Schluss kassierte der Klosterseer Dominik Quinlan eine Fünfminuten- plus Spieldauerdisziplinarstrafe, doch die Weidener konnten diesen Vorteil nicht nutzen. Und als die Grafinger gerade wieder komplett waren, versetzte der US-Amerikaner Michael Dorr den Gästen mit seinem Treffer zum 2:1 nach exakt 62:55 Minuten den K. o.

Die Weidener mussten am Freitag auf den erkrankten Florian Zellner verzichten. Für den Kapitän stürmte Thomas Schreier im ersten Block neben Florian Bartels und Felix Köbele. Zu Beginn des zweiten Abschnitts gab es dann einen weiteren Ausfall zu beklagen. Roman Göldner erlitt eine Platzwunde am Kopf und musste ins Krankenhaus eingeliefert werden. Der Verteidiger wird damit am Sonntag (Beginn 18.30 Uhr) im Heimspiel gegen den EV Regensburg fehlen. In Grafing spielte fortan Simon Bogner für Göldner.

“Es war ein offenes, ausgeglichenes Spiel mit vielen klaren Chancen auf beiden Seiten. Teilweise waren wir am Drücker, teilweise Klostersee”, beschrieb Josef Hefner die spannende und für die Zuschauer unterhaltsame Partie. Ein Sonderlob verteilte der Weidener Coach an die beiden großartig haltenden Torhüter – Daniel Huber (Blue Devils) und Martin Morczinietz (Klostersee): “Es war ihr Verdienst, dass nur drei Tore gefallen sind.”

Nach dem torlosen ersten Drittel, in dem beide Teams jeweils eine Überzahlsituation nicht nutzen konnten, gingen die Oberpfälzer zu Beginn des zweiten Abschnitts im Powerplay in Führung. In der 23. Minute schloss Dusan Andrasovský einen Angriff über Boris Flamik und Marcel Waldowsky erfolgreich ab. Dieser Vorsprung hielt bis zur 43. Minute, dann markierte Andreas Farny den Ausgleich für die Grafinger.

Nach dem Match ärgerte sich Josef Hefner natürlich über die nicht genutzte fünfminütige Überzahl zwischen der 58. und 63. Minute. “Wir waren am Drücker und haben das Powerplay auch gut gespielt”, sagte der Weidener Trainer. Und als die Grafinger exakt zehn Sekunden wieder komplett auf dem Eis waren, sorgte Michael Dorr für die Entscheidung.

Quelle: Rudi Gebert, Der neue Tag.
Foto: Tobias Neubert.

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