Blue Devils sind heiß auf das Halbfinale

Weiden. (gb) Blue Devils kontra Tigers – Spieler, Verantwortliche und Fans in Weiden und Bayreuth fiebern der „Best of three“- Serie im Play-off-Halbfinale der Eishockey-Bayernliga entgegen. „Bayreuth ist unser Wunschgegner, nicht nur aus wirtschaftlicher Sicht“, sagt Christian Meiler, der sportliche Leiter der Blue Devils. Auch sein Kollege bei den Oberfranken, Dietmar Habnitt, freut sich auf packende Duelle.Natürlich sei das vermutlich ausverkaufte Heimspiel am Freitag, 9. März, um 20 Uhr in finanzieller Hinsicht sehr lukrativ, doch für Christian Meiler zählt in erster Linie der sportliche Aspekt: „Im Vorjahr sind wir im Halbfinale an Sonthofen gescheitert. Heuer wollen wir einen Schritt weiterkommen. Deshalb lautet das Ziel Finale und ich rechne mir eine reelle Chance aus.“

Die Finalserie gegen Vorrunden-Meister ERV Schweinfurt oder Titelverteidiger ERC Sonthofen will auch Dietmar Habnitt, der frühere Keeper des 1. EV Weiden, erreichen. In einem Derby sei zwar alles offen, als „kleinen Vorteil“ sieht er aber das „zweifache Heimrecht“. Neben dem Auftaktmatch am Sonntag, 4. März, um 18 Uhr würden die Bayreuther am Sonntag, 11. März (18 Uhr), auch das eventuell entscheidende dritte Spiel im heimischen „Tiger-Käfig“ austragen.

In der Vorrunde 5:0 und 2:7

In der Vorrunde feierten beide Mannschaften klare Heimsiege, wobei sich die Funktionäre einig sind, dass weder das 5:0 für Weiden noch das 7:2 für Bayreuth so eindeutige Angelegenheiten waren. „Hier treffen sich zwei Teams auf Augenhöhe. Die Tagesform und das Glück werden wohl den Ausschlag geben“, ist Habnitt überzeugt. Insgesamt gebe es bei den vier Halbfinalisten sowieso keinen großen Unterschied.

„Wir sind verdient Gruppenzweiter geworden“, sagte Devils-Coach Josef Hefner, der auch nach den knappen Niederlagen gegen Schweinfurt (2:3) und in Memmingen (1:2) immer an seine Jungs geglaubt hatte. Und die machten am Wochenende mit zwei „Achter-Packs“ in Schweinfurt (8:1) und gegen Königsbrunn (8:0) den Einzug ins Halbfinale perfekt. Josef Hefner sieht den EHC Bayreuth zwar in der Favoritenrolle, Angst habe er aber nicht. „Wir kennen den Gegner sehr gut, denn in Bayreuth spielen viele ehemalige Weidener. Wir werden uns sicher etwas einfallen lassen“, kündigte der Trainer an.

Musial zuversichtlich

Auch die Spieler freuen sich auf die mit Sicherheit emotionsgeladenen Nachbarkämpfe. „Es sieht ganz gut aus für uns, denn Bayreuth steht sicher mehr unter Druck“, glaubt Marcel Waldowsky. Sein Sturmpartner David Musial erwartet heiße Derbys und sieht keinen Nachteil darin, auswärts zu beginnen. Im Gegenteil: Es sei in den Play-offs sogar besser, auswärts anzufangen. „Wir sind sehr gut drauf und sehr positiv eingestellt“, sprüht Musial viel Zuversicht aus.

Die Sieger der beiden Halbfinals sind sportlich für die Oberliga qualifiziert. Doch an den Aufstieg wollen die Verantwortlichen in beiden Lagern noch nicht denken. Zunächst liegt der Fokus auf den zwei oder vielleicht drei Schlagerspielen vor großen Zuschauerkulissen.

Quelle: Der Neue Tag, Rudi Gebert

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