Deftige Abfuhr für die Blue Devils – Heute Revanche?

2:9 beim EV Füssen – Hefner: “Einstellung hat gefehlt” – Heute Heimspiel gegen die Allgäuer

Füssen. (gb) Die Blue Devils sind endgültig auf dem Boden der Tatsachen gelandet. Nach fünf Siegen in Folge und dem Höhenflug auf Platz eins der Oberliga Süd, kassierte der Aufsteiger am Mittwoch die dritte Niederlage hintereinander. Und dabei gab es beim EV Füssen mit 2:9 (0:2, 1:4, 1:3) richtig Prügel.

Die Weidener traten am Mittwoch am legendären Füssener Kobelhang stark ersatzgeschwächt an. Neben den Langzeitverletzten Thomas Mittermeier und Jakub Faschingbauer fehlten Goalie Daniel Huber, Stürmer Florian Bartels (beide angeschlagen), der beruflich verhinderte Verteidiger Christoph Schönberger sowie der gesperrte Angreifer Thomas Schreier.

Devils-Trainer Josef Hefner wollte die personelle Situation aber nicht als Entschuldigung gelten lassen, zumal auch die Allgäuer nicht in Bestbesetzung angetreten waren. Vielmehr ging Hefner mit seinen Spielern hart ins Gericht. “Es gibt keine Ausreden. Wir haben schlecht gespielt und die Einstellung hat gefehlt.” Er habe seinen Spielern immer wieder gesagt, dass die Oberliga kein Selbstläufer sei. “Doch sie wollten es offensichtlich nicht glauben.”

Füssen dominiert klar

Der Tabellenvorletzte, in den ersten zehn Spielen mit 53 Gegentoren die “Schießbude der Liga”, hatte das Match von Beginn an fest im Griff. Die Füssener gingen aggressiv zu Werke und stürzten die in der Defensive überhaupt nicht organisierten Gäste von einer Verlegenheit in die andere. Auch Huber-Vertreter Oliver Engmann war alles andere als ein sicherer Rückhalt. Schon in der Anfangsphase leisteten sich die Devils drei Strafzeiten, von denen Füssen zwei zur 2:0-Führung nutzte – die Torschützen waren Eric Nadeau (4. Minute) und Erik Condra (12.). “Damit war für uns das Spiel schon vorbei”, meinte Hefner hinterher.

Nach Wiederbeginn dauerte es nur 21 Sekunden, dann erhöhte NHL-Crack Erik Condra auf 3:0. Der 26-jährige Stürmer von den Ottawa Senators legte noch zwei Treffer nach (29. und 36./Unterzahl) und versetzte damit den Blue Devils den endgültigen K. o. Für Hefner lag der Viererpack aber nicht nur an der Klasse des US-Amerikaners, sondern vielmehr an der unzureichenden Gegenwehr seiner Cracks. Das 1:5 durch Kapitän Florian Zellner (37./5:3-Überzahl) war nur Ergebniskosmetik, zumal Yannik Baier (38.) wenig später den alten Abstand wieder herstellte.

Im Schlussdrittel fehlten bei den Devils zwei weitere Akteure. Boris Flamik hatte nach einem Check im ersten Drittel Kopfschmerzen und blieb in der Kabine. Und auch Marcel Waldowsky (Hefner: “Eine interne Angelegenheit”) kam nicht mehr aufs Eis. Die Partie war längst entschieden, für die Statistiker gab es noch vier Treffer zu notieren. Drei für die Füssener durch John Gordon (41./ Überzahl), Kilian Keller (54./Überzahl) und Yannik Baier (58./Unterzahl). Dusan Andrasovský (48.) sorgte zwischendurch für den zweiten Treffer der Oberpfälzer.

Heute die Revanche?

Den Blue Devils bietet sich schnell die Möglichkeit zur Revanche, vor allem aber zur Wiedergutmachung. Heute um 20 Uhr tritt der EV Füssen zum Rückspiel im Weidener Eisstadion an. Dann ist laut Aussage von Trainer Josef Hefner auch Marcel Waldowsky wieder dabei, ebenso Christoph Schönberger, Thomas Schreier und vielleicht auch Keeper Daniel Huber.

Quelle: Rudi Gebert, Der neue Tag.

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