Blue Devils verschenken zwei Punkte

4:5-Niederlage nach Penaltyschießen gegen den TSV Erding – Schwächen in der Defensive und im Powerplay

Weiden. (gb) “Schade, dass wir heute zwei Punkte verloren haben”, sagte Josef Hefner nach der 4:5 (1:2, 2:0, 1:2, 0:0, 0:1)-Niederlage nach Penaltyschießen gegen den TSV Erding. “Aber, wir haben einen weiteren wichtigen Punkt im Kampf um den achten Platz gewonnen”, fand der Trainer der Blue Devils am Sonntag auch noch etwas Positives.

Letztlich waren es zwei verschenkte Punkte, welche sich die Weidener durch Schwächen in der Defensive und im Powerplay selbst zuzuschreiben hatten. Trotz vieler Chancen mussten sie dann am Ende sogar noch froh sein, wenigstens einen Zähler geholt zu haben. Denn erst zwei Sekunden vor der Schlusssirene markierte Kapitän Florian Zellner das 4:4. Nach der torlosen Verlängerung mussten die Blue Devils zum dritten Mal in dieser Saison ins Penaltyschießen – und zogen zum dritten Mal den Kürzeren.

Nach den Ausfällen von Marcel Waldowsky und Thomas Mittermeier konnte zumindest Florian Domke mitwirken, der am Freitag in Freiburg mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ausgeschieden war. “So eine erste Minute wünscht sich kein Trainer”, sagte Hefner zum kuriosen Spielbeginn. Nach 18 Sekunden gingen die Gäste durch Patrice Dlugos in Führung, 14 Sekunden später glich Boris Flamik zum 1:1 aus. In der Folgezeit waren die Blue Devils meist im Vorwärtsgang, leisteten sich in der Defensive aber immer wieder eklatante Schwächen. Insgesamt machte die Partie deutlich, dass nach dem Weggang von Roman Göldner, der Verletzung von Thomas Mittermeier und der Vertragsauflösung von Christoph Schönberger in der Abwehr Handlungsbedarf besteht. In der 19. Minute gingen die Erdinger erneut in Führung. Timo Borrmann traf, als eine Strafe angezeigt war.

Die zweiten 20 Minuten waren aus Weidener Sicht ein Drittel der vergebenen Chancen. Dusan Andrasovský erzielte zwar in doppelter Überzahl (25.) und in Unterzahl (36.) zwei Treffer, doch es hätten einige mehr sein müssen. Zu Beginn kassierten die Gäste innerhalb kürzester Zeit drei Zweiminuten- und eine Matchstrafe (Florian Zimmermann nach Stockstich gegen Boris Flamik). Die Devils spielten lange mit zwei Mann mehr, doch mehr als ein Tor sprang nicht heraus. Andrasovský hatte in dieser Phase Pech mit einem Pfostenschuss.

Im Schlussabschnitt kippte die Partie, obwohl die Devils laut Hefner nun “besser spielten als im zweiten Drittel”. Beim kuriosen Ausgleich war eine Menge Pech im Spiel. Kevin Schmitt wollte hinter dem eigenen Kasten die Scheibe über die Bande klären. Der Puck prallte von der Bande unglücklich an den Schlittschuh von Goalie Daniel Huber und von dort ins Tor. Da es im Eishockey keine Eigentore gibt, wurde Patrice Dlugos als Torschütze notiert (47.). Der Schock bei Weiden saß tief und Erding legte durch Florian Engel (51./Überzahl) nach. Die Blue Devils zeigten aber Moral und der enorme Kampfgeist wurde zwei Sekunden vor Schluss mit dem Ausgleich durch Florian Zellner belohnt. Die Verlängerung blieb torlos, somit musste das Penaltyschießen über den Zusatzpunkt entscheiden. Und hier traf als einziger Schütze der Erdinger Alexander Gantschnig.

Quelle: Rudi Gebert.

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar