Der Derby-Fluch hält an

Weiden - SelbBlue Devils unterliegen VER Selb mit 2:6 – Zehnte Pleite im zehnten Nachbarduell

Weiden. (gb) Es bleibt dabei, die Blue Devils können in dieser Oberliga-Saison kein Derby gegen die Lokalrivalen VER Selb, EHC Bayreuth und EV Regensburg gewinnen. Auch im zehnten Versuch zogen die Weidener den Kürzeren, am Sonntag verloren sie in der Hans-Schröpf-Arena gegen Spitzenreiter Selb vor rund 2000 Zuschauern mit 2:6 (0:3, 0:1, 2:2).

Eine Schande ist die Einbuße gegen die Oberfranken, die zurecht zu den Aufstiegsanwärtern gezählt werden, aber nicht. “Meine Mannschaft hat nie aufgegeben und bis zum Schluss gekämpft, das war in dieser Saison nicht immer der Fall. Man muss bedenken, dass wir gegen eine sehr starke Mannschaft gespielt haben”, sagte Trainer Peter Hampl, der erneut nur vier etatmäßige Verteidiger aufbieten konnte und wie schon am Freitag in Schweinfurt Florian Zellner in die Abwehr beorderte.

Gästecoach Cory Holden sprach von einem “heißen Spiel”, in dem beide Mannschaften stark gekämpft hätten. Spielentscheidend sei der 3:0-Start im ersten Drittel gewesen. “Da haben wir sehr konzentriert gearbeitet, am Schluss haben wir dann ein paar Fehler gemacht. Wichtig ist, den guten Lauf bis zu den Play-offs fortzusetzen.”

Turbulente Szenen

Die Selber Wölfe hatten zwar von Beginn an klare spielerische Vorteile, doch die Blue Devils hielten nach besten Kräften dagegen und hatten auch ihre Möglichkeiten. Besonders in der 10. Minute spielten sich turbulente Szenen vor dem Selber Kasten ab. Der Unterschied zwischen dem Spitzenreiter und dem Tabellenvorletzten wurde dann zwischen der 12. und 16. Minute deutlich, als Selb mit drei Treffern die Weichen frühzeitig auf Sieg stellte.

Zunächst traf Daniel Heilman (12.) nach einem schnellen Angriff über die linke Seite zum 1:0, dann nutzte Herbert Geisberger (13.) einen dicken Patzer von Marcel Waldowsky und schließlich erhöhte Dennis Schiener auf 3:0 (16.). Bei diesem Tor sah der sonst starke Daniel Huber im Weidener Kasten nicht gut aus. Devils-Coach Hampl trauerte den vergebenen Chancen nach und sagte, dass Fortuna nicht auf unserer Seite gewesen sei: “Wenn es nach dem ersten Drittel 3:3 gestanden hätte, hätte sich Selb nicht beschweren dürfen.”

Obwohl die Partie so gut wie entschieden war, wurde es nach dem Seitenwechsel hektisch. Auf beiden Seiten schlichen sich Nickligkeiten ein, wobei die cleveren Selber davon profitierten. Sie provozierten die Weidener Schlüsselspieler Dusan Andra-sovsky und Max Grassi, die sich zu Fouls und Unsportlichkeiten hinreißen ließen. Eine der Überzahlsituationen nutzte Topscorer Kyle Piwowarczyk zum 4:0 (27.).

Ergebniskorrektur

Das Match war damit gelaufen. Selb beschränkte sich im Schlussdrittel weitgehend darauf, den Vorsprung zu verwalten, die Blue Devils waren um Ergebniskorrektur bemüht. Nach dem 5:0 (49.) durch Tim Schneider gelang dem unermüdlich rackernden Dusan Andrasovsky (55.) das erste Weidener Tor. Für den Endstand sorgten der Selber Daniel Heilman (58.) in doppelter Überzahl und der Weidener Kapitän Florian Zellner (60.) mit einem Mann mehr auf dem Eis. Mehr war für die wacker kämpfenden Weidener gegen den Spitzenreiter der Oberliga Süd nicht drin.

Quelle: Rudi Gebert, Der neue Tag.

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