Blue Devils stürmen ins Finale

7:3-Erfolg gegen die Bayreuth Tigers – Vorrunden-Meister ERV Schweinfurt der Gegner

Weiden. (gb) Das ausverkaufte Weidener Eisstadion glich am Freitagabend einem Tollhaus. Der Jubel der Blue-Devils-Fans unter den mehr als 2500 Zuschauern kannte keine Grenzen mehr, nachdem der Einzug ins Finale um die Bayernliga-Meisterschaft perfekt war.Fünf Tage nach dem 3:2-Erfolg in Bayreuth gewann die Mannschaft von Trainer Josef Hefner auch das zweite Play-off-Match gegen die Tigers mit 7:3 (3:1, 2:2, 2:0) und entschied damit die Halbfinalserie nach dem Modus “Best of three” vorzeitig mit 2:0-Siegen für sich. Endspielgegner ist Vorrunden-Meister ERV Schweinfurt, der am Freitag bei Titelverteidiger ERC Sonthofen mit 4:3 nach Pe-naltyschießen ebenfalls den zweiten Sieg feierte. Die “Best of three”-Serie beginnt am 18. März in Schweinfurt.

“Ich bin glücklich. Das ist einmalig in Weiden, als Spieler und Trainer Aufstiege zu feiern,” sagte Hefner, der 2003 in Dresden als Verteidiger zur Weidener Mannschaft gehörte, die den Sprung in die 2. Bundesliga schaffte. Der Einzug ins Bayernliga-Finale bedeutet zugleich die sportliche Qualifikation für die Oberliga. Ob der Spielbetrieb in der dritthöchsten deutschen Spielklasse finanziell zu stemmen ist, wollen die Verantwortlichen in den nächsten Wochen in aller Ruhe entscheiden.

Am Freitag wollte daran noch niemand einen Gedanken verschwenden, da war nur Feiern angesagt. Auf den Rängen herrschte schon lange vor Spielbeginn prächtige Stimmung, die nach 89 Sekunden den ersten Höhepunkt erreichte. Marcel Wal-dowsky lief alleine auf Gästegoalie Julian Bädermann zu und schoss zur frühen Führung ein. Die ohne ihren Spielertrainer Sergej Waßmiller angetretenen Tigers antworteten mit wütenden Angriffen, doch die Devils standen gut in der Defensive und konnten sich erneut auf Keeper Oliver Engmann verlassen.

Mit einem Doppelschlag innerhalb von 32 Sekunden baute die wiederum starke dritte Sturmreihe die Führung auf 3:0 aus – die Torschützen waren Marco Pronath (15.) und Michael Kirchberger (16.). Bayreuth nahm eine Auszeit und wechselte den Torwart, Nicolas Sievers löste Julian Bädermann ab. “Die schnelle Führung war ganz wichtig, dennoch blieb das Spiel offen, weil Bayreuth stets Druck gemacht hat”, erklärte Josef Hefner. In doppelter Überzahl kamen die Oberfranken noch vor Drittelende durch Sebastian Stoyan zum Anschlusstreffer (19.).

Nach Wiederbeginn stellte Florian Bartels (23.) wieder den Drei-Tore-Vorsprung her. Und als Boris Flamik (33./5:3-Überzahl) das 5:1 markierte, schien die Partie gelaufen. “Finale, Finale”, skandierten die Fans bereits, doch die Devils zeigten plötzlich Nerven und leisteten sich dumme Strafen. Mit Toren durch die Ex-Weidener Patrick Schadt (36./Überzahl) und Andreas Geigenmüller (38.) kamen die Gäste zurück ins Match.

“Nach dem 5:3 hatten wir den vierten Treffer auf dem Schläger, dann hätte das Spiel kippen können”, sagte Sergej Waßmiller nach dem Match. “Aber das 6:3 und die vielen Strafen im letzten Drittel raubten uns die letzte Chance”, erklärte der Gäste-coach, der Weiden zu einem tollen Spiel und zum verdienten Sieg gratulierte. Das 6:3 ging auf das Konto von Andreas Hampl (47.). Felix Köbele (54./Überzahl) erzielte den Treffer zum 7:3-Endstand – und der Rest war dann nur noch Jubel.

Quelle: Der Neue Tag, Rudi Gebert

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar