Blue Devils verlieren 1:3 gegen Peiting

Waldowsky nach übler Stockattacke des Peitingers Pufal im Krankenhaus – Siller kündigt Strafanzeige an

Weiden. (gb) Die Blue Devils haben auch das dritte Match gegen Spitzenreiter EC Peiting verloren, doch das Ergebnis interessierte nach der Partie am Mittwochabend nur am Rande. Vielmehr sorgte eine Szene aus der 9. Minute für Gesprächsstoff. “Das ist gefährliche Körperverletzung, vielleicht sogar Vorsatz”, sagte Thomas Siller, Vorsitzender des 1. EV Weiden, und kündigte eine Strafanzeige gegen den Peitinger Andreas Pufal an. Der hatte Marcel Waldowsky mit einem Stockschlag gegen den Kehlkopf niedergestreckt.

“Waldi” blieb nach der Attacke regungslos auf dem Eis liegen und wurde nach der Erstversorgung im Stadion ins Klinikum eingeliefert. “Er hat unter anderem Lähmungserscheinungen am Bein und muss im Krankenhaus bleiben”, berichtete Siller in der Pressekonferenz.

Der Verein werde juristisch alles gegen den Spieler aufbieten, erklärte Siller, der sich dabei auf eindeutige Videoaufnahmen stützt. Denn gesehen hatten Pufals Attacke abseits des Spielgeschehens weder die drei Unparteiischen noch die beiden Trainer. Deshalb wollten sich der Weidener Coach Josef Hefner und sein Peitinger Kollege Peppi Heiß nicht zu dieser Aktion äußern.

“Heute war mehr drin”

Zum Spiel: Nach den beiden Klatschen (1:6 und 0:7) gegen den Spitzenreiter zogen sich die Blue Devils am Mittwoch beim 1:3 (0:1, 1:0, 0:2) glänzend aus der Affäre. “Heute war mehr drin, wir haben Peiting ein offenes Spiel geliefert”, sagte Hefner. Ausschlaggebend für die Niederlage war die mangelnde Chancenverwertung und die Cleverness des Gegners. “Es war ein sehr enges Spiel. Wir müssen uns bei unserem Torwart bedanken, der viele Chancen vereitelt hat. Im letzten Drittel haben wir unsere wenigen Möglichkeiten konsequent genutzt”, so das Statement des früheren Nationaltorwarts Heiß.

Die Devils boten dem Favoriten von Beginn an Paroli. Schon nach 31 Sekunden zog der spielfreudige, aber unglücklich agierende Dusan Andrasovský vors Tor, scheiterte aber an Gästegoalie Jakob Goll, der Stammkeeper Florian Hechenrieder hervorragend vertrat. Nachdem die Weidener eine 3:5-Unterzahl überstanden hatten, kam das Aus für Marcel Wal-dowsky. Seinen Part an der Seite von Dusan Andrasovský und David Musial übernahm Thomas Schreier. Die Devils hatten dann fast zwei Minuten in doppelter Überzahl die Chance zur Führung. Das Powerplay war jedoch zum Vergessen, die einzige Ausbeute war ein Distanzschuss von Boris Flamik. Auf der Gegenseite schlug dann der Kanadier Josh Gillam zu (19.). “Diesen Nachschuss dürfen wir nicht zulassen, da müssen wir vor dem Tor richtig arbeiten”, ärgerte sich Hefner über das 0:1.

Auch im zweiten Abschnitt lieferte der Tabellenachte dem souveränen Spitzenreiter einen großen Kampf, konnte jedoch beste Chancen nicht nutzen. Vor allem David Musial und Dusan Andrasovský scheiterten immer wieder an Jakob Goll. Allerdings musste auch Devils-Goalie Daniel Huber bei den schnellen und stets brandgefährlichen Gegenangriffen der Peitinger hellwach sein. In der 36. Minute durften die rund 1300 Zuschauer dann endlich jubeln: In Überzahl erzielte Thomas Schreier den Ausgleich.

Im letzten Drittel zeigten dann die Peitinger, warum sie die Oberliga Süd dominieren. Innerhalb von 88 Sekunden schoss der dreifache Torschütze Josh Gillam (42./Überzahl und 44.) die Gäste auf die Siegerstraße. Die restliche Zeit spielte Peiting ganz clever runter. “Wir haben uns heute auf die Defensive konzentriert und die Mannschaft hat das taktische Konzept gut umgesetzt”, freute sich Gästecoach Heiß über den Sieg.

Quelle: Der Neue Tag, Rudi Gebert

Bildquelle: Tobias Neubert

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar