Blue Devils schaffen den Ausgleich

Im zweiten Play-off-Match 6:5-Sieg gegen Peiting – 5:0- und 6:1-Führung fast noch verspielt

Nach einem verrückten Match haben die Blue Devils in der “Best of 7”-Serie der ersten Play-off-Runde den Ausgleich geschafft. Drei Tage nach der 1:2-Auftaktniederlage beim EC Peiting besiegten die Weidener am Freitagabend den Vorrunden-Meister vor knapp 1600 Zuschauern in der heimischen “Hans-Schröpf-Arena mit 6:5 (5:0, 1:1, 0:4).

Nach einem furiosen Anfangsdrittel lagen die Blue Devils gegen defensiv ungewohnt schwache Peitinger sensationell mit 5:0 in Front und dieses Fünf-Tore-Polster hatte auch nach 40 Minuten noch Bestand (6:1). Doch im Schlussabschnitt hätte der Vorrunden-Primus, gegen den die Blue Devils in dieser Saison bisher alle fünf Spiele verloren hatten, die Partie fast noch gedreht.

Schreier: Spieldauerstrafe

Nach der dramatischen Schlussphase mit zwei Peitinger Treffern in den letzten 51 Sekunden atmete Josef Hefner erleichtert auf. “Jetzt steht es 1:1 und es sind ja noch ein paar Spiele”, freute sich der Devils-Coach über den Ausgleich in der Serie. Verärgert war Hefner über das unnötige Offensivfoul von Thomas Schreier gut fünf Minuten vor dem Ende. Der Stürmer kassierte eine Spieldauerdisziplinarstrafe und war damit am Sonntag im dritten Match in Peiting gesperrt.

Richtig zufrieden konnte Hefner mit der Leistung seiner Mannschaft im ersten Drittel sein, wenngleich er einräumte, dass “es uns Peiting erlaubt hat, schön zu spielen”. Zunächst hatten die Devils aber Glück, als Florian Stauder in der 2. Minute nur die Latte traf. “Das war unsere beste Minute im ersten Drittel, den Rest haben wir total verschlafen”, meinte Gästetrainer Peppi Heiß hinterher. Die Peitinger, die in der Vorrunde die wenigsten Gegentreffer kassiert hatten, leisteten sich Strafzeiten und Aussetzer in der Abwehr.

Die Blue Devils spielten aber auch sehr aggressiv und provozierten dadurch Fehler. In doppelter Überzahl markierte Marcel Waldowsky (9.) die Führung und als die Peitinger gerade wieder komplett waren, erhöhte Felix Köbele auf 2:0 (10.). Die Weidener setzten energisch nach und Dusan Andrasovský nutzte die Konfusion in der Peitinger Abwehr zum 3:0 (13.).

In Unterzahl legte erneut Andra-sovský das 4:0 nach (17.). Hier hatte sich Keeper Florian Hechenrieder einen kapitalen Fehler geleistet, als er sich hinter seinem Kasten von Thomas Schreier den Puck abnehmen ließ. 26 Sekunden vor der Drittelpause erzielte Kapitän Florian Zellner, der als Verteidiger wieder eine starke Leistung ablieferte, im Powerplay sogar noch das 5:0.

Zellner trifft zum 6:1

“Ab dem zweiten Drittel lief das Spiel anders”, bemerkte Peppi Heiß in der Pressekonferenz. Seine Mannschaft wollte den klaren Rückstand nicht auf sich sitzen lassen und gab jetzt Gas. Mehr als das Anschlusstor durch Florian Simon (22./Überzahl) ließen die Devils aber zunächst nicht zu. Im Powerplay stellte erneut Florian Zellner sogar den alten Abstand wieder her (33.).

Mit 6:1 ging es ins letzte Drittel und niemand dachte daran, dass es noch einmal eng werden würde. “Wir haben etwas zurückgeschaltet und das darf man gegen Peiting nicht machen”, sagte Josef Hefner. Die Gäste kamen durch zwei Überzahltore von Josh Gillam (42.) und Florian Biersack (47.) auf 3:6 heran. Diesen Vorsprung hielten die Weidener bis zur Strafe von Thomas Schreier (55.) – dann setzte Peiting alles auf eine Karte. In der Schlussminute nahmen die Gäste sogar noch den Torwart vom Eis und erzielten mit sechs gegen drei beziehungsweise sechs gegen vier noch zwei Tore durch Anton Saal und Florian Simon.

Quelle: Rudi Gebert, Der neue Tag.

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