Devils mit Derbypleite

Schwach beim 1:3 in Bayreuth – In der Offensive viel zu harmlos

Bayreuth. (af/gb) Die Blue Devils haben am Freitagabend im Prestigeduell beim EHC Bayreuth eine bittere 1:3 (1:2, 0:0, 0:1)-Niederlage kassiert. Die Weidener erwischten einen rabenschwarzen Tag und gingen verdient als Verlierer vom Eis.

Von wegen Freundschaftsspiel – von Beginn an ging es im Duell der beiden Eishockey-Rivalen hitzig zur Sache. Auf beiden Seiten wirkten wohl noch die Emotionen aus dem Play-off-Halbfinale der vergangenen Saison nach. Anders sind die vielen Strafzeiten im ersten Drittel nicht zu erklären. Vor allem in den ersten zehn Minuten mussten Weidener Akteure öfters als ihnen lieb war in der Kühlbox verbringen.

Gegentore in Unterzahl

Ein Klassenunterschied war im Anfangsdrittel nicht zu erkennen. Im Gegenteil: Bayernligist Bayreuth erarbeitete sich vom Start weg deutliche Vorteile und legte den Vorwärtsgang ein, während sich der Oberliga-Vertreter auf Defensivarbeit beschränken musste. Die 2:0-Führung der Oberfranken war letztlich hochverdient: In der 3. Minute lochte zunächst der Ex-Weidener Florian Müller zum 1:0 ein. Sechs Minuten später legte Josef Potac mit dem zweiten Treffer der Tigers nach. Beide Male agierten die Gäste in Unterzahl, beim zweiten Gegentreffer standen sogar nur drei Blau-Weiße auf dem Eis.

Der erste Weidener Angriff war prompt vom Erfolg gekrönt. Erneut war der Oberligist in Unterzahl, dennoch traf Marcel Waldowsky zum 1:2 (10.). Am Spielverlauf änderte dies nichts. Bayreuth blieb drückend überlegen in einem zerfahrenen Spiel und hätte die Führung auf 4:1 oder 5:1 ausbauen können.

Bescheidenes Niveau

Auch im Mittelabschnitt blieb die Partie auf bescheidenem Niveau. Flüssige Kombinationen waren eher selten, viele Aktionen endeten in unnötigen und bisweilen überharten Attacken auf den Gegner. Immerhin konnten die Gäste die Begegnung etwas ausgeglichener gestalten. Echte Torgefahr entwickelten die Mannen von Trainer Josef Hefner jedoch nicht. Bayreuth stand kompakt in der Abwehr und bewies, dass die Testspielsiege gegen die Oberligisten Deggendorf (4:1) und Selb (7:3) keine Eintagsfliegen waren.

Lob für Goalie Huber

Im letzten Drittel bemühte sich der Oberliga-Aufsteiger, um das Spiel noch zu drehen. Aber nach vorne ging letztlich viel zu wenig, was auch Josef Hefner nach der Schlusssirene zugab: “Wir waren nicht in der Lage, das Tempo hochzuhalten und Torchancen herauszuspielen.” Lobende Worte fand Hefner für Goalie Daniel Huber. Der Weidener Keeper war allerdings eine Minute vor Spielende machtlos, als der Ex-Weidener Müller mit seinem zweiten Tor den 3:1-Endstand herstellte (59.).

Quelle: Der Neue Tag, Rudi Gebert

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